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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Aenna in Florida

Mein Leben im Internat

Hi, ich bin Aenna, 15 Jahre alt und lebe meinen Traum: Ein Auslandsjahr in den USA, in Florida. Ich wohne in einer Stadt 20 Minuten nördlich von Orlando und verbringe mein
Sophomore year (10.Klasse) hier. Anders als die meisten Austauschschüler lebe ich allerdings nicht in einer Gastfamilie, sondern in einem Internat.

Die letzten Wochen in Deutschland haben sich echt komisch angefühlt, weil ich wusste, dass ich bald für 10 Monate am anderen Ende der Welt bin und mich erstmal von jedem
verabschieden muss. Gleichzeitig konnte ich das alles aber gar nicht wirklich realisieren. Aber irgendwann war dann der große Tag da, am 5.8. ging es für mich los. Ich war nicht im Soft Landing Camp, weshalb ich alleine geflogen bin, jedoch hat mich eine andere Familie, die auch nach Orlando geflogen ist, beim Umstieg in Frankfurt begleitet, weil ich ziemliche Angst hatte, mein Gate nicht zu finden. Mein Flug war insgesamt 11 Stunden lang, aber ich konnte keine Sekunde lang schlafen, weil ich so aufgeregt war und nicht wusste, was mich erwarten wird.

Am Flughafen in Orlando wurde ich dann von einem unserer dorm parents abgeholt und zum Internat gebracht. Es hat mir sofort total gut gefallen. Das Gelände ist 5 Hektar groß mit einem riesigem Garten, ausgestattet mit einem Tennis Platz, Basketball Feld, Fußball Feld, Volleyball Feld und jede menge freiem Platz, um in der Sonne zu liegen. Außerdem hat das Internat eine Game Lounge mit Billard Tischen, Tischtennis Platten und Kickern, eine TV Lounge, ein Fitnessstudio, Küchen, boys&girls lounges, study lounges, eine Cafeteria, uvm....

Als ich angekommen bin, waren kaum Schüler da, aber in den folgenden Tagen hat sich das Internat dann gefüllt. Ich habe auch meine Zimmermitbewohnerin, ein Mädchen aus Nigeria, kennengelernt. Wir haben mit dem Internat in den restlichen Ferien sehr viel unternommen, wir waren zum Beispiel am Strand, in verschiedenen Shopping Malls, im Aqua Park, bowlen, im Kino,... Ich habe in dieser Zeit sehr schnell die anderen Internatsschüler aus ca. 15 verschiedenen Ländern kennengelernt und schon viele Freundschaften geschlossen. In den Ferien hatte ich auch schon Volleyball Training, wobei ich auch die ersten amerikanischen Schüler kennengelernt habe.

Am 14.8. hatte ich dann meinen ersten Schultag. Schnell habe ich gemerkt, dass vieles anders als in Deutschland ist. Man benutzt hier seinen Laptop eigentlich für alles: Wir
bekommen die Noten immer online zugeschickt, wodurch wir jederzeit wissen, auf was wir stehen, wir bekommen die Hausaufgaben online und reichen sie auch meistens
online ein, man kann online mit den Lehrern schreiben, wenn man Fragen hat, die Bücher sind online und Tests meistens auch. Ich habe hier natürlich auch größtenteils andere Schulfächer: Photography, Spanish, Robotics, Study hall (ein Fach, in dem man keinen Unterricht hat, sondern einfach eine Art Freistunde, in der man Hausaufgaben machen kann), Modern World History, Geometry, English und Biology. Meine ersten Schultage waren gar nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe, weil ich ja schon einige Leute vom Internat und von Volleyball kannte, und es sind auch sehr viele Schüler auf mich zugekommen und haben mich willkommen geheißen, nach meinem Snapchat Account Namen gefragt, mich zum Eis essen eingeladen, oder einfach mit mir geredet. So habe ich ziemlich schnell amerikanische Freunde gefunden.

Jetzt bin ich schon 7 Wochen hier, die sich aber wie 2 Wochen angefühlt haben. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Mit der Sprache komme ich auch überraschend gut zurecht, mittlerweile denke und träume ich eigentlich nur noch auf Englisch und mir fällt es gerade auch ziemlich schwer, auf Deutsch zu schreiben. Unter der Woche bin ich meistens ziemlich beschäftigt, weil die Schule bis 15:30 geht und ich jeden Tag Volleyball Training oder Spiele habe. Abends wartet dann immer noch ein Berg von Hausaufgaben auf mich. Das liegt aber daran, dass ich auf einer Privatschule bin, auf der das Niveau ziemlich hoch ist. Dafür kann ich die Wochenenden genießen. Freitag abends gehe ich beispielsweise meistens mit Freunden zu Football Games andere Freunde anfeuern.

An Samstagen und Sonntagen treffe ich mich mit amerikanischen Freunden oder nehme an Ausflügen vom Internat, zum Beispiel zu Malls, zum Strand, zum “Orlando Eye”, zu “Wonderworks”, zu Konzerten usw. teil. Wir hatten beispielsweise auch ein Fest im Internat, bei dem wir eine riesige Wasserrutsche, einen DJ und Barbeque hatten: Ich bin sehr glücklich im Internat, weil ich den ganzen Tag Freunde um mich herum habe, mit denen ich Sachen unternehme, Sport mache, Filme schaue und vieles mehr. Natürlich ist es aber auch eine große Umstellung, jetzt nicht mehr sein eigenes Zimmer und eigenes Bad zu haben, seine Wäsche selbst zu waschen, selbst zu putzen und sich an andere Regeln als in Deutschland zu halten. Das ist aber auch nicht nicht allzu schlimm und ich muss damit leben, alles andere gefällt mir ja sehr gut.

Bald haben wir in der Schule Homecoming Dance, eine dazugehörige dress-down week und powderpuff games. Powderpuff ist ziemlich lustig, die Mädchen aus einer
Jahrgangsstufe spielen American Football gegen die Mädchen aus einer anderen Jahrgangsstufe und die Jungs sind dabei Cheerleader. Ich mache mit, wir hatten auch schon Training und es macht ziemlich Spaß, vor allem, weil ich dadurch auch viele  Mädchen aus meinem Jahrgang besser kennengelernt habe. Für den Homecoming Dance machen die Jungs hier traditionell große Einladungen und fragen nicht einfach. Als ich meine Einladung bekommen habe, saß ich beim Lunch und habe gegessen und auf einmal hat mich jeder angeschaut und die ganze Cafeteria hat applaudiert. Als ich mich dann umgedreht habe, stand dann ein Junge mit einem riesigem Schild hinter mir und hat mich gefragt, ob ich mit ihm zu Homecoming gehen möchte. Das war echt süß !

Bis bald,
Aenna

Aenna berichtet über ihr Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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