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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mara in Kansas

Mein Oktober - Geburtstag, Homecoming und Halloween

Hey Guys,

das ist jetzt schon mein dritter Beitrag und dementsprechend bin ich schon bald mehr als zwei Monate hier in Amerika. Auf der einen Seite ist der Oktober sehr schnell vergangen, aber auf der anderen Seite habe ich auch sehr viel erlebt.

Wie du bereits in meinem vorhergehenden Beitrag gelesen hast, habe ich durch Cross Country eine Sehnenscheidenentzündung am linken Fuß. Ich konnte die gesamte erste Woche im Oktober nicht richtig laufen und meine Laune war auch nicht immer so super, aber trotzdem war ich glücklich. Denk immer daran, wenn man mal in einer nicht so schönen Situation in seinem Auslandsjahr ist, es gibt so viele Dinge, für die du dankbar und glücklich sein kannst, also denk daran und lass dich von negativen Dingen nicht herunterziehen.

Am Freitag war dann wieder ein Football Spiel und das Motto war „Pink out“, allgemein finde ich, wird hier „Pink October“ viel mehr gezeigt. Zum Beispiel gibt es in meiner Stadt hier ein T-Shirt mit „Pink October“ darauf und motivierenden Worten, sobald du im Supermarkt bist, siehst du welche mit dem T-Shirt. Auf alle Fälle war ich dann bei dem Spiel. Am nächsten Tag hatte ich meinen 17. Geburtstag, durch die 7 Stunden Zeitverschiebung haben mir schon die ersten am Freitag zum Geburtstag gratuliert, da es in Deutschland schon der nächste Tag war.

Am Samstag hatte ich nun Geburtstag und ich bin der Meinung, dass in Deutschland Geburtstag viel mehr zelebriert wird, also mach dir nicht zu große Hoffnungen, damit du nicht enttäuscht wirst. Ich bin dann um 7 aufgestanden und als erstes habe ich mit meiner Familie in Deutschland telefoniert und anschließend bin ich zu einem XC Team Frühstück gefahren, was sozusagen wie mein Geburtstagsfrühstück war. Ich habe auch deutsche Gummibärchen mitgebracht und die Meinungen waren sehr gespalten. Dennoch war es ein schöner Morgen mit tollen Menschen. Leider hat es den ganzen Tag geregnet, deswegen habe ich zu Hause erstmal typisch deutsch einen Kartoffelsalat gemacht für meine Geburtstagsfeier. Am Abend habe ich mit meiner Gastfamilie, meinen Gastgroßeltern und Freunden gefeiert. Ein kleiner Tipp am Rande, sei nicht enttäuscht, wenn einige von deinen Freunden, die du eingeladen hast, nicht kommen können, aber das ist hier einfach anders. Wir haben gegrillt und saßen am Lagerfeuer mit S`Mores (ein Stück geschmolzene Schokolade und ein geröstetes Marshmallow eingebettet in zwei Cracker). Für mich war der Tag sehr schön und ich war an diesem Tag nicht so traurig, aber es ist dennoch ein komisches Gefühl, Geburtstag ohne seine Familie zu feiern. Wenn du an deinem Geburtstag in deinem Auslandsjahr „alleine“ bist und noch nichts vorhast, dann plane etwas mit deinen Freunden. Am Sonntag bin ich mit meiner Gastmum zusammen nach Lawrence gefahren und habe mein Homecoming Kleid gekauft. Ich finde, es gibt in Shopping Malls eine relativ große Auswahl, also mach dir keine Panik, jeder findet sein Kleid.

Nun war auch schon die „Homecoming- Spirit- Week“, also eine Woche lang jeden Tag ein anderes Motto. Am Montag war es Country Club vs. Country Roads, am Dienstag Luau vs. Layers, am Mittwoch 70s vs. 80s, am Donnerstag VSCO- Girl vs. E- Boy und am Freitag Schwarz vs. Rot, weil das unsere Schulfarben sind. Jeden Tag nach der Schule hat jede Klassenstufe an ihrem Festzugswagen gebastelt und alles war total geheim, niemand durfte wissen, was die anderen Klassenstufen machen.

Ich habe in der Woche auch wieder mit XC angefangen und natürlich ist nach einer Pause der Anfang wieder etwas schwerer, aber man schafft das schon. Und am Donnerstag war dann auch wieder ein XC meet und es war extrem kalt. Es waren nur 8°C und unsere Uniform besteht aus Shorts und einem Top, also nicht unbedingt wetterentsprechend. Wir waren gegen 3 Uhr beim Course und JV Mädchen (also auch ich) rennen erst um 6 Uhr, also haben wir den Großteil draußen gewartet. Außerdem noch ein kleiner fun fact, bei solchen Events. Die meisten laufen in einer Decke eingehüllt herum. Da der Course nass war und wir als letztes gerannt sind, sind auch einige im Matsch ausgerutscht.

Ich habe meinen neuen Rekord sowie Saisonrekord aufgestellt. Wieder zu Hause angekommen, sind wir noch zu einem Lagerfeuer gegangen. Alle Klassenstufen waren da und es wurden erst Spiele gespielt und Tanzwettbewerbe gemacht, was total lustig und cool war. Anschließend war dann das eigentliche Lagerfeuer und alle sind am Anfang herum gesprungen und haben gerufen „I believe that we will win!“ (Ich glaube, dass wir gewinnen werden!). Ich finde den High School Spirit so mitreißend und ich finde es so schön, dass alle so hinter ihrer Schule und ihren Sportteams stehen.

 

Nun war auch schon Freitag und somit Homecoming. In der 6. Stunde sind alle Schüler mit Bussen zum Stadtzentrum gefahren und jede Klassenstufe ist dann hinter dem Festzugswagen gelaufen. Die Cheerleader und Marching Band vorne weg und vor jeder Klassenstufe sind die Attendant (die Repräsentanten der Klassenstufen, die von allen Schülern gewählt wurden). Wir sind dann eine Stunde lang wieder zurück zur Schule gelaufen und am Ende sind wir alle zusammen in die Sporthalle gegangen, wo wir noch mehr Spiele gespielt haben und uns noch mehr für das Spiel am Abend „aufgewärmt“ haben. Nach XC Training und einem kurzen Stopp zu Hause bin ich zum Football Spiel gegangen und am Anfang wurden noch Homecoming King und Queen gewählt. Wir haben letztendlich auch unser Spiel gewonnen. Ich bin dann nach Hause, habe mich zusammen mit meiner Gastschwester für den Homecoming Tanz fertig gemacht und mein Homecoming Date hat mich abgeholt. Wir waren gegen 22 Uhr in der Schule und so verrückt das auch klingt, aber es war in unserer „Cafeteria“ nur ohne Stühle und Tische. Wir haben 2 Stunden lang durchgetanzt und es hat echt mega viel Spaß gemacht. Am Wochenende ist nicht so viel passiert außer, dass wir die Familie meiner Gastfamilie besucht haben.

 

Nun war auch schon wieder Montag und ich hatte XC Training, aber durch einen Krampf in meiner Wade konnte ich die ganze Woche nicht so wirklich trainieren. Am Donnerstag war mein letztes Mal ein Meet Tag. Das letzte Mal die Uniform anziehen. Das letzte Mal mit meinem Team an der Startlinie stehen und auf den Startschuss warten. Für einige Seniors war es auch sehr emotional und ich persönlich finde es so schade, dass die Saison jetzt vorbei ist. Meine Zeit war kein neuer PR für mich, da es eine der schwersten Strecken von allen ist. Anschließend haben wir noch die Jungs angefeuert und Fotos gemacht. Vor der Siegerehrung haben wir noch zu Liedern wie „Macarena“ getanzt. Zum Abschluss sind wir alle noch zu Pizza Hut essen gegangen, um unseren Erfolg zu feiern.

Am Freitag bin ich dann mit einer anderen Austauschschülerin von meiner Organisation zu einer Übernachtungsparty in Baldwin City gefahren. Es ist echt mega schön, alle zu sehen, weil die anderen in ähnlichen Situationen sind, wie man selber. Es gibt genug Themen zum Austauschen. Wir haben dann alle Pizza selber gemacht und Spiele gespielt, Süßigkeiten aus verschiedenen Ländern probiert und natürlich ein Lagerfeuer gemacht. Am nächsten Tag sind wir zum Maple Leaf Festival gegangen, wo es einige Stände mit Essen und Souvenirs gab.

Am Abend war dann noch am See vom Science Club ein Lagerfeuer. Es ist echt sehr empfehlenswert, Clubs beizutreten, man trifft sich nur selten, aber grillt dann zusammen oder macht andere lustige Dinge zusammen. Ich persönlich bin in FCCLA, Drama Club, International Club und wie bereits erwähnt Science Club. Am kommenden Mittwoch war „Mole Day“, deswegen haben ein paar aus dem Science Club bei uns zu Hause ein Tag vorher Mehlwurmkekse gebacken, da mein Gastdad der Lehrer für den Club ist und es hat echt Spaß gemacht.

Am Freitag war dann ein Football Spiel bei uns und es ist in den letzten Wochen echt viel kälter geworden. Samstag hieß es dann für die sieben besten Mädchen und Jungs von XC „Regionals“ auf unserem Course. „Regionals“ war auch wieder bei uns zu Hause auf dem Course, aber leider ist unser Course einer der schwersten. Unsere Schule hatte sehr gute Chancen, was sich durch das harte Training auch ausgezahlt hat. Natürlich wurde wieder getanzt zwischen dem letzten Rennen und der Siegerehrung. Unser Mädchen Team ist auf dem zweiten Platz gelandet und unser Jungs Team war auf dem ersten Platz. Um den Erfolg noch zu feiern, haben wir uns am Abend noch bei einem von unserem Team getroffen, bei Sonnenuntergang gegessen und Werwölfe, sowie Verstecken im Dunkeln gespielt.

Am letzten Mittwoch im Oktober gab es eine FCCLA Fall Leadership Conference. FCCLA bedeutet Family, Career und Community Leaders of America (= Familien-, Karriere- und Gemeinschafts- Leiter Amerikas) und ist eine gemeinnützige nationale Organisation. Bei diesem Event gab es auch einen inoffiziellen Dresscode und alle haben sich extra „chic“ mit Kleid und Bluse angezogen. Auf alle Fälle gab es an dem Tag auch den ersten Schnee und ja, es ist Ende Oktober. Bei der Konferenz wurde über verschiedene gemeinnützige Projekte gesprochen und wir haben kleine Geburtstagstüten mit Backmischungen, Fondant und Geschenkpapier mitgenommen und dann in unserer Stadt an Bedürftige gespendet.

Nun war auch schon der 31. Oktober, auf der einen Seite ist der Monat so schnell vergangen, aber wenn ich darüber nachdenke, was ich alles erlebt habe, war der Monat lang. Am Morgen hat es geschneit und als ich aus der Haustür bin, war alles schön weiß. Heute ist auch Halloween und das wurde auch in der Schule richtig gefeiert. Einige Schüler haben sich auch extra deswegen ein Outfit gebastelt. In Seminar war auch eine Pep rally für das XC Team, da es am Wochenende zum State Meet geht. Nach der Schule ging es für mich mit meiner Gastfamilie und Freunden zu einem KU Basketball Spiel. Für mich war es mein erstes Basketball Spiel und es hat echt sehr viel Spaß gemacht. Die Atmosphäre bei solchen Spielen ist echt sehr beeindruckend und es war auch ein perfekter Abschluss für den Monat.


Ich bin nun seit 2,5 Monaten in Amerika und die Zeit vergeht definitiv zu schnell. Ich hoffe, dir gefällt mein kleiner Einblick in mein Leben in den USA. Wie es bei mir im November weitergeht, erfährst du im nächsten Artikel. Vielen Dank fürs Lesen.

See you later Alligator,

Mara Louise