Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jowita in Texas

Mein erstes amerikanisches Weihnachtsfest

Der Monat, vor dem sie einen am meisten warnen, ist vergangen. Ich kann verstehen, warum man im Dezember Heimweh bekommt, doch mir ist das zum Glück nicht passiert. Ich hatte genug liebende Menschen um mich, sodass ich mein erstes amerikanisches Weihnachten voll und ganz genießen konnte.

Angefangen hat alles mit der riesengroßen Vorweihnachtsstimmung und kaum Stress (wie manch einer vielleicht gewöhnt ist). In der Schule wurden Weihnachtsmützen getragen, typische kitschige Weihnachtspullover wurden ausgepackt und Rucksäcke wurden mit Lichterketten geschmückt. Die Schule war ein echt schöner Anblick! Natürlich wurden die Häuser auch geschmückt. Es war ein ganzer Tag Arbeit die ganzen Lichter an unserem Haus anzubringen, doch die Arbeit war es definitiv wert! Unsere Nachbarschaft hat in Lichtern erstrahlt.

Passend zur Weihnachtsstimmung überall hatten mein Schulchor und ich am sechsten Dezember ein Weihnachtskonzert. Es sind sehr viele Leute gekommen und ich habe sogar ein Solo bekommen! Es hat echt viel Spaß gemacht und meine Freunde haben mich mit Blumen und Schokolade überrascht.

Eine Sache, die jedoch gar nicht gepasst hat, ist das Wetter. Meine Freunde aus Deutschland haben mir Bilder vom Schnee geschickt und wir hatten hier teilweise Temperaturen, die in Deutschland im Sommer vorkommen. Am zweiten Weihnachtstag waren es 27 Grad! So etwas muss man auch mal erlebt haben.
Dennoch kann man die Schule nicht vergessen, besonders nicht in diesem Monat, denn das waren die letzten Wochen im ersten Halbjahr. Am Ende eines jeden Halbjahres müssen alle Schüler in allen Fächern, die sie haben, einen Test schreiben, der 1,5 Stunden lang ist und den Stoff des ganzen Schuljahres deckt. Davor hatte ich um ehrlich zu sein schon etwas Angst, aber im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass eh fast alles Multiple-Choice war!

Die Wrestling Season ist gerade auch voll im Gange. Wir haben jeden Samstag den ganzen Tag Wettkämpfe. Teilweise sind die Wettkämpfe auch an Freitagen (in so einem Fall werden wir von der Schule befreit). Unter der Woche gibt es dann meist ein Meet, an dem jeder Wrestler nur ein Mal wrestled. An Wettkampftagen müssen wir um 5.30 Uhr morgens an der Schule sein, was wirklich lästig und anstrengend ist, doch im Endeffekt macht es echt Spaß und es ist ein echt cooles Gefühl, wenn man den Gegner pinnt und gewinnt!



Meine Freunde und ich haben uns am Anfang der Ferien alle getroffen und unsere Geschenke ausgetauscht, das war echt ein guter Anfang der Weihnachtsferien! Kurz vor Weihnachten sind meine Gastfamilie und ich in eine andere Nachbarschaft gefahren, in welcher sehr viele Weihnachtslichter waren. Diese Nachbarschaft zieht jedes Jahr echt viele Besucher an und ich verstehe warum: Die Häuser hatten unglaublich viele Lichter und teilweise war das Blinken der Lichter an eine Radiostation angepasst und die Lichter haben im Takt der Musik geblinkt. Man musste dann einfach nur auf die passende Radiostation schalten und man konnte vom Auto aus die tollen Lichter betrachten.

Dann war es endlich soweit! Weihnachten stand vor der Tür! Es war ganz anders als in Deutschland: Am 24. haben wir ein etwas schickeres Essen gehabt aber nichts wirklich besonderes. Am Abend haben wir Milch und Kekse rausgestellt, damit Santa Clause etwas Stärkung hat für seine lange Reise. Am Weihnachtsmorgen wurden wir alle von den jüngsten Familienmitgliedern um 6 Uhr (!) morgens geweckt. Wir durften die Treppen nicht runter bis die Eltern uns gerufen haben. Santa Clause kam über Nacht und hat unsere Socken gefüllt und weitere Geschenke dagelassen. Es wurde dem Alter nach aufgemacht, von jung zu alt. Die Bescherung hat ganze zwei Stunden gedauert. Später haben wir uns für die Kirche fertig gemacht, sind für eine Stunde in die Kirche und dann wieder nach Hause. Die ganze Familie ist gekommen und wir hatten ein volles Haus! Dann gab es ein großes Weihnachtsessen und gemeinsame Spiele, zum Abschluss wurde dann aus der Bibel gelesen und der Sinn von Weihnachten erklärt. Den zweiten Weihnachtstag (26.12.) feiern die Amerikaner gar nicht. Das hat mich echt verwundert. An manchen Orten feiern sie den Boxing Day (26.12.) aber wir eigentlich nicht. Wir haben an diesem Tag einfach nur geruht und die Zeit als Familie genossen.

Am 27.12. ging es dann ans Meer für 2 Tage! Das muss man sich mal vorstellen: In der theoretisch kältesten Zeit des Jahres war ich im Golf von Mexiko schwimmen! Das war echt cool. Die Familie einer guten Freundin von mir hat ein Beach House direkt am Meer. Das Meer ist nur 1,5 Stunden weg von dem Ort, wo ich wohne, von daher kann man mal einen Ausflug dahin machen. Es war richtig schön und die Wassertemperatur war wirklich ertragbar. Wir hatten eine Menge Spaß!



Dann sind auch schon die letzten Tage des Jahres vorbeigewesen und es war Silvester. Meine Pläne, was Silvester anging, haben sich echt oft geändert, doch letztendlich bin ich auf einen Dance von der Kirche gegangen. Da waren lauter Jugendliche von 14 bis 18 Jahren da und es hat echt Spaß gemacht. Wir haben getanzt, gegessen, gesungen,... Um Mitternacht sind dann ganz viele Luftballons und Glitter von der Decke gefallen. Um Halb Eins in der Nacht gab es „Frühstück“ -  Pancakes. Also ein richtig guter Start ins neue Jahr. Ich bin gespannt, was dieses Jahr für Überraschungen bereithält! An diesem Punkt verabschiede ich mich und wünsche Allen ein Frohes Neues Jahr!

Jowita berichtet über ihr Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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