Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Tina in Michigan

Mein Schwimmteam

Schon bevor ich hierher gekommen bin, war ich sicher, dass ich dem Schwimmteam beitreten möchte. Ich schwimme in Deutschland seit ich klein bin und ich wollte auf jeden Fall die Unterschiede erfahren. Und da gab es mehr als ich am Anfang dachte. Training hier habe ich jeden Tag nach der Schule von 3:45pm-6pm. Ihr denkt jetzt bestimmt: Wow, das ist ganz schön lang. Und ja, die 9 Wochen Schwimmtraining waren sehr anstrengend, aber ich habe so viel gelernt und bereue es keine Sekunde, dem Team beigetreten zu sein. Fast jede Woche hatten wir mindestens einen Wettkampf, wo wir gegen andere Schulen antraten. Unser Team ist im Vergleich zu anderen Schulen sehr klein, deswegen verloren wir meistens. Aber das machte nichts. Wir hatten immer viel Spaß. Ich hatte einen großartigen Coach, der uns stets motiviert und uns dazu gebracht hat, über uns hinauszuwachsen. Schwimmen wird hier viel ernster genommen als ich es von meinem Team aus Deutschland kannte. Eltern hier bezahlen viel Geld für ihre Kinder, die in einem Sportteam sind, deswegen haben sie oft hohe Erwartungen. Wenn wir ein away meet hatten, sind wir alle zusammen mit dem Schulbus zu dem Wettkampf gefahren. Dann haben wir immer ein Warm-up im Pool gemacht, wo wir Wenden und Starts geübt und den Pool im Allgemeinen kennen gelernt haben. Kurz bevor der Wettkampf anfängt, schreit jedes Team seinen Schlachtruf.

Außerdem haben wir uns immer in einem Kreis aufgestellt und zusammen das Vater Unser gebetet. Danach haben wir uns an den Beckenrand gestellt, mit dem Gesicht in Richtung Amerikanische Flagge, (die in jedem Schwimmbad hängt) und haben die Nationalhymne angehört. Das ist eine einmalige Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Letztes Wochenende hatten wir dann den Wettkampf, für den wir die ganze Saison trainiert haben: Conference Meet (wir traten gegen 3 andere Schulen an). Wir verließen die Schule am Freitag nach der 3. Stunde und machten uns auf den Weg nach Manistee, wo unser Wettkampf statt fand. Normalerweise bin ich nicht der Typ Mensch, der unglaublich nervös wird, aber diesmal war es anders. Ich konnte nicht still sitzen. Es kam für mich auf viel an. Ich habe hart trainiert und wollte es einfach allen zeigen! Ich qualifizierte mich an diesem Freitag für alle meine Events. Deswegen durfte ich am Samstag schwimmen. Ich habe an diesem Wochenende alle meine persönlichen Rekorde gebrochen und wurde 5. in meinen 200 Freestyle und 8. in 100 Freestyle. Das Gefühl, als ich auf das Podest steigen durfte und meine Medaillen bekam, war unbeschreiblich. Das ganze Training zahlte sich jetzt aus und alles machte einen Sinn. Nun ist die Schwimmsaison vorbei und ich bin super traurig, denn ich mochte mein Team und meinen Coach echt gern. Vielleicht trete ich dem Bowling Team für den Winter bei…



Tina berichtet über ihre Erlebnisse in Michigan. Möchtest du deinen Auslandsaufenthalt auch in den USA verbringen? Wir beraten dich gerne!

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