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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Pauline in Oklahoma

Es ging alles viel zu schnell...

Mein letzter Monat in den USA ist gerade zu Ende gegangen und alles ist immer noch so unreal. Die 10 Monate in den USA waren wie ein Traum, aus dem ich gerade gezwungenermaßen erwacht bin. Der letzte Monat in Oklahoma war sehr schön, doch kam es mir so vor, als wäre die Zeit besonders schnell vergangen. In den ersten zwei Wochen wurden in der Schule die letzten Projekte beendet, Vorträge gehalten und Präsentationen vorgestellt, bevor an den letzten zwei Tagen die Finals geschrieben wurden. Dabei gab es allerdings eine Besonderheit.Wenn man in einer Klasse ein A hatte und nur einmal im ganzen Schuljahr gefehlt hat oder ein B in der jeweiligen Klasse hat und nur zwei Fehlstunden aufweisen kann, dann musste man keinen der Finals mitschreiben. So hatte ich schon 2 Tage früher Schulende. Ebenfalls fand das letzte Track Meet statt.

Track war wirklich eine meiner besten Erfahrungen und ich empfehle jedem, in einem Sportclub mitzumachen. Egal ob man gut oder schlecht ist oder ob man Erfahrung hat, spielt keine Rolle. Die Teamgemeinschaft in den USA ist einfach unglaublich und so hatte ich das in Deutschland nie erlebt. In Track und Basketball habe ich eigentlich alle meine Freunde gefunden und bin sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte.

An meinem letztem Schultag musste ich mich leider schon von einigen verabschieden. Dies war wirklich einer mit der traurigsten Momente. Nicht nur der Abschied von meinen Freunden viel mir schwer, auch der Abschied von einigen Lehrern. Die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer ist so viel freundschaftlicher, witziger und meiner Meinung nach auch besser als man das aus Deutschland gewohnt ist. Am Ende des Tages gab es dann noch eine Abschlussfeier zum Schuljahresende in der Aula. Kurz danach haben meine Freunde und ich noch ein paar Bilder gemacht, bevor ich dann das letzte mal das Schulgebäude verließ. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur noch 8 Tage in den Staaten. Als mir dies bewusst wurde, hatte ich ein echt komisches Gefühl. Ich wollte es nicht wahrhaben, in nur wenigen Tagen mein Leben, das ich mir dort aufgebaut hatte, zurückzulassen.


Meine sehr betrübte Stimmung legte sich allerdings fürs erste, als meine Gastfamilie mich mit einem weiteren Trip nach Las Vegas überraschte. Ich konnte es erst gar nicht fassen, doch wenige Tage später ging es auch schon los. Mit selbst gebackenen veganen Cinnamon rolls im Gepäck fuhren wir mit dem Auto durch Texas, New Mexico und Arizona, bis wir schließlich Las Vegas, Nevada erreichten. Als wir ankamen, sind wir zunächst vegane Tacos in einem kleinen, aber netten Restaurant ganz im Süden der Stadt essen gegangen. Mexikanisches Essen war definitiv mein Lieblingsessen in den USA ! Egal ob Tacos, Buritos oder Takis mit selbstgemachter veganen “Käsesauce”, weshalb ich vor allem das mexikanische Essen hier in Deutschland sehr vermisse. In Las Vegas war das Essen einfach perfekt für Veganer :) Egal wo man war, es gab überall etwas Veganes beziehungsweise viele Restaurant waren rein vegan & vegetarisch.

Am nächsten Tag ging es auf einen typisch mexikanischen Wochenmarkt. Die mexikanische Kultur war ich ja schon ein bisschen gewohnt von unserem Urlaub in Laredo. Und so ungefähr war auch die Stimmung auf dem Markt in Las Vegas. Die Menschen waren alle sehr freundlich, machten einen glücklichen und zufriedenen Eindruck und es wurde größtenteils spanisch gesprochen. Dort gab es natürlich unzählige Essensstände mit typisch mexikanischer Kost.

Danach sind wir zu den roten Felsen (red rock) zum Wandern gefahren. Die Aussicht von den Felsen aus ist einfach unglaublich. Trotz der prallenden Hitze in Las Vegas ging auf den Felsen ein leichter und angenehmer Wind. Ganze 3 Stunden wanderten wir durch die wunderschöne Landschaft außerhalb von dem ganzen Stadttrubel. Die Natur in den USA lässt sich wirklich kaum beschreiben. Man muss es wirklich mit eigenen Augen sehen. Was mich immer besonders fasziniert hat, ist die Vielfältigkeit. Jeder Staat sah landschaftlich anders aus.

Am Abend ging es dann auf den alten Strip nach Freemont - eins der Highlights. Abends ist natürlich am meisten los, aber somit auch die meiste und beste Stimmung und deshalb umso lustiger. Mitten drin spielte eine Live Band Country Musik, welche mich eigentlich total an Oklahoma erinnerte. Vor dem Freemont Strip sind fast alle Häuser mit Graffitis oder anderen gemalten Bildern zu finden. Generell ist der Freemont, also der alte Strip, viel schöner mit sehr vielen kreativen Wandbemalungen und nicht so künstlich wie der neue Strip.

Den Tag danach sind wir erst in eine Shopping Mall gegangen und am Abend haben wir Dirty Dancing auf der Dachterrasse des Cosmopolitan Gebäude geguckt. Das war mega ! Es war super Wetter, sodass man sogar die Möglichkeit hatte, im hinteren Bereich des Pools zu schwimmen und dabei den Film auf der Leinwand zu schauen oder es sich im vorderen Teil auf den im Wasser schwimmenden Stühlen mit Decken und Popcorn gemütlich zu machen. Von dort aus hatte man einen brillanten Blick über den Strip. Dieses “Outdoor Cinema” findet einmal im Monat statt und es werden meist ältere Filme gezeigt. Nach dem Film ging es dann noch ein letztes Mal auf den Strip. Jedes Mal, wenn ich in dieser Stadt bin, komme ich aus dem Staunen kaum heraus. An jeder Ecke gibt es irgendwas neues und spannendes zu sehen. Meiner Meinung nach ist Las Vegas so viel mehr als nur Casinos und Party.

Donnerstag war leider schon der letzte Tag in einer der schönsten und lebhaftesten Stadt, in der ich je war. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Freunden und einem Besuch im Target, machten wir uns schweren Herzens zurück auf den Weg nach Oklahoma. In New Mexico legten wir wie auf der Hinfahrt einen Zwischenstopp ein und kamen am nächsten Tag gegen Abend in Oklahoma an. Jetzt wurde es langsam ernst. Nur noch zweimal schlafen und ich fliege zurück nach Deutschland. An meinem letzten Tag haben wir alle gemeinsam gekocht, Gesellschaftsspiele gespielt und Fotos gemacht. Ich hätte nicht glücklicher sein können. Meine zweite Gastfamilie war das beste, was mir hätte passieren können und ich bin sehr dankbar,dass ich wie ein Familienmitglied aufgenommen wurde.

Mein Auslandsjahr war die beste Entscheidung und es hätte keineswegs besser sein können. Es war ganz anders, wie man es sich vorstellt, doch es war um einiges besser ! Dafür bin ich auch DFSR sehr dankbar, denn ohne sie wäre dies alles nicht möglich gewesen. Jetzt bin ich schon mehr als zwei Monate zuhause und ich vermisse mein Leben in den USA jeden Tag. Ich habe mich ziemlich schnell in Deutschland wieder eingelebt und auch wenn ich einige Bedenken hinsichtlich alten Freunden hatte, ist das meiste so geblieben wie früher. Ich hoffe, dass ich so bald wie möglich zurück in die USA kann und meine Gastfamilie wiedersehe !

 

Pauline berichtet über ihre Erlebnisse in Oklahoma. Möchtest du deinen Auslandsaufenthalt auch in den USA verbringen? Wir beraten dich gerne!

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