Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mara in Kansas

Die ersten Wochen in Kansas

Hey Guys!

Also wenn du meinen ersten Bericht schon gelesen hast, weißt du schon, dass ich jetzt in Kansas bin und am 1. September zu meiner Gastfamilie kam. Das war auch mein erster Kontakt zu meiner Familie, aber sie waren alle sehr herzlich und lieb, aber natürlich war es nicht so wie bei den meisten, am Flughafen mit Plakat, sondern zu Hause.

Wer gehört alles zu meiner neuen Gastfamilie? Ich habe eine Gastmum und einen Gastdad. Er ist auch Chemie- und Physiklehrer an meiner Highschool. Dann habe ich noch einen 11- jährigen Gastbruder und eine Gastschwester, die 16 Jahre alt ist. Außerdem gehören noch zwei ältere Gastbrüder zu meiner Gastfamilie, sie wohnen nicht mehr zu Hause. Wir haben aber auch noch zwei Hunde, eine Katze und ein paar Hühner.

Nachdem ich angekommen bin, habe ich erstmal meinen Koffer ausgepackt und meine Gastfamilie hat mir die Umgebung sowie meine neue Highschool gezeigt. An meiner Schule sind circa 480 Schüler und 45 Lehrer. Ich bin an einer Highschool mit Junior- Highschool zusammen, das heißt von Klassenstufe 7 bis 12. In meiner Stadt gibt es jedes Jahr mindestens einen Austauschschüler. Dieses Jahr sind hier neben mir noch eine Austauschschülerin aus Italien und Dänemark. Anschließend haben sie mir noch die Stadt gezeigt und wir haben zusammen Abendessen gemacht. In meiner Stadt wohnen um die 3500 Einwohner, aber hier gibt es auch mehrere Supermärkte und Fastfood Restaurants. Am Abend hat sich meine Gastschwester noch mit ihren Freunden getroffen und sie hat mich gleich mitgenommen, dadurch kannte ich sofort einige Leute. Alle waren auch interessiert und haben mich ausgefragt. Also wundert euch nicht, wenn euch Amerikaner Fragen stellen, die ihr vielleicht lustig findet, wie 'Habt ihr die Schokoladenriegel Snickers und Mars in Deutschland'.

Mein erster Montag in Kansas war ein Feiertag und dadurch hatte ich keine Schule. Ich bin dann mit zu dem Geburtstag von meiner Gasttante gegangen und habe dadurch gleich ein paar mehr Familienmitglieder kennengelernt.

Ich empfehle wirklich jedem, einem Sport beizutreten. Es ist dadurch einfach, soziale Kontakte zu knüpfen und neue Freunde zu finden. In Amerika gibt es jede Saison/ Jahreszeit verschiedene Sportarten für Jungs und Mädchen. An meiner Schule gibt es im Herbst für Mädchen Golf, Volleyball und Cross Country, sowie Cheerleading und Dance, welche aber über mehrere Saisonen geht. Für Jungen gibt es Football, Golf und Cross Country. Ich habe mich für Cross Country entschieden, das heißt bei Wettkämpfen werden 5 km gerannt. An dem Feiertag war trotzdem Cross Country Training und somit mein erstes Training. Mein Gastdad hat mich hingefahren und mich vorgestellt, dadurch wusste jeder sofort, dass ich die Neue aus Deutschland bin. Wir haben ein Spiel gespielt und natürlich war ich nicht genauso gut wie die anderen, da sie schon viel eher mit trainieren angefangen haben. Falls es dir auch so geht, das ist kein Problem, es wird sich ändern.

Dann war auch schon Dienstag und somit mein erster Schultag in Kansas. Ich war mal wieder nicht so aufgeregt, wie ich es erwartet hatte. Mein Gastdad hat mir in der Schule alles gezeigt und ich hatte an dem Tag erstmal nur einen obligatorischen Stundenplan, welcher sich dann am nächsten Tag geändert hat. Auf dem Flur haben mich schon einige mit meinem Namen begrüßt, da ich sie schon am Sonntag kennengelernt habe, und in manchen Fächern kannte ich bereits manche von Cross Country. Da dieses Schuljahr für mich in Deutschland nicht zählt, hatte ich keine richtigen Vorschriften für meine Fächer.

Meine Fächer sind: 1. „American Government“

2. „Physics“

3. „Seminar“, das ist wie eine Hausaufgabenstunde

4. „Nutrition and Wellness“, da lernt man Kochen und Informationen über eine gesunde Ernährung

5. „Pre-Calc/Trig“, das ist Mathe

6. „American History”

7. „Honors English 10“, das ist Englischunterricht

8. „Textiles and Apparel”, hier lernt man alles rund ums Thema Nähen.

Hier dauert eine Unterrichtsstunde 49 Minuten und die Pausen dazwischen sind 4 Minuten lang. Unsere Mittagspause ist 27 Minuten lang, aber hier an meiner Schule stört es die Lehrer auch nicht, wenn du etwas im Zimmer isst. Mein Schultag beginnt um 8:00 Uhr und endet 15:08 Uhr. Am Donnerstag war dann auch schon das erste XC Meet (= Cross Country Wettkampf), aber ich konnte noch nicht mit rennen, da es noch mit der Schule geklärt werden musste, deswegen habe ich nur die anderen angefeuert. Es war ein Home Meet, also auf unserem Course. Alle haben sich darauf gefreut und viele Schüler und Lehrer waren auch da, um alle anzufeuern. Ab diesem Donnerstag war jeden Donnerstag ein Meet, was echt mega cool ist.

Nun neigte sich meine erste Schulwoche auch schon dem Ende zu und Freitag ist Game Day, das heißt, unser Football Team hatte ein Spiel. Meine erste Woche ging viel zu schnell vorbei und unser erstes Football Game hat mir echt gut gefallen. Eventuell geht es einigen Austauschschülern auch so, dass sie anfangs nicht so viel von Football verstehen, aber einige Amerikaner, die sich mit dem Sport auskennen, erklären es dir bestimmt gern.

Meine Gastfamilie mag Football sehr, deswegen sind wir auch an dem Samstag zu einem KU Football Spiel gegangen. Erst haben wir uns mit Freunden vor dem Stadium getroffen und ein kleines Picknick gemacht und mit einer Frisbee gespielt. 18 Uhr ging dann das Spiel los, und der Spirit, die Band, die Cheerleader, die Fans und natürlich das Spiel war mehr als nur typisch amerikanisch.

 

In meiner zweiten Woche ist nicht so viel spannendes passiert. Wir hatten ein Volleyball Spiel und ich empfehle es echt jedem, zu solchen Spielen zu gehen, denn das ist einfach so cool und die Spieler freuen sich natürlich auch, wenn einige zum Anfeuern da sind. Und viele haben mich auch angesprochen in meinen ersten Wochen hier, da natürlich in einer so kleinen Stadt jeder jeden kennt und wenn es da jemanden Neues gibt, wollen sie natürlich wissen, wer du bist, also wunder dich nicht.

Am Sonntag habe ich mich mit der amerikanischen Partnerorganisation getroffen und allen anderen Austauschschülern aus aller Welt, die in der Nähe von Kansas City leben. Jeder sollte etwas landestypisches mitbringen und einiges war echt lecker. Ein kleiner Tipp, probiere immer neues Essen aus, wenn du die Möglichkeit hast. Es ist natürlich auch nicht so schlimm, wenn es dir nicht schmeckt.

Kansas wird auch als Staat mit den schönsten Sonnenuntergängen bezeichnet und das kann ich total nachvollziehen. Manchmal sind wir abends nochmal schnell zur Schule gefahren, um den Sonnenuntergang besser zu sehen und zu fotografieren. Ich finde auch kein Sonnenuntergang sieht gleich aus, wodurch es jedes Mal anders schön ist.

 

In meiner dritten Woche in Kansas war am Donnerstag ein XC Meet und ich war mir erst nicht so sicher, ob ich mit rennen soll, weil ich noch nicht so viel Training hatte, es der schwerste Course von allen ist und es an dem Tag 40°C warm werden sollte. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden. Ich war bereits am Abend davor total aufgeregt. Wir sind 1.5 Stunden mit dem Bus zum Course gefahren, wo das Meet stattgefunden hat. Auf dem Weg dahin hat man genügend Zeit zum Relaxen, Musik hören oder man redet mit anderen. Ich bin in JV, also es gibt Varsity und JV, und in Varsity sind die Top 7 und der „Rest“ ist in JV. Erst sind die JV Jungs gestartet und 5 Minuten später die JV Mädchen. Das Team stand immer an bestimmten Punkten, wenn man an ihnen vorbeirennt, wird man so sehr angefeuert, das gibt einen gleich viel mehr Energie und Motivation. Als ich über die Ziellinie gerannt bin, wurde mir eine Medaille in die Hand gedrückt und ich war auf dem 5. Platz. Anschließend sind die anderen gerannt. Zum Abschluss sind wir alle noch Baden gegangen.

 

Am nächsten Freitag war unserer erstes Heimspiel und deswegen hatten wir in der Schule eine pep rally. Da sind alle Schüler in die Sporthalle gegangen und die Cheerleader haben gecheert, die Band hat gespielt und es wurden verschiedene Spiele gespielt. Das wird gemacht, um die Schüler noch mehr für das Spiel zu motivieren. Jeden Freitag haben auch alle Football Spieler ihr Trikot an und alle Cheerleader ihre Uniform. Bei Football Spielen gibt es immer extra einen Bereich, wo alle Schüler sitzen, und die Stimmung ist echt richtig gut.

In der Woche hatte ich ein paar Probleme mit meinem linken Fußgelenk und habe mir erstmal nichts weiter dabei gedacht. Es ist immer wichtig, sobald etwas beim Sport schmerzt, informiert eure Trainier und/oder Gasteltern, damit sie bescheid wissen. Am Donnerstag war ein XC Meet und es war ein neuer persönlicher Rekord (also die Zeit). Ich konnte nicht richtig auftreten und bin dann nur noch gehumpelt. Am Freitag hatten wir auch ein Football Spiel und mein Fuß war noch nicht besser, deswegen bin ich am Samstag zum Arzt gegangen und es hat sich als Sehnenscheidenentzündung herausgestellt, das bedeutet eine Woche definitiv nicht rennen.

Wie mein Oktober in Kansas war und was ich alles erlebt habe, erfahrt ihr im nächsten Artikel.

See you later Alligator,

Mara Louise