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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Stella in Oklahoma

"Ich bin unendlich froh, diesen Schritt gewagt zu haben"

Mein Name ist Stella, ich bin 15 Jahre alt und komme aus der Nähe von Frankfurt am Main. Ich hatte schon länger den Gedanken, vielleicht für ein Jahr ins Ausland zu gehen und vor zwei Jahren habe ich begonnen, mich intensiver damit zu beschäftigen. Die USA waren von Anfang an mein Favorit. Diesen Sommer war es dann endlich so weit und meine Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten konnte beginnen. Am 10. August bin ich aus Frankfurt los geflogen und durfte ein paar der schönsten Tage meines Lebens in New York verbringen. Ich habe im Soft Landing Camp viele andere Austauschschüler aus vielen europäischen Ländern kennengelernt und eine tolle Zeit mit ihnen verbracht. Die Seminare morgens waren sehr hilfreich und haben mich noch einmal gut auf die kommende Zeit vorbereitet. Insgesamt war das Camp fünf Tage lang und der perfekte Start in mein neues Abenteuer.



Dann ging es weiter zu meiner Gastfamilie nach Stillwater, einer Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern in Oklahoma. Ich war sehr aufgeregt und konnte es kaum erwarten, schon bald Teil einer amerikanischen Familie zu sein. Ich wurde sehr herzlich von meinen Gasteltern und meiner 17 Jahre alten Gastschwester begrüßt. Am nächsten Tag haben wir meine andere Gastschwester vom Flughafen abgeholt. Sie heißt Chihiro und ist aus Japan. Wir teilen uns ein Zimmer und das Badezimmer. Es ist sehr spannend für mich, nun mit zwei Schwestern zu leben und gemeinsam vieles zu unternehmen, da ich Einzelkind bin. Zugleich lerne ich auch noch die japanische Kultur kennen. Die ersten Tage waren etwas schwer für mich. Ich wusste nicht, was mich erwartet und das Gefühl des Heimwehs hat sich stark bemerkbar gemacht. Diese Situation war neu für mich, da ich vorher noch nie wirklich Heimweh hatte. Nun bin ich schon etwas länger als zwei Monate in den USA und die Zeit ist so schnell vergangen. In der Schule läuft alles sehr gut, ich habe schnell Anschluss gefunden und verstehe mittlerweile auch alles. Natürlich muss man sich zunächst an das schnelle Sprechen gewöhnen und am Anfang habe ich auch nicht alles verstanden. Teilweise habe ich auch Vokabeln nachschlagen müssen. Doch es geht so schnell, dass man die Lehrer, Schüler und Freunde besser versteht. Vor meinem Austauschjahr habe ich mir viele Gedanken wegen der Sprache gemacht, aber es ist wirklich kein Problem. Es hat auch schon etwas Zeit gebraucht, um richtige Freunde zu finden. Jetzt bin ich aber sehr glücklich und verbringe Zeit mit ihnen.



Meine High School ist 15 Minuten von meinem Zuhause entfernt und ich fahre mit dem gelben amerikanischen Schulbus dorthin. Die Schule ist mit 1.200 Schülern recht groß und es gibt ein großes Angebot an Fächern und Kursen. Ich habe auch einen Spind, genau wie man es aus Filmen über amerikanische Schulen kennt. Das Schulsystem ist hier etwas anders, man hat drei Monate lang jeden Tag dieselben Fächer. Wegen des Stundenplans hatte ich anfangs kleine Probleme, da ich nicht die Fächer gewählt hatte, die ich für meine deutsche Schule brauche. Doch auch das habe ich hinbekommen, da alle hier sehr hilfsbereit sind und dich gerne unterstützen. Ich habe Yearbook (eine Art Schülerzeitung), Chemie und Mathematik gewählt. Das mit dem Stundenplan ist anders als ich es aus Deutschland gewohnt bin, aber ich bin ja hier, um neue Dinge zu erfahren. Auf jeden Fall ist es besser als ich erwartet hatte, da viele in meiner Heimat meinten, der Unterricht in den High Schools sei eher langweilig und das Niveau viel niedriger. Es stimmt schon, dass das Niveau nicht ganz dem deutschen entspricht, aber es ist nicht so, wie es die meisten darstellen. Nachmittags habe ich Sport als weiteres Fach. Ich habe mich für Cross Country (Geländelauf) entschieden. Wir haben jeden Tag Training, manchmal sogar vor dem Unterricht, doch normalerweise findet es während der Schulzeit statt. Ich bin sehr froh, ein Teil des Teams zu sein und es macht viel Spaß. An fast jedem Wochenende haben wir Wettkämpfe, manchmal auch in anderen Staaten. Ich besuche auch oft die football games der Schulmannschaft, dann ist immer ordentlich Stimmung im Stadion und man trifft viele neue Leute. Meine Gasteltern sind sehr hilfsbereit und liebevoll. Sie unterstützen mich in allen Situationen und sind sehr interessiert. Wir essen abends meistens zusammen oder gehen in ein Restaurant. Regeln gibt es nicht wirklich viele. Ich putze mein Zimmer und das Bad regelmäßig, dabei wechsele ich mich mit meinen Schwestern ab. Alle helfen im Haushalt mit und wir unterstützen uns gegenseitig. Meine Gastmutter macht immer die Wäsche für uns. Elektronische Geräte müssen wir nach 22:00 Uhr zum Aufladen im Wohnzimmer lassen. Zu einer bestimmten Zeit müssen wir abends in unserem Zimmer sein. Grundsätzlich erlauben mir meine Gasteltern fast alles und fahren mich auch überall hin. Es gab auch schon mal kleinere Konflikte, doch das war kein Problem und ich habe daraus gelernt. Sonntags gehen wir in den Gottesdienst. Meine Familie ist religiös und ihnen ist die Kirche wichtig. Das ist auch eine neue Erfahrung, die sehr wertvoll für mich ist. Nach dem Gottesdienst gehen wir oft zusammen einkaufen und planen, was in der kommenden Woche ansteht. Gemeinsam waren wir auch schon in Oklahoma City, der Hauptstadt von Oklahoma. Das war ein toller Tagesausflug und wir hatten viel Spaß zusammen. Ein anderes tolles Event war ein Football Game der State University in meinem Ort. Football ist hier die Sportart Nr. 1.

 

 


Es gibt eigentlich gar nicht so große Unterschiede zwischen dem Leben in den USA und dem in Deutschland. Ich habe normalerweise viele Hausaufgaben, die ich auch immer am gleichen Tag noch erledigen muss, da man das Fach ja am nächsten Tag wieder hat. Manchmal habe ich Fußball- oder Tennistraining nach der Schule oder gehe zu Jugendgruppen. Unter der Woche ist deshalb meistens keine Zeit, Freunde zu treffen, doch wenn ich am Wochenende Zeit habe, machen wir was zusammen. Manchmal unternehme ich auch etwas mit meinen Gastschwestern zusammen. Kontakt zu meinen Eltern in Deutschland halte ich regelmäßig. Auch mit meinen deutschen Freunden schreibe ich gelegentlich, doch seltener als ich vorher dachte. Am Anfang hatte ich schon etwas Heimweh, doch das hat sich schnell gelegt und ich fühle mich jetzt sehr wohl hier. Es gibt immer mal wieder Phasen, in denen man sein Zuhause mehr vermisst, doch das ist ganz normal und auch gut so. Nach gut zwei Monaten kann ich nun sagen, dass es eine tolle Zeit ist, die ich nie vergessen werde. Man lernt so viel, wird reifer und selbstständiger. Ich verstehe mich gut mit all meinen neuen Familienmitgliedern und bin unendlich froh, diesen Schritt gewagt zu haben und so viel Neues erfahren zu dürfen. Lasst euch diese Möglichkeit nicht entgehen und macht eure eigenen Erfahrungen hoffentlich schon bald in eurem Auslandsjahr. ;)

 

Stella berichtet über ihre Erlebnisse in Oklahoma. Möchtest du deinen Auslandsaufenthalt auch in den USA verbringen? Wir Wir beraten dich gerne!

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