Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jowita in Texas

Meine Reise ins Land der Träume

Ich habe meine Reise nach Amerika am 13.8.2016 angetreten, ich war super aufgeregt. Alles war vorbereitet, doch man hat immer noch etwas dazugetan in den Koffer. Am Flughafen angekommen ist alles gut verlaufen und dann kam der Abschied. Ich habe geweint, auch wenn ich mir vorgenommen habe, nicht zu weinen. Die Familie für 10 Monate loszulassen? Dieser Gedanke ist schon überwältigend. Doch mit anderen Jugendlichen, die ich vorher schon kennengelernt habe, sind wir dann ins Flugzeug. Ich konnte wirklich nicht realisieren, was gerade passiert. Teilweise kann ich es bis heute nicht – ich bin in Amerika!! Der Flug ging schnell vorüber und schon waren wir in der Millionenstadt New York. Die Seminare waren gut und die Nachmittage noch besser. Wir konnten shoppen gehen, haben Stadtrundfahrten gemacht, haben so viel gesehen in den 5 Tagen! Am besten hat mir die Upper Manhatten Tour gefallen. In der Freizeit haben wir versucht so viel wie möglich zu shoppen – natürlich war ein Victoria’s Secret Besuch dabei.

Die Zeit in NY mit den vielen Jugendlichen aus so vielen verschiedenen Ländern ging super schnell vorbei. Schon war es Mittwoch, der 17.8.2016 und ich habe mich am Flughafen wiedergefunden. Ich hatte kein Heimweh die ganze Zeit, doch als ich im Flugzeug war und gewartet habe, dass wir starten, wurde mir mulmig zu Mute. Ich habe mich gefragt, was ich für eine verrückte Sache mache, doch dann ist mir eingefallen warum und mir ging’s besser. Mit meiner Familie habe ich mich von der ersten Sekunde an super verstanden, meine Gastgeschwister haben mich sofort angesprungen und umarmt. Die waren die nächsten Tage noch richtig aufgedreht. Ich habe 4 Geschwister - Porter (12), Elias (9), Violet (7) und Juliet (5). Das mag vielleicht nach viel aussehen, aber wir harmonieren alle total und haben immer viel Spaß miteinander – auch wenn sie manchmal echt nerven können, aber das ist zum Glück nur selten der Fall.

Direkt am nächsten Tag hat mich meine Koordinatorin Karissa mit zur Schule genommen. Ich war wirklich überwältigt. Meine Schule sieht aus wie in High School Musical! Typisch amerikanisch eben. Dort haben wir meinen Stundenplan zusammengestellt. Ich habe dieses Jahr Precalculus Pre-AP, Health, French 3 Pre-AP, Anatomy/Physiology, Choir, English 3 AP und Wrestling. Meine Gastmama hat erstmal richtig lachen müssen als sie gehört hat, dass ich Wrestling machen möchte, weil sie wusste, dass ich in Deutschland so Sportarten wie schwimmen und tanzen gemacht habe, also das komplette Gegenteil. Doch ich bin hier um Neues zu entdecken und in Deutschland habe ich nicht die Möglichkeit Wrestling zu machen, also habe ich hier die Chance genutzt. Und ich liebe es! Ich hätte mir keinen besseren Sport aussuchen können. Doch es ist echt anstrengend, aber es lohnt sich. Meine Gastfamilie sind Mormonen, eine Religion mit der ich in Deutschland nichts am Hut hatte. Doch ich bin wirklich positiv überrascht gewesen. Die Kirche ist ganz anders als in Deutschland dargestellt wird. Gleich am dritten Tag gab es einen Dance von der Kirche aus. Dort sind die ganzen Jugendlichen hin und haben getanzt und sich amüsiert. So habe ich die Jugend aus meiner Gemeinde kennengelernt. Am nächsten Tag gab es den ersten Gottesdienst, den ich mit meiner Familie besucht habe. Der Gottesdienst geht 3 Stunden lang, doch es ist genug Abwechslung, sodass es nicht langweilig wird und die 3h schnell vergehen. Dann kam der erste Schultag. Ich musste wirklich früh aufstehen (um 5 Uhr), was für mich eine total neue Erfahrung ist, denn in Deutschland musste ich um 7.15 aufstehen, um um 8 Uhr in der Schule zu sein. Hier kommt mein Bus jeden Morgen um 6.10 Uhr. Ich fahre mit einem typischen gelben Schulbus. Ich habe mich gefühlt, wie in einem Film!

Zum Glück war ich schon in der Schule und so konnte ich mich gut zurechtfinden am ersten Tag. Das Motto des Tages war „Ansprechen!!“ Ich kann es wirklich jedem empfehlen einfach mutig zu sein. Es gibt so viele wundervolle Menschen und nur wenn man sie anspricht hat man die Chance sie kennenzulernen. Klar ist der erste Tag hart, doch er lief viel besser als erwaret. Und jeder Tag danach wurde besser und besser. Jetzt habe ich schon meine ersten 6 Wochen hinter mir und kann es kaum glauben wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe an den Nachmittagen, Abenden und Wochenenden viele Sachen mit meinen Freunden unternommen, wie z.B. einen Kinobesuch, einen Wer-Isst-Die-Meisten-Corndogs-Wettbewerb, einen Sleepover mit einem Cupcake-Back-Wettbewerb, einen Besuch in einer Bowling-Anlage... Auch war ich auf einem Geburtstag auf dem wir Marshmallow War gespielt haben. Wir haben uns einfach alle mit Marshmallows abgeschossen! So etwas habe ich noch nie gemacht, aber es ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Im Laufe der 2.Woche wurden die Yearbook pictures geschossen und jeder war aufgeregt, denn dieses Foto wird einen den Rest des Schuljahres/Lebens verfolgen. Meins ist zum Glück wirklich gut geworden und eine meiner Freundinnen meinte so: „Wie kann es sein, dass ich mich seit 11 Jahren abmühe ein gutes Bild zu bekommen und immer noch nicht zufrieden bin und dann kommst du, machst ein Bild und es ist gut!“ Dieses Bild ist auch auf unsere IDs gekommmen, die wir jeden Tag tragen müssen, um zu zeigen, dass wir Mitglieder dieser Schule sind. Direkt am Freitag der 2. Schulwoche hatte ich Geburtstag. Ich hatte richtig Angst und wünschte mir, ich hätte irgendwann im April Geburtstag oder so. Denn was wäre, wenn ich meinen Geburtstag alleine feiern müsste und in der Schule sich niemand darum kümmern würde. Doch zum Glück waren meine Bedenken unbegründet. Ich hatte schon Freunde bis dahin und die haben an meinen Geburtstag gedacht und sogar kleine Geschenke gebracht! So kam es, dass ich ein T-Shirt, Ballons, Briefe und Süßigkeiten bekommen habe. Mit meiner Gastfamilie sind wir alle zusammen essen gegangen. Vor 3 Wochen war ich das erste Mal in der Community of Faith. Das ist eine Kirche, die christlich ist, also nicht spezifisch katholisch oder evangelisch. Bailey (eine Freundin) hat mich und Kristie aufgefordert mal mitzukommen zu dem Gottesdienst am Mittwochabend. Es hat sich herausgestellt, dass das ein Gottesdienst für Jugendliche ist und sehr viele Leute aus meiner Schule dort hingehen. Nach dem Gottesdienst bleiben wir meistens und spielen dort noch Basketball oder Volleyball. So kommt es, dass ich in 2 verschiedene Kirchen gehe und beide sehr mag. Vor 3 Wochen war es dann so weit: Ich habe mein erstes Football Game besucht! Ich habe davor noch nie ein Game gesehen und hatte auch keine Ahnung wie so ein Spiel funktioniert. Ich bin gespannt hingegangen und habe natürlich ein Spirit-Shirt angezogen in den Farben meiner Schule (maroon and white). Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und jeder sollte mal ein Football Game seiner Schule gesehen haben. Es ist so eine Einigkeit und Stimmung vorhanden, dass ich teilweise gar nicht wusste wie mir geschieht, als ich aufgesprungen bin von den Sitzen, wenn wir einen Touch Down erzielt haben. Da ich aber keine Ahnung hatte, wie Football funktioniert, hat mir Miguel (ein Football Spieler, der bei mir in French 3 ist) angeboten, mit ihm zu einem Junior Varsity Game zu gehen. Generell gibt es bei uns in den Sportarten immer die Unterteilungen Junior Varsity (JV) und Varsity. Varsity ist das bessere Team, das, wo man unbedingt hineinmöchte, denn dort gibt es die Wettkämpfe, wo man bis zu district und state gelangen kann. JV ist stattdessen die leichte Gruppe, also quasi ein Niveau untendrunter. Also bin ich mit Miguel zu dem JV Spiel hingegangen und jetzt kann ich jedem ganz genau erklären, wie Football funktioniert!:D Letzte Woche gab es bei uns die Waller County Fair. Das ist ein Mischung aus Rummelplatz, Rodeo und Dancefloor mit Countrymusikern. Ich bin am Samstagabend hingegangen mit einer Gruppe von Freunden und wir hatten richtig viel Spaß! Das war das erste Rodeo, das ich jemals gesehen habe. Generell muss ich sagen, dass mir meine Zeit bis jetzt super gefallen hat und ich mich auf die nächsten Monate schon richtig freue! Jetzt kommt Halloween, worauf ich echt gespannt bin, wie es hier so abläuft.

 

Jowita berichtet über ihr Auslandsjahr in den USA. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in den USA? Wir beraten dich gerne!

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