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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Moritz in Michigan

Die letzten Monate brechen an

Es fühlt sich an als würde jeder Monat nun noch schneller vergehen als der zuvor. Ich habe nur mehr zwei Monate Schule hier in Amerika. In diesem Blog möchte ich über die zwei letzten Monate und abschließend noch kurz über die derzeitige (politische) Lage in Amerika berichten. Für mich hat der Februar damit begonnen, dass ich eine Woche krank im Bett lag. Ich verpasste jedoch in der Schule nicht sehr viel, da fast ein Drittel der Schüler in dieser Woche krank waren, und deshalb nicht so viel gemacht wurde. Mein Gastbruder meinte, dass das hier in Michigan fast jedes Jahr passiert, weil es so kalt ist. Am darauffolgenden Wochenende hatten mein Gastbruder und ich eine Superbowl Party, wo ich zwei deutsche Austauschschüler aus einer anderen Schule einlud und kennenlernte.

Danach kam das Snoball (Homecoming/Schulball im Frühling) Wochenende. Bevor ich auf den Ball ging, trafen sich alle Freunde und Freundinnen, wir aßen gemeinsam und machten Fotos. Am Ball hatten wir einen DJ der die Musik spielte, alle tanzten und wir machten sehr viele Fotos.Weiters spielte die ganze „Marchingband“ - ich auf der Bass Drum - bei einem “Orange-Out-Game” - dem größten Basketballspiel des Jahres - einige Lieder. Alle Zuschauer trugen orange Kleidung, Perücken und Fahnen. Meiner Meinung nach sind Basketballspiele und andere Sportevents die beste Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen, zu reden und die Schule zu unterstützen. Bei solchen Veranstaltungen herrscht jedes Mal eine unglaubliche Stimmung und alle sind extrem gut aufgelegt.


Dann wurde das “Musical Practice” immer wichtiger, wir probten täglich nach der Schule bis abends. Gestartet hat das schon nach den Weihnachtsferien, dass wir den Text des Skriptums übten und wann wir von welcher Seite auf die Bühne gehen müssen. Der Name des Musicals ist Oklahoma und ich spielte einen persischen Verkaufsmann namens Ali Hakim (Nebenrolle). Oklahoma ist jetzt ein Bundesstaat der USA. In dem Musical dreht es sich um eine Liebesgeschichte, die am Anfang des 19. Jahrhunderts spielt.

Am 4. März hatten wir unser monatliches Treffen mit allen Austauschschülern aus der Umgebung, wobei jeder ein für sein Land typisches Gericht zubereitete. Ich backte eine Sachertorte und einen Osterkranz und nachdem wir alle gegessen hatten, sprachen wir darüber, was jeder von uns noch alles machen will, bevor wir wieder in unsere Heimat zurückfliegen werden. An diesem Tag wurde mir dann erst richtig klar, was ich eigentlich schon alles erlebt habe aber auch, dass ich nur mehr drei Monate übrig habe, die Dinge zu machen, die ich noch unbedingt erleben möchte.

Am Mittwoch dem 8. März hatten wir dann unsere erste Musical Vorstellung für alle Eltern der Schüler, die mitspielten. Ich war extrem aufgeregt, dass ich meinen Text vergessen könnte oder einfach nicht mehr weiß, was ich machen soll, aber letztendlich lief alles wie am Schnürchen. Nach der Vorstellung kamen sehr viele Leute zu mir und sagten mir, dass ich das Highlight der Show war und das hat mich extrem gefreut. Am Donnerstag und Freitag war alles dann noch besser und ich hatte sehr viel Spaß, auf der Bühne zu stehen und das Publikum zum Lachen zu bringen. Am Samstag hatten wir dann eine “Saturday Night Live” Vorstellung, wo wir noch mehr lustige Sachen einbauten. Das war dann unsere “Final Night” und alle waren sehr traurig, dass es vorüber war und ich hätte auch noch gerne weiter gemacht.

Außerdem war ich am Freitag der Vorstellung mit meiner Bandklasse bei einem Band-Festival, bei dem Bands von verschieden Schulen zusammenkamen und dann von einem Band-Richter beurteilt wurden. Wir spielten drei Songs, ich spielte das Becken und die Triangel. Als Gesamtbewertung bekamen wir eine Eins, das ist die beste Bewertung, die man bekommen kann. Am darauffolgenden Montag startete dann das Leichtathletik Training und ich begann, Stabhochsprung und Sprinten zu üben. Letzte Woche hatte ich dann meinen ersten Wettkampf und es ist natürlich etwas völlig anderes als Musical, aber es macht mir auch extrem viel Spaß.

Abschließend möchte ich noch allen etwas sagen, die gerade überlegen, ein Auslandsjahr zu machen und von der ganzen politischen Sache momentan eingeschüchtert sind. Ich weiß natürlich nicht, wie es in einem Jahr ausschauen wird, aber derzeit muss man als Austauschschüler keinerlei Angst haben, und ich persönlich bereue keine Minute, die ich hier in Amerika gelebt habe und ich würde es sofort wieder machen. Wer jetzt immer Präsident ist, es wird vermutlich nichts an deinem Auslandsjahr ändern.



Moritz berichtet über sein Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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