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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Paula in Spanien

Finally abroad - Mein erster Monat in Spanien :-)

Um mich kurz erstmal vorzustellen: Mein Name ist Paula und am 12. September 2020 habe ich mein Auslandsjahr mit DFSR gestartet und bin nun schon seit etwas mehr als einem Monat in Sevilla (Spanien). Eins kann ich euch gleich sagen, es gibt schon nach einem Monat sehr viel zu erzählen!

Ich bin sehr glücklich, dass ich trotz Corona nach Spanien reisen konnte, ich musste vor der Abreise zwar ein paar Dinge machen, die aber einfach in diesem Jahr dazugehören. Neben einem Corona-Test habe ich nun auch eine Corona-App auf meinem Handy, doch es hat alles gut geklappt und ich bin warm und herzlich von meiner Gastfamilie am Flughafen empfangen worden!

In den ersten Tagen muss ich zugeben war ich zunächst etwas überfordert, aber auch das ist normal… nach der Ankunft am Flughafen sind wir erstmal nach ,,Hause’’ gefahren, wo ich dann erstmal auspacken konnte und auch zum ersten Mal wirklich realisieren konnte, dass ich jetzt wirklich im Ausland bin und dass das Abenteuer nun begonnen hat. Die ersten Stunden waren sehr anstrengend für mich, da mein Spanisch nicht gut und die Reise anstrengend war, trotzdem habe ich es geschafft bis zum (Spanischen) Abendessen durchzuhalten :-)  Darauf komme ich gleich nochmal zurück!

In den ersten Tagen war ich Tourist in meinem zweiten zu Hause :-). Ich habe in den ersten Tagen alle Ecken von Sevilla gesehen, gut gegessen und versucht so viel Spanisch aufzusammeln, wie nur möglich. Ich muss sagen, dass das Spanisch sprechen teilweise auch nach einem Monat noch zu einer der schwierigsten Sachen gehört. Es braucht einfach ein bisschen Zeit, aber ich bin bis jetzt nur auf freundliches Verständnis gestoßen. Auch meine Gastfamilie gibt sich jeden Tag viel Mühe langsam und deutlich zu sprechen! „Poco a poco“ kann ich selber schon sagen, dass ich jeden Tag etwas besser werde. Eigentlich ist das ja ganz normal, wenn man Tag und Nacht mit einer anderen Sprache umgeben ist!

Drei Tage nach meiner Ankunft, hat dann meine Schule angefangen. Ich bin in der Stufe 4’ ESO, was in Deutschland etwa die 10te Klasse ist.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so aufgeregt war, wie an meinem ersten Schultag im Ausland. Doch auch hier konnte ich am Ende des Tages aufatmen! Es ist wirklich ein tolles Gefühl auf so viel Neugier und Interesse zu stoßen. Alle hatten viele Fragen, was mein Spanisch an seine Grenzen gebracht hat. Sie wollten wirklich alles Wissen. Leider konnte und kann ich auch heute noch nicht auf alles antworten, aber darum bin ich ja hier! In meiner Schule haben sie auch ein paar Sachen verändert wegen Corona, deswegen kenne ich nur die Hälfte der Klasse, da wir in zwei Gruppen aufgeteilt sind. Corona spürt man in der Schule am Meisten daran, dass man alleine mit 2m Abstand zu den anderen Schülern sitzt, man beim Betreten und Verlassen jedes Raumes die Hände desinfizieren muss und jeden zweiten Tag online Schule hat. Das Online-System klappt ziemlich gut, man ist quasi Montag, Mittwoch und Freitag in der Schule und Dienstag und Donnerstag online und dann in der nächsten Woche ist es von den Tagen her genau anders herum!

Sich an alles zu gewöhnen dauert etwas und auch nach einem Monat merke ich noch, dass ich abends ziemlich müde ins Bett falle. Wenn ich eine Sache als besonders schwierig beschreiben kann, dann ist es das Verstehen von einem Spanier mit Maske… wirklich, ich hatte und habe immer noch Probleme mit dem Verstehen. Der Spanier an sich redet sehr schnell und nuschelt auch mal ganz gerne, dann noch mit der Maske kann man sich nicht einmal auf die Mundbewegung konzentrieren, was es doch, vor allem am Anfang, zu einer sehr großen Challenge machte.

 

Eine andere Challenge war und ist auch heute noch die spanischen Essenszeiten, denn da unterscheiden sich die Gewohnheiten aus Deutschland und Spanien sehr. Hier beginnen die meisten den Tag mit einem leichten Frühstück, was man in der Schule lustig beobachten kann ist, dass selbst die Lehrer auf verpackte Croissants oder Milchbrötchen und ein Trinkpäckchen zurückgreifen! Dann gibt es lange erstmal gar nichts, denn der Spanier arbeitet meist den ganzen Vor- und Nachmittag bis er so gegen 16.00 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen nach Hause kommt, danach ist dann das typische Siesta und auch wieder Zeit zu arbeiten. Es dauert dann meistens bis so 22-22.30 Uhr, somit ist die Zeit zum Abendessen meist sehr viel später, aber auch hier hatte meine Gastfamilie viel Verständnis, wenn ich das Abendessen mal verschlafen habe !!! :-)

Alles in allem wird es aber von Tag zu Tag besser, ich habe schon eine richtige Routine entwickelt und kann sagen, dass man die Startschwierigkeiten schnell vergisst und sich an alles gewöhnt. Das bedeutet auch, dass nicht jeder Tag ein Abenteuer ist, sondern auch mal einfach nur Schulalltag. In meinen Augen gehört das dazu und somit sind auch solche Tage einfach etwas „Besonderes“. Ich hoffe trotzdem, dass ich weiterhin viele tolle Sachen neben dem Schulalltag erleben werde, von denen ich euch dann berichten kann :-)