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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mara in Kansas

Soft Landing Camp New York

Hey Guys! Ich bin Mara Louise und verbringe 2019/2020 ein Auslandsjahr in Kansas, USA.

Die Wochen vor meinem Abflug vergingen sehr schnell und schon bald war meine letzte Woche in Deutschland nah. Ich hatte eine Abschiedsfeier mit meinen Freunden gemacht, aber schon einige Wochen vor meinem Abflug, damit alle Freunde Zeit haben. 1,5 Wochen vor meinem Abflug hatte ich noch eine Abschiedsfeier mit Freunden von der Familie. Sätze wie: „Bis in 10 Monaten.“, haben sich total surreal angefühlt. Ich hatte schon einige Wochen vor meinem Abflug angefangen Dinge wie Hygieneartikel und wichtige Unterlagen bereitzulegen und in der letzten Woche musste ich mich wirklich sehr motivieren, den Koffer zu packen, da ich mir sehr unschlüssig war. Nun konnte ich anfangen zu sagen: „Mein letztes Mal Mittag essen, duschen, schlafen und frühstücken in Deutschland für die nächsten 10 Monate.“

Am 10.08.2019 hieß es für mich Abschied nehmen von meiner Familie. Meine Mama, mein Papa und mein Bruder haben mich zum Flughafen gefahren und der Abschied fiel mir schon schwer und natürlich sind auch ein paar Tränen geflossen. Ich war sehr froh, dass ich auf meinem Zubringerflug nicht alleine war. Wir beide saßen auf dem ersten einstündigen Flug nebeneinander und somit konnte ich mich mit jemandem austauschen, der genau in derselben Lage ist, wie ich.

In Frankfurt am Main angekommen hatten wir circa 4 Stunden Umsteigezeit, da dieser Flughafen groß ist, brauchten wir auch ein bisschen Zeit, um zu unserem neuen Gate zu laufen. Am Gate angekommen waren schon die ersten anderen Austauschschüler aus Deutschland, die mit mir zusammen nach New York City fliegen werden, insgesamt waren wir 17 Jugendliche aus Deutschland.

Anfangs war ich nicht so begeistert, die nächsten 8 bis 9 Stunden im Flugzeug zu sitzen, da es zumal auch mein erster längerer Flug war, aber da das Flugzeug überbucht war, wurde ich auf die Premium Economy Class aufgebucht, was bedeutet: mehr Platz, bessere Technik und leckereres Essen. Aber ich persönlich hatte den ganzen Tag lang keinen Hunger, was wahrscheinlich an der Aufregung und den ganzen neuen Eindrücken lag. Irgendwann ging es dann los, man hört das Dröhnen der Turbinen, man wird in den Stuhl gedrückt und realisiert, jetzt gibt es erstmal kein Zurück mehr.

Auf dem Flug habe ich mir mein Abschiedsbuch durchgelesen, was für mich sehr emotional war. Beim Landeanflug konnte man die wunderbare Skyline von New York sehen. Da ich in Deutschland schon eine neue Sim-Karte für Amerika gekauft hatte, musste ich in den letzten Minuten vor der Landung die neue Karte in meinem Handy aktualisieren und ich persönlich kann es nur empfehlen, da ich sofort nach der Landung telefonieren konnte und meine Familie informieren konnte, dass es mir gut geht.

In Newark (es liegt in New Jersey, aber ist nicht weit von New York City entfernt) angekommen, mussten wir durch die Kontrolle und Immigration, was wirklich easy war, obwohl wir alle total nervös deswegen waren. Wir wurden dann mit einem Shuttle zu unserem Hotel in Newark gefahren. Im Hotel angekommen, hatten wir ein kurzes Seminar und anschließend ging es in unsere Zimmer. Ich habe mir mein Zimmer über die Tage mit einer Italienerin geteilt, was eine echt coole Erfahrung war. Ein kleiner Tipp an alle die Frühstück extrem lieben: Das ist in Amerika nicht immer so besonders und noch etwas zum Thema Essen, Wegwerfgeschirr wird hier auch öfters benutzt als in Deutschland, was ich echt nicht erwartet habe.

Am nächsten Tag hatten wir ein Meeting und in dem und den folgenden Meetings ging es unter anderem um die Regeln, schwierige Situationen und wie man damit umgehen sollte. Anschließend ging es mit einem Bus nach New York und wir hatten die ganze Zeit einen mega coolen Reiseführer der uns alles erzählt hat. Manchmal sind wir mit dem Bus gefahren und sind dann wieder ausgestiegen und herumgelaufen, also für die meisten war es die perfekte Mischung. Unser erster Stopp war eine Shopping Mall neben dem Central Park, wo wir uns Essen gekauft haben und das dann im Central Park gegessen haben.



Nachdem wir noch ein bisschen was von New York gesehen haben, war unser letzter Stopp der Times Square. Danach bin ich mit anderen Austauschschülern zum Rockefeller Center gelaufen und wir haben uns New York vom Rockefeller Center aus angeschaut (kann man optional hinzubuchen), was für mich total beeindruckend war. Als wir dann wieder zu unserem Treffpunkt zurückgelaufen sind, sind wir bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Skyline von New York zu unserem Hotel gefahren, was auch mal wieder ein mega schöner Moment war. In der Zeit hier lernt man auch so kleine Momente zu genießen. Am Abend sind wir total erschöpft und total glücklich im Hotel angekommen.

An unserem zweiten Tag hatten wir wieder ein Meeting und danach fuhren wir nach New York City, aber dieses Mal nach Downtown. Unser erster Halt war die Grand-Central-Station, wo wir auch Lunch gegessen haben. Anschließend sind wir durch China Town und Little Italy gelaufen, was sich so angefühlt hat, als wäre man plötzlich auf einem ganz anderen Kontinent. Die Brooklyn Bridge durfte natürlich auch nicht fehlen. Ein leckeres Highlight des Tages war definitiv essbarer Keksteig. Wir haben auch beim 9/11 Memorial Halt gemacht, was echt sehr beeindruckend und aber auch bedrückend zugleich war. Danach konnte man mit einer Fähre fahren, welche nah an der Freiheitsstatue vorbeigefahren ist und danach hatten wir noch ein bisschen Freizeit zum Shoppen.


Damit war auch schon unser letzter Tag in New York nah, was schon ein bisschen traurig war, da ich auch sehr gute Freunde in der kurzen Zeit gefunden habe. An dem Tag ging es nach New Jersey zum Strand, aber es hat leider die ganze Zeit geregnet, wodurch wir nicht baden gehen konnten - trotzdem war es ein toller Tag. Anschließend ging es für uns noch in eine Shopping Mall. Zurück im Hotel hieß es für uns Koffer packen und noch von all den neuen Menschen verabschieden, da alle zu verschiedenen Zeiten fliegen werden.

Am 14. August ging es für mich wieder zum Flughafen und ich hatte noch ein bisschen Zeit und habe noch mit zwei anderen Austauschschülern auf meinen Flug gewartet. Noch ein kleiner Tipp an alle: Mein Gate wurde kurz vor dem eigentlichen Boarding nochmal geändert, also immer nochmal überprüfen ob sich nichts ändert. Mein erster Flug ging nach Washington D.C. und diesmal bin ich alles „alleine“ geflogen, also ohne andere Austauschschüler. Dieser Flug hatte über eine Stunde Verspätung und dadurch konnte ich meinen Anschlussflug nicht schaffen. Ich musste dann nochmal 4 Stunden in Washington D.C. auf meinen Anschlussflug warten. Ich bin dann mit „leichter“ Verspätung in Columbia, South Carolina gelandet.

Das war ein Mittwoch und am Montag ging bei mir erst die Schule los. Plötzlich hatte ich schon meinen ersten Schultag und ich war echt nicht so sehr nervös, wie erwartet. Für mich war es relativ anstrengend, den ganzen Tag Englisch zu hören und mein Akzent hat die Kommunikation anfangs ein bisschen schwerer gemacht. Damit auch schnell Anschluss findet, ist es sehr wichtig, offen für alles Neue zu sein!

Nach ein paar Tagen habe ich gemerkt, dass es nicht das perfekte Match mit der Gastfamilie ist und ich habe nach 2 Wochen die Gastfamilie gewechselt. Für mich hieß es also wieder Koffer packen und am 29. August bin ich wieder in ein Flugzeug gestiegen. Diesmal ging es für mich nach Atlanta, Georgia und anschließend nach Kansas City. Da aber in Kansas City ein starkes Unwetter war, konnten wir nicht landen und sind nach Tulsa, Oklahoma geflogen. Aber ein paar Stunden später sind wir dann wieder nach Kansas City geflogen und auch gelandet. Endlich in Kansas angekommen, 3 Uhr nachts, hat mich meine Koordinatorin abgeholt. Ich habe dann mit ihr und ihrer Familie meine ersten zwei Tage verbracht.

Am 1. September habe ich nun endlich meine neue Gastfamilie kennengelernt und wie alles weiter geht, erfahrt in meinem nächsten Erfahrungsbericht.

See you later Alligator,

Mara Louise