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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Nantke in Spanien

3 Könige, 2 Abschiede und ein Haufen Churros

Auf den Kalender zu schauen und dort schon den Monat Januar lesen zu können ist ein merkwürdiges und schwer zu beschreibendes Gefühl. Rückblickend fühlen sich die letzten fünf Monate, die ich hier in Spanien verbracht habe, an wie ein Wimpernschlag. Ich schließe meine Augen im verregneten Norddeutschland und öffne sie eine Sekunde später im warmen Andalusien, so sonnengebräunt wie noch nie zuvor, halbfließend in der kastilischen Sprache und mit einem zum Bersten gefüllten Fotospeicher auf dem Telefon. Die Zeit fliegt nicht nur, sie düst.

Umso erleichterter war ich also, als sich der Januar eher gemächlich vor sich hinzog.  Anfang des Monats waren noch Winterferien und fast jeden Tag ging es nach Cádiz, entweder zum Surfen oder um dort mit Freunden in einem schnuckeligen Café zu schnacken und warmen Kakao zu genießen.

Am 6. Januar, dem Heiligendreikönigstag, wurde ich schon sehr früh von meinen zwei Gastbrüderchen geweckt. Die zwei waren ganz aufgeregt, denn nun sollten erneut Geschenke ausgeteilt und danach der sogenannte „roscón de los Reyes“ (der Dreikönigskuchen) gefrühstückt werden. Etwas später machten wir uns dann auf zur Hauptstraße, wo ein großer Umzug zu Ehren der heiligen drei Könige stattfinden würde. So ein Umzug – genannt cabalgata – findet in Spanien jährlich am 6. Januar in jedem noch so kleinen Städtchen oder Dorf statt und wird schon Monate im Voraus geplant. Besonders die Kinder begeistern sich immer sehr für dieses Ereignis, denn von den festlich geschmückten Umzugswägen der drei Könige werden tonnenweise Bonbons und andere Süßigkeiten in die ausgestreckten Arme der Kleinen geworfen. Der Zahnarzt wird sich wohl gefreut haben.

Einige Tage später ereilte mich eine bittersüße, allerdings nicht unerwartete, Mitteilung. Der Spanienaufenthalt einer guten Freundin von mir, die ich während des Sprachkurses in Madrid kennengelernt hatte, neigte sich nun langsam dem Ende zu und sie würde innerhalb der nächsten Woche nach Brasilien zurückkehren. So begaben ein weiterer Freund des Madridkurses, der ebenfalls in Cádiz wohnte, und ich uns am Wochenende kurzerhand für einige Stunden nach Sevilla, um uns dort von unserer Freundin verabschieden zu können und vor ihrer Rückkehr noch ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen.

Verabschiedungen erscheinen mir eine recht komische Sache. Besonders die der anderen Austauschschüler, denn obwohl man, trotz der kurzen Zeit, eine enge Freundschaft hat knüpfen können, besteht letztendlich keinerlei Gewissheit, dass man sich – außerhalb eines Computer- oder Smartphonebildschirms – je wiedersehen wird.

Ende des Monats ging es für mich auf eine weitere Reise, nämlich zurück nach Madrid; diesmal allerdings bloß für drei Tage.  Am Freitag flog ich von Jerez aus los, um über das Wochenende eine italienische Freundin – ebenfalls vom Austausch her – in der Hauptstadt zu besuchen. Den Samstag verbrachten wir damit, durch einige der Viertel, dabei besonders erwähnenswert Lavapiés und Malasaña, zu spazieren und authentische Madrider Churros zu essen. Am darauf folgenden Tag feierten wir den Geburtstag der Italienerin im „Salón des Fleurs“, mit einer Tasse heißen Kakaos und Kuchen.

Während meines Besuchs in Madrid lernte ich auch einen Großteil der anderen Austauschschüler dort kennen und wäre am liebsten noch länger geblieben, doch die Zeit drängte mal wieder. Ich musste mich also ein weiteres Mal von einer Freundin verabschieden und schon ging es für mich wieder zurück in den Süden, wo ich ein paar Stunden später dann erschöpft vom vielen Reisen, aber aus dem gleichen Grund auch glückselig, ins weiche Bett fiel.

Ich freue mich schon auf viele weitere, abenteuergefüllte Monate. İVamos! Los geht´s!

Nantke berichtet über ihr Auslandsjahr in Spanien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Spanien? Wir beraten dich gerne!

 

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