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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Nantke in Spanien

Viele, viele letzte Male

Es ist schon schräg. Vor 10 Monaten stieg ich im verregneten Hamburg ins Flugzeug und landete wenig später im sonnenüberfluteten Madrid. Gestern früh setzte ich mich wieder in den Flieger in Jerez, bei schönstem Sonnenschein, und als ich einige Stunden später den Hamburger Flughafen verließ, regnete es dort in vollen Strömen. Als wären zwischen diesen beiden Reisen bloß einige Minuten vergangen. Und in gewisser Weise fühlt es sich auch so an. Der letzte Monat meines Schüleraustauschs verging unglaublich schnell. Ich würde lügen, wenn ich behauptet hätte, dass ich während des Flugs nicht geweint hätte, als ich mir das Büchlein durchlies, in denen meine Freunde, die ich in Cádiz gefunden hatte, liebe Texte und Botschaften für mich verfasst hatten.

Mein Austauschjahr ist nicht perfekt, sondern eher etwas kompliziert. Ich hatte mehrmals Gastfamilie wechseln müssen und hatte Pech mit meiner Klasse. Aber wenn man mich fragen würde, ob ich dieses Austauschjahr nochmal machen würde, selbst wenn ich genau wüsste, wie es werden würde, dann würde ich trotzdem ohne zu zögern „ja“ antworten.

Die Erfahrungen, die ich in diesen 10 Monaten gesammelt und die Freundschaften, die ich dabei gesammelt habe, werden mich mein Leben lang begleiten. Dadurch, dass mir immer bewusst war, dass mein Aufenthalt in Cádiz zeitlich begrenzt war, erschien mir all dies umso intensiver. Es kam mir vor, als würde ich meine Freunde von dort schon mein ganzes Leben lang kennen und als wäre jeder Moment einzigartig. Ich hoffe, dass mir dieses Gefühl auch in Deutschland noch lange bleiben wird.

Der Abschied von Cádiz war schwer. Ich hatte im letzten Monat nochmal so richtig Gas gegeben, war jeden Tag nach der Schule an den Strand gegangen, ging viel surfen, in die Altstadt, hatte fast alle Dinge abgehakt, die ich vor meiner Rückkehr noch machen wollte. Doch trotzdem war ich noch nicht so ganz bereit dafür, tschüss zu sagen. In der drittletzten Woche machte ich meinen letzten Tagesausflug und fuhr mit einigen Freundinnen nach Tarifa, wo das Mittelmeer auf den Atlantik trifft. In der zweitletzten Woche schrieben wir unsere letzten Prüfungen in der Schule. Eine Woche vor meinem Flug machten wir unser letztes Picknick mit den anderen Austauschschülern, eine Tradition, die ich sehr vermissen werde. Meine letzten Tapas. Die letzte Pizza in unserem Lieblingsrestaurant. Der letzte café con leche. Das letzte Mal Schwimmen im Atlantik.

Am Freitag vor dem Rückflug frühstückte ich Churros mit zwei Schulfreunden, einem Italiener und einer Spanierin, woraufhin wir zur Schule schlenderten, um unsere Zeugnisse abzuholen, die glücklicherweise gar nicht mal so schlecht ausgefallen waren. Den restlichen Tag verbrachte ich mit meinen engsten Freunden von dort in einem Café.

Und dann, als ich spät abends in den Bus stieg, um das letzte Mal nachhause zu fahren, winkten sie mir hinterher, bis ich sie aus den Augen verloren hatte.

No es un adiós, es un hasta luego.



Nantke berichtet über ihr Auslandsjahr in Spanien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Spanien? Wir beraten dich gerne!

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