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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Lion in Texas

Meine Erlebnisse im Februar

Der Februar hat damit begonnen, dass ich eigentlich mit meinem Schwimmteam zu den District-Meisterschaften fahren sollte. Wir hätten dann dort von Freitag bis Sonntag übernachtet. Ich konnte aber leider nicht mitkommen. Meine Sitznachbarin ist am Mittwochmorgen krank in die Schule gekommen und meinte, dass es ihr gut ginge, hat aber die ganze Zeit gehustet und sich angehört, als wenn sie sehr doll krank wäre. Sie konnte kaum sprechen und hat sich immer die Nase geputzt. Auch ich bin daraufhin krank geworden und lag dann am nächsten Tag mit 39 Grad Fieber im Bett. Mein Gastvater ist sogar ein bisschen unruhig geworden und ich musste zum Arzt. Das Problem war, dass wir zu dieser Zeit in Amerika einen sehr großen Ausbruch der Grippe hatten. Der Arzt, bei dem wir waren, hatte keine Grippetests mehr, sodass der Arzt mich nur anhand von Symptomen begutachten konnte und dann meinte, dass ich wahrscheinlich wirklich die Grippe habe. Er hat mir dann Medizin verschrieben, die mal schlappe 120 $ gekostet hat. Wir sind dann in die Apotheke gefahren oder besser gesagt dem amerikanischen Äquivalent zur deutschen Apotheke. In der Apotheke meinten dann die Mitarbeiter, dass meine Versicherungskarte nur für Praxisbesuche ist und dass ich eine andere Versicherungskarte bräuchte. Nach langem Hin und Her habe ich die Medizin dann doch bekommen. Und mein Gastvater meinte danach, dass es immer ein sehr großes Problem mit der Versicherung hier ist, da man nie wirklich weiß, was man braucht bzw. welche Papiere man benötigt. Am Ende hatte ich dann wohl doch nur einen grippalen Infekt. Mein Fieber ist zwar noch am Tag danach auf 40 Grad hochgeklettert, aber es ist dann auch wieder gesunken.

Ich habe aber leider trotzdem die District-Meisterschaften verpasst. Ich glaube, man kann sich vorstellen, wie wütend ich war und auch frustriert, da ich mich schon die ganze Zeit darauf gefreut habe und ich sogar mit meiner Staffel eine sehr große Chance hatte, mich für die State- Meisterschaften zu qualifizieren. Das ist dann aber alles leider nicht passiert.

CaveSim
Im Rahmen unserer Geologieklasse kam ein Wissenschaftler zu unserer Schule, der ein Projekt angefangen hat, mit dem er Schülern die Arbeit von Forschern in Höhlen verdeutlichen möchte. Er hat in einen alten Anhänger eine künstliche Höhle gebaut. Durch diese künstliche Höhle können Schüler hindurch kriechen, so können sie erleben, wie es einem wirklichen Höhlenforscher ergehen würde. Der Wissenschaftler hat in der Höhle mehrere Sensoren angebracht, um zu messen, wie viel Schaden man an der Höhle hinterlässt. Eines der höchsten Gebote von Höhlenforschern ist es, so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Man kann es ein bisschen wie mit dem Spiel „Der heiße Draht“ vergleichen. Jedes Mal, wenn man durch diese Höhle krabbelt und an einen der Stalaktiten oder Stalagmiten stößt, gibt es einen Laut und der Score steigt. Am Ende gewinnt der, der den niedrigsten Score hat.

Als ich durch die Höhle gekrochen bin, bin ich gefühlt gegen jeden einzelnen Sensor dieser Höhle gestoßen. Ich habe relativ lange Beine. Dies war ein kleines Hindernis, als ich durch die Höhle gekrochen bin, da ich an einer Stelle, von der es um eine sehr schmale Kurve ging, mit meinen Beinen einfach stecken geblieben bin, da sie noch im anderen Gang waren. In der Höhle waren Kameras installiert. So konnte man in die Höhle gucken und sehen, was die Leute in der Höhle tun. Es war relativ lustig, meinen Freunden zuzusehen, wie sie durch die Höhle klettern und manche scheinbar auch feststecken und man nur noch ihre Flüche hört, während man ein paar zappelnde Beine im Bild sieht. Ich fand diese Idee einfach nur grandios, da ich so viel mehr über Höhlen gelernt habe, als wenn ich es im Klassenraum gelernt hätte. Es hat so auch viel mehr Spaß gebracht.

Besuch der Familie
Wir haben Besuch von der Schwester, der Großmutter und den Nichten von meinem Gastvater bekommen. Diese sind übers Wochenende zu uns gekommen. Sie haben alle im Zimmer von meinem Gastbruder geschlafen, weshalb mein Gastbruder bei mir mit im Zimmer schlafen musste. Für uns war das aber kein Problem, da wir den ersten Monat des Jahres auch zusammen ein Zimmer geteilt haben. Die Familie von meinem Gastvater ist sehr nett. Seine Schwester hat gerade am Anfang des Jahres ein Baby bekommen. Das Baby war auch dabei und es war so süß. Wir haben über das Wochenende Austin besichtigt. Wir haben uns die Innenstadt angeguckt, wir sind in ein Einkaufszentrum gegangen und wir hatten ein sehr leckeres Familienessen, da die Schwester von meinem Gastvater Köchin ist und sie das Essen zubereitet hat. Die Familie war wirklich nett und es war sehr unterhaltsam, mit ihnen Zeit zu verbringen.

Was sonst noch so passiert ist
Am darauffolgenden Wochenende war das Wetter mal wieder etwas besser, so dass wir am Sonntag beschlossen haben, einen kleinen Ausflug in die Gegend zu unternehmen. Wir sind zu dem größten Berg in der Gegend gefahren ´Mount Rushmore´. Dort hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf die Skyline von Austin und den Colorado River.

In unserer Kochklasse haben wir eine neue Lehrerin und diese Lehrerin liebt es, Kochsendungen als Lehrhilfsmittel zu verwenden. So hatte unsere Lehrerin die Idee, dass wir die Sendung „Chopped“ nachspielen. (Für die, die nicht wissen was „Chopped“ ist... es ist eine Kochsendung, bei der nach jeder Runde ein Teilnehmer ausgeschlossen wird und die Teilnehmer in jeder Runde 3-4 Zutaten bekommen, mit denen sie ein Gericht kreieren sollen. Unsere Lehrerin hat uns als Zutaten „Bisquits, Kartoffeln und Hackfleisch“ gegeben. Wir sollten dann daraus ein Gericht erstellen. Wir haben uns dazu entschlossen, die Biskuits als flache Fladen auszulegen und das Hackfleisch und die Kartoffeln, etwas Spinat und Käse in diese Fladen zu rollen und dann im Ofen zu backen. Die gesamte Aktion hat sehr viel Spaß gebracht, wir waren zwar auch unter Zeitdruck, da wir nur 20 Minuten Zeit hatten und es am Ende sehr knapp wurde, dass unsere Fladen noch gar wurden. Diese Art des Unterrichts ist etwas, was ich an der amerikanischen Schule sehr mag, da viele Sachen mehr praxisbezogen sind als in der Schule in Deutschland.

Lion berichtet über sein Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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