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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Janne in Andalusien

Hola!

 

Ich heiße Janne, bin 16 Jahre alt und komme aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Hannover. Dieses Schuljahr verbringe ich in Moguer, einem Dorf im Süden Andalusiens. Es ist ungefähr zwanzig Minuten mit dem Auto von Huelva, der nächsten größeren Stadt, entfernt.

 

Gerade haben wir Januar und ich wohne schon etwas mehr als vier Monate in meiner Gastfamilie. Sie besteht aus meinen Gasteltern, meiner Gastschwester aus Dänemark und vier kleinen Hunden. Ich verstehe mich super mit meiner Familie, habe mich mittlerweile schon sehr gut eingelebt und mich auch an das spanische Alltagsleben inklusive der, in ganz Spanien obligatorischen, „Siesta“ gewöhnt.

  

Im letzten September bin ich nur mit einfachem Basiswissen aus dem Spanischunterricht in der Schule hier angekommen und wurde direkt, ohne das Sprachcamp, ins kalte Wasser geworfen. Ich musste leider feststellen, dass ich mit einem Jahr Spanischerfahrung aus der Schule, in Spanien angekommen, nicht wirklich weit gekommen bin. Das ist aber alles kein Problem. Man lernt, täglich in der Schule, in der Familie und im Alltag Spanisch sprechend, sehr schnell. Das einzige das man dabei nicht haben darf, ist die Angst vor dem Sprechen und davor, Fehler zu machen. Es ist besser, es einfach zu versuchen und dabei vielleicht hundert Grammatikfehler zu machen als erst immer lange darüber nachzudenken was man sagen will um auch ja keinen Fehler zu machen. Die Leute in Spanien sind sehr freundlich, offen und helfen wenn man mit seinen Sprachkenntnissen nicht weiterkommt. Mittlerweile läuft es mit dem Spanischen bei mir schon ganz gut. Es ist bei weitem noch nicht perfekt und im Unterricht ist es für mich noch immer schwer mitzukommen aber im Vergleich zum Anfang habe ich mich schon deutlich verbessert. Sowohl im Verstehen als auch im eigentlichen Sprechen. Selbst mit meiner dänischen Gastschwester spreche ich nun schon Spanisch!

 

Wenn man an Spanien denkt, denkt vermutlich jeder an den nicht endenden Sommer und perfektes Strandwetter im ganzen Jahr. Da muss ich euch leider ein wenig enttäuschen… Natürlich, im Sommer wird es in Andalusien richtig warm und man kann normalerweise im Oktober noch gut an den Strand gehen. Aber trotzdem darf man den, wenn auch, besonders im Vergleich zu Deutschland, sehr kurzen Winter nicht unterschätzen. Es wird auch hier (Afrika ist nicht weit entfernt) im Januar richtig kalt. Das Problem ist, dass die Häuser in Andalusien für die Hitze, die den Großteil des Jahres vorherrscht, gebaut sind und dass es in viele Häusern keine Heizung gibt. Dadurch ist es drinnen oft ziemlich kalt.

 

Dann begann die Weihnachtszeit und das war schon ziemlich aufregend. Ich habe mit meiner Gastmutter, die ursprünglich aus Madrid kommt, und meiner Gastschwester ein verlängertes Wochenende in der Hauptstadt Spaniens verbracht. Ich war das erste Mal in Madrid und es war eine großartige Zeit. Ich habe nicht nur Madrid, mit seinem „Plaza Mayor“, der weltbekannten „Puerta de sol“ und der wunderschönen Weihnachtsbeleuchtung besucht sondern auch die Familie meiner Gastmutter, die noch immer in Madrid wohnt, kennen gelernt.


Die Weihnachtsfeiertage habe ich dann ruhig mit meiner Gastfamilie in Moguer verbracht. Wir haben zusammen mit einem Freund der Familie gegessen und ich habe so viele Garnelen gepult wie noch nie zuvor in meinem Leben. Mit den Geschenken musste aber noch gewartet werden, da die in Spanien erst am Morgen des 6. Januars, dem Tag der Heiligen Drei Könige geöffnet werden. Dann finden, auch in jedem noch so kleinen Dorf, die so genannten „Cabalgatas“ statt. Umzüge mit großen Wagen, wie es sie bei uns vielleicht an Karneval gibt, von denen Süßigkeiten und Geschenke in die Menschenmenge geworfen werden.

 

Da es in Spanien, wie in Deutschland auch, zwei Wochen Weihnachtsferien gibt, hatte ich endlich genug Zeit um im neuen Jahr für einen Tag Sevilla zu besuchen. Mit meiner Gastschwester und einer Freundin aus Australien ging es morgens in der Früh mit dem Bus los. In Sevilla angekommen wurden wir von dem perfekten Wetter empfangen. Den Tag haben wir dann mit ein bisschen Sightseeing verbracht. Es ging zum “Torre de oro”, der “Catedral de Sevilla” und zum “Plaza España”. Zum Mittag haben wir natürlich auch Tapas, für die Sevilla ja so bekannt ist, probiert.


Knapp drei Wochen später, Ende Januar musste ich mich leider schon von meiner Freundin aus Australien verabschieden. Nach einer großen Abschiedsfeier ging es für sie, nach nur zwei Monaten in Spanien, schon wieder zurück in ihr Heimatland.

 

Ich allerdings habe noch fünf weiter Monate vor mir, in denen ich noch viele weiter Erfahrungen sammeln kann.

 

HASTA LUEGO!