!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Jula in Spanien

Auslandsaufenthalt während einer Pandemie

Heute möchte ich mich gerne dem Thema Corona widmen und inwiefern dieses meinen Auslandsaufenthalt beeinflusst. Tatsächlich hatte ich schon vor dem Start meines Auslandsjahres Bedenken, ob dies nun überhaupt stattfinden würde und die Lage schien sich nicht zu bessern. Letztendlich konnte ich, trotz all meinen Bedenken, am Anfang der 2. Welle in Spanien einreisen.

 

 

Um überhaupt einreisen zu können, musste man einen negativen PCR-Test vorlegen und am Flughafen, sowie an Bord, gilt natürlich strenge Maskenpflicht. So schnell konnte ich die Maske leider auch noch nicht wieder absetzten, da hier in Spanien, anders als zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland, immer eine getragen werden muss sobald man das Haus verlässt. Dies stört zu Beginn schon etwas, aber man gewöhnt sich schnell dran und die Maske wird zum Teil des Alltags. Jeden, der keine Maske trägt, erwartet übrigens eine Strafe und die Polizei ist damit auch sehr streng. Wenn man abends ausgeht, sieht man an belebten Plätzen viele Streifenwagen, die auf die Einhaltung der Regeln Acht geben.

In der Schule ist es nicht so toll, wenn man die Gesichter seiner Klassenkameraden nur halb sehen kann. Deswegen war es, besonders am Anfang, schwer sich alle Namen zu merken, weil man eben einfach kein Gesicht dazu im Kopf hatte. Ich bin aber froh, dass diese Regeln gelten, da ich mich damit zumindest etwas sicherer fühle. Eine meiner Freundinnen hatte schon Corona und deswegen musste ich auch getestet werden, was mir wirklich etwas Angst bereitet hat. Letztendlich wurde ich glücklicherweise negativ getestet. Die Spanier sind größtenteils sauer auf die Regierung, weil diese die Krise in ihren Augen nicht gut gehandhabt hat.

Ansonsten spürt man die Pandemie hier allerdings kaum. Die Läden haben noch auf, man kann in Restaurants und Bars gehen und theoretisch alles machen, was man auch sonst so machen würde. Eben nur mit der Bedingung, eine Maske zu tragen. Seit wenigen Wochen herrscht außerdem die Vorschrift, dass man vor 0 Uhr zuhause sein muss, was manchmal schon stört, aber natürlich auch kein großes Problem ist.

 

 

Die Corona Krise bringt nicht nur Nachteile, ich zum Beispiel muss nur jeden zweiten Tag zur Schule gehen, bedeutet, ich habe mehr Freizeit, in der ich mich mit Freunden treffen oder Spanisch lernen kann. Wenn man sich an alle Regeln und vor Allem den Mindestabstand hält, sollte man auch keine Angst davor haben, infiziert zu werden. Man muss sich natürlich immer vor Augen führen, wie wichtig es ist, Maßnahmen einzuhalten, da wir die Pandemie so gemeinsam besiegen können.

Ich hoffe sehr, dass bald ein Impfstoff gefunden wird, sodass wir wieder normal leben können. Denn auch wenn man sich inzwischen dran gewöhnt hat, ein Auslandsjahr ohne Corona wäre mir natürlich trotzdem lieber gewesen. Wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, ob ich jetzt das Auslandsjahr machen würde oder erst nächstes Jahr, hätte ich allerdings wieder die gleiche Entscheidung getroffen und bereue nichts.