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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Janne in Andalusien

„Semana Santa“ in Andalusien: Das Osterfest mal ein bisschen anders

Bevor die lang ersehnten Osterferien angefangen haben, ging es im April gleich weiter mit den Feiern. Eine gute Freundin von mir aus Norwegen hatte Geburtstag und ihre Gastschwester hat ihr eine große Überraschungsfeier im „campo“ organisiert. Hier in Andalusien ist es  typisch, dass die Leute neben ihrem Haus oder ihrer Wohnung im Ort, ein kleines Haus außerhalb der Stadt besitzen. Dort fahren sie dann häufig über das Wochenende hin, um die freien Tage genießen zu können.

 

Etwas ganz besonderes war für mich dann aber das spanische Osterfest, die „Semana Santa“. Die Spanier feiern das Osterfest  ganz anders als wir in Ostwestfalen. Im Gegensatz zum Ostergottesdienst, Ostereier, Osterhasen und dem Osterfeuer gibt es hier Prozessionen in den Straßen der Städte und Dörfer. Da die spanische Kultur sehr katholisch geprägt ist, spielen die so genannten „Virgenes“ (Nachbildungen der Jungfrau Maria, die als Schutzpatronin der Dörfer dienen und von ihren Bewohnern verehrt werden) eine große Rolle. Gemeinsam mit Jesusfiguren, die an dem jeweiligen Tag der Osterwoche die passende Szene der Kreuzigungsgeschichte nachstellen, werden sie von Männern und Frauen durch die Straßen getragen. Begleitet werden sie dabei von Blaskapellen, die für die „Semana Santa“ typische Musik spielen und von Kindern und Jugendlichen mit langen Gewändern und in die Luft nach oben ragenden, spitzen Kopfbedeckungen bekleidet sind. Dies wirkte anfangs auf mich  ein wenig verschreckend, aber letztendlich habe ich mich daran gewöhnt und sogar unter den Kapuzen einige Klassenkameraden erkannt.



 

Natürlich habe ich mir nicht die ganzen Ferien die Prozessionen angesehen. Ich habe die freie Zeit auch genutzt, um unter anderem wieder einmal einen Ausflug nach Sevilla zu machen und an den Strand zu gehen.




Die letzen beiden Tage der einwöchigen Ferien hat mich eine Freundin aus Deutschland besucht. Ich habe sie in einem Vorbereitungsseminar für das Austauschjahr in Mannheim kennen gelernt  und bin mit ihr im letzten September nach Spanien geflogen. Sie hat allerdings nur drei Monate in Spanien verbracht, bevor sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. In den Osterferien hatte sie dann spontan beschlossen, ihre Freunde in  Spanien zu besuchen und so haben wir einen schönen Nachmittag in Huelva verbracht.

Ein Tag später war mein 17. Geburtstag. Meine Gastschwester und meine Gastmutter haben eine tolle Überraschungsparty organisiert und ich konnte mit all meinen Freunden zusammen  feiern. 



Nach den Osterferien ging es dann wieder mit dem Alltag weiter und somit auch wieder mit meinen Hobbys, die ich hier in Spanien begonnen habe. Die ersten drei Monate meines Auslandsjahres habe ich mich ja, mehr oder weniger erfolgreich, mit dem Tennis spielen versucht. Danach hatte ich aber Lust, etwas Neues auszuprobieren und habe mich deshalb bei Tanzklassen für die typisch spanischen "Sevillanas" angemeldet. Dabei ist es relativ schwierig, die unterschiedlichen Bewegungen der Hände und Füße zu koordinieren. Dennoch  merke ich, dass es nach unzähligen, unbeholfenen Versuchen und vielen Tanzstunden, mittlerweile sogar schon echt ganz gut klappt. Natürlich bei weitem nicht so gut wie die Spanier, aber ich würde sagen für einen „guiri“, wie Ausländer in Spanien gerne genannt werden, schlage ich mich doch nach und nach immer besser. Außerdem ist es gut, für die kurz bevorstehenden Volksfeste, die „Romeria“ und den „Rocio“, vorbereitet zu sein. Beides sind Feste zu ehren einer „Virgen“. Die „Romeria“ findet in meinem Dorf statt und der „Rocio“ ganz in der Nähe bei einer, in ganz Spanien bekannten Kirche, die in einem Dorf, umgeben eines großen Nationalparks, steht.

Da im Mai neben diesen beiden Höhepunkten meines Auslandsjahres, das sich mittlerweile leider schon etwas dem Ende zuneigt, auch noch die lang ersehnte Portugalreise mit meiner spanischen Austauschorganisation anstehen, freue ich mich schon sehr auf meinen vorletzten Monat in Andalusien.

HASTA LUEGO!

Janne