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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Tina in Michigan

Schule in den USA

Ich muss zugeben, in Deutschland bin ich nicht gerade die Person, die super gern zur Schule geht. Aber hier ist es anders. Ich gehe gerne zur Schule. Ich habe neben normalen Fächern wie Englisch und Mathe auch Spaß-Fächer wie Fotografie. Dort lernen wir viel über die Kamera und Photoshop. Es macht mir super viel Spaß! Nach der Schule kann ich die Kamera von der Schule mit nach Hause nehmen und Fotos schießen. Aber auch die normalen Fächer hier machen mehr Spaß. Die Lehrer sind entspannter und erzählen oft persönliche Geschichten. Es gibt immer viel zu lachen. Was ich auch gut finde ist, dass ich in jeder Stunde andere Klassenkameraden habe. So kann es auch sein, dass 10.-Klässler mit 12.-Klässlern zusammen Unterricht haben. Generell ist die Schule hier aber sehr leicht. Meine Hausaufgaben mach ich in meiner Success Klasse (30 Minuten Freiarbeit) oder in der jeweiligen Stunde. Es ist unvorstellbar, aber wir lernen in Deutschland früher wie man das Passiv in Englisch benutzt als Amerikaner! Ich habe in eigentlich jeder Klasse ein A, also eine 1. Meine Schule hier ist sehr modern, da sie erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Wir haben Laptops, iPads, Kameras, usw. - Tafeln haben wir nicht, da jeder Lehrer mit der Buchkamera oder Power Point arbeitet. Das macht das Leben eines Schülers so viel leichter! Wir haben viele Aktivitäten, die nach der Schule angeboten werden. Für die nächsten Wochen sind Leute an der Schule, die ein Work out Programm leiten. So habe ich die Möglichkeit, bis zu 5 Mal die Woche im Weight Room (Gewichte heben) und in der Sporthalle zu sein. Es ist hart, aber es macht viel Spaß. Dieses Programm geht von 3:20 pm - 5 pm. Ich verbringe also fast meinen ganzen Tag in der Schule.

Zum endgültigen Abschluss von der Schwimmsaison hatten wir noch ein Abendessen in der Schule mit meinem Team, Trainer und Eltern. Der Coach erzählte etwas über jede Schwimmerin und gab uns dann unseren Varsity Letter und ein Zertifikat. Er verlieh 2 Preise. Einen für "The most Valuable Swimmer" (wer hat die meisten Punkte gesammelt) und einen für "The most Improved" (wer hat sich am meisten verbessert im Auge des Trainers). Ich kann es immer noch nicht fassen, aber ich bekam den "The Most Improved"- Award! Ich war einfach nur sprachlos und sehr dankbar und glücklich. Selbst den nächsten Tag hatte ich noch ein Dauergrinsen im Gesicht... Außerdem habe ich die Try Outs überstanden und habe jetzt 2-mal die Woche Bowlingtraining.



Wenn ich nach Hause komme, esse ich Abendbrot, rede mit meiner Gastfamilie, schaue ein bisschen fern und falle dann auch schon todmüde ins Bett. Am Wochenende habe ich auch nicht immer frei, da wir Sportwettkämpfe oder andere Schulaktivitäten haben. Gerade hat hier die Jagdsaison begonnen. Also wenn ich “frei” habe, gehe ich oft mit meinem Gastpapa jagen oder wir unternehmen was mit meiner ganzen Familie. Am Wochenende waren wir in Frankenmuth, einer deutschen Einwandererstadt. Es war richtig cool und ich konnte endlich mal wieder ein gutes Brot kaufen. Außerdem besuchten wir Bonner’s (The Worlds Largest Christmas Store). Es gab so viel Weihnachtsbaumschmuck und ich habe tolle Sachen gekauft. Es war einfach genial und wir hatten super viel Spaß! Zudem war im November Thanksgiving, wodurch wir auch 4 Tage Thanksgiving break, also Ferien, hatten. Mein Gastpapa und ich haben einen Truthahn gestopft und am Nachmittag haben sich dann meine Gastoma und ihr Sohn bei uns (im Haus von meinen Gasteltern) versammelt. Es gab natürlich den Truthahn, Green Beans (Bohnen), Mashed Potatoes (Kartoffelbrei), Sweet Potatoes, Gravy (eine Soße) und Brot. Ich habe den Fehler gemacht, viel zu viel zu essen und konnte mich für die nächsten 2 Stunden nicht mehr bewegen! Und dann gab es auch noch Blaubeer- und Kürbiskuchen... Ja, die ganzen 4 Tage haben sich hauptsächlich um Familie und Essen gedreht, haha! Und die Woche darauf waren wir bei der Oma, die nochmal ein Thanksgiving Dinner hatte... Außerdem hatten wir eine Cookie Party, bei der wir von früh bis spät Kekse gebacken und gegessen haben. Meine beste Freundin war auch da und wir hatten eine wilde Frosting-Schlacht mit meinem Gastpapa, der für jeden Spaß zu haben ist.


Jetzt ist auch schon Dezember und Weihnachten steht vor der Tür. Um ein paar deutsche Traditionen ins Haus zu bringen, haben wir einen Adventskranz gebastelt. Meine Tante hat mir einen tollen Socken-Adventskalender mit deutschen Leckereien geschickt, der einfach genial ist. So können sowohl meine Gastfamilie, als auch meine Freunde und natürlich ich Deutschland ganz nah haben. Von meiner anderen Tante gab es einen Original Dresdner Stollen und ein Räuchermännchen. Wow, dieser Stollen hat mich umgehauen! Das ist einfach das Beste! Meine Gastfamilie war ja erst sehr skeptisch, da sie Fruit Cake nicht mögen. Aber ich versicherte, dass es ja Stollen und kein Fruit Cake ist. Mein Gastpapa hat sich dann dazu durch gerungen den Stollen zu kosten und er war sehr positiv überrascht: "Das schmeckt ja richtig gut!" Dazu hörten wir deutsche Weihnachtslieder. Wir genossen es sehr! Es macht so viel Spaß, meiner Gastfamilie unsere Traditionen zu zeigen und ihnen gefällt es auch. Der Nikolaus kam natürlich auch...


Jetzt hatte ich mein erstes Bowling Game mit meiner eigenen Kugel. Ich war schon öfter mit meiner Familie bowlen, aber dachte immer, dass es nur ältere Leute als Sport ausüben. Damit lag ich ganz schön falsch! Bowling ist nämlich ganz schön anstrengend - vielleicht nicht so sehr für den Körper, dafür aber für das Gehirn. Man muss sich unglaublich konzentrieren und es steckt sehr viel Taktik dahinter. Nun aber zurück zu meinem ersten Game: Wir (ein Team besteht aus 5 Spielern) spielten 2 Baker Games (1 normales Spiel, also 10 Frames, abwechselnd mit allen 5 Spielern) und dann jeder 2 Individual Games. Auch wenn wir knapp verloren haben, war das Spiel ein voller Erfolg! Ich habe viel dazugelernt, neue Erfahrungen gesammelt und meine Highscore geknackt!

Mal schauen was der Dezember noch so bringt...

Tina berichtet über ihre Erlebnisse in Michigan. Möchtest du deinen Auslandsaufenthalt auch in den USA verbringen? Wir beraten dich gerne!

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