Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Franziska in Kalifornien

Weihnachten, Indiana & Chicago

Der Monat Dezember begann für mich gleich schon einmal weihnachtlich. Zusammen mit den anderen Austauschschülern in meiner Stadt und unseren Koordinatoren haben wir
Lebkuchenhäuser verziert und Christbaumkugeln gebastelt. Anfang des Monats habe ich auch zusammen mit meiner Familie einen Weihnachtsbaum ausgesucht, den wir dann zu Hause aufgestellt und dekoriert haben. Dennoch, richtige Weihnachtsstimmung kam bei mir bei dem warmen Wetter in Kalifornien erstmal nicht auf. Es hat sich für mich einfach nicht nach Dezember angefühlt, das meine ich allerdings im positiven Sinne, ich mag Kälte nämlich eigentlich nicht besonders gerne.


Am darauffolgenden Wochenende sind meine Gastfamilie und ich zu Tante Julie, meiner Gastmutter in die Nähe von Sacramento gefahren, um dort Plätzchen zu backen. Wir hatten alle sehr viel Spaß beim Plätzchen verzieren und haben den über 3 Meter großen Weihnachtsbaum von Julie bewundert. Wie allgemein bekannt, dekorieren Amerikaner ihre Häuser gerne - teilweise auch etwas übertrieben, aber trotzdem schön. Überall in der Stadt hingen bunte Lichterketten, und auch in unserem Garten stand ein aufblasbarer, leuchtender Santa Claus. In Alameda, wo ich wohne, gibt es sogar eine Straße, in der es für Anwohner verpflichtend ist, das komplette Haus zu schmücken. In dieser Straße werden dann auch heiße Schokolade und Plätzchen verkauft.


In der nächsten Woche standen für mich dann Finals an - Abschlussprüfungen zum Ende des Semesters. Da ich ziemlich einfache Kurse habe, musste ich allerdings ehrlich gesagt nichts dafür lernen und bin entspannt in die Prüfungen gegangen, die dann auch nicht schwerer waren als erwartet. Danach begannen endlich die Winterferien. Gleich zum Anfang der Ferien habe ich mich mit meinen Freunden getroffen, um Plätzchen zu backen, Weihnachtsfilme zu schauen und Geschenke auszutauschen. Am 24., für die Amerikaner nicht das richtige Weihnachten, sondern nur Christmas Eve, sind meine Gastfamilie und ich zur Schwester meiner Gastmutter gefahren, um dort Abend zu essen. Am 25. wurde ich früh morgens von meinen kleinen Gastgeschwistern geweckt: „Santa was here!“. Unser komplettes Wohnzimmer war voll mit Geschenken und Geschenkpapier. Gefeiert wurde dann den ganzen Tag mit der Familie meines Gastvaters. Ich hatte ehrlich gesagt keine Geschenke erwartet, bekam aber ziemlich viele, was sehr nett war. Insgesamt war Weihnachten für mich also richtig schön und entspannend.


Am 27.12. ging es für mich und meine Gastfamilie nach Indianapolis, wo meine Gastmutter aufgewachsen ist. Nach dem etwa 5-stündigen Flug ruhten wir uns erstmal im Haus ihres Vaters aus. Indiana war im Gegensatz zu Kalifornien sehr sehr kalt, tagsüber waren es etwa -10 Grad, nachts bis zu -25 Grad. Während unserem Aufenthalt hat es auch geschneit. Am Tag nach unserer Ankunft fuhren meine Gastfamilie und ich nach Chicago, was ungefähr 4 Stunden von Indianapolis entfernt ist. Dort war es sogar noch kälter. Dennoch haben wir einen ereignisreichen, schönen Tag mit Sightseeing in der Stadt verbracht, sahen unter anderem die berühmte „Bean“ und aßen Chicago Deep Dish Pizza. Chicago ist meiner Meinung nach eine sehr schöne Stadt, die mich an New York erinnert. Da wir aber eigentlich in Indiana waren, um die Familie meiner Gastmutter zu besuchen, ging es nach einem Tag wieder zurück nach Indianapolis. Meine Gastmutter hat 8 Geschwister, von denen ich sieben kennengelernt habe. Vier von ihnen haben Kinder, alle im Alter meiner Gastgeschwister, also zwei bis elf. Die ganze Familie war sehr sehr nett, ich habe mich willkommen gefühlt und gut mit ihnen verstanden. Besonders die Kinder (die Cousins meiner Gastgeschwister) sind mir in der Woche, die ich in Indiana verbracht habe, sehr ans Herz gewachsen. Es ist komisch, darüber nachzudenken, dass ich sie vermutlich nie wieder sehen werde. In Indianapolis haben wir viel unternommen. Wir waren unter anderem in einer Indoor Trampolin Halle, in verschiedenen Museen und beim Cousin meiner Gastmutter, der auch eine Austauschschülerin aus Brasilien zu Gast hat. An Silvester sind wir alle zusammen zu einem Basketball Spiel der Indiana Pacers gegangen. Obwohl die Pacers verloren haben, war es ein sehr gutes Spiel und meiner Meinung nach auch spannender als American Football. Das Stadion war riesig und die Stimmung gut.


Während ich diesen Bericht schreibe, sitze ich gerade im Flugzeug zurück nach San Francisco. Die Zeit, die ich in Indiana verbracht habe, war unglaublich schön und entspannend, ich werde es vermissen, vor allem weil nächste Woche die Schule wieder anfängt. Ich bin hier mittlerweile wirklich zu Hause und sehr dankbar für all die Erfahrungen, die ich machen kann.

 

 

Franziska berichtet über ihr Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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