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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Johanna in Spanien

Meine ersten Wochen in Spanien

Hola¡

Mein Name ist Johanna, ich verbringe mein Auslandsjahr in Sevilla (Spanien) und ich freue mich hier für die Seite Berichte schreiben zu dürfen. 

Ich komme aus der Nähe von Hannover in Niedersachsen und wohne eigentlich in einem sehr kleinen Dorf in einer ländlichen Region. Inzwischen bin ich seit genau 2 Monaten in Spanien und habe mich mehr oder weniger eingelebt.

Am 12. September bin ich früh morgens losgefahren, um pünktlich am Flughafen zu sein. Mein Flug ging erst nach Frankfurt, später nach Sevilla. Glücklicherweise habe ich schon vorher eine Austauschschülerin kennengelernt, die aus meiner Umgebung kommt und auch in Spanien im Nachbardorf wohnt, sodass wir die ganze Zeit über zusammenbleiben konnten. Dadurch, dass wir schon vorher befreundet waren, ist mir auch der Abschied von meiner Familie viel leichter gefallen, weil ich jemanden an meiner Seite, der sich in der gleichen Situation befand. 

Ich wurde direkt nach meiner Ankunft von meiner Gastmutter empfangen. Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter und meiner finnischen Gastschwester Emma, auf die wir dann noch gewartet haben, bevor wir in unser neues Zuhause gefahren sind. Die ersten Tage waren noch spanische Sommerferien und Emma und ich hatten Zeit ein wenig die Umgebung zu erkunden.

Am Mittwoch meiner ersten Woche ging dann auch schon die Schule los, ich war etwas aufgeregt am ersten Tag. Meine Schule ist sehr klein und es gibt pro Jahrgang nur eine Klasse. Die Schüler sind alle sehr lieb, allerdings sprechen sie so einen starken Dialekt und Slang, dass es echt schwer ist, ihnen zu folgen. Zu Beginn habe ich kaum etwas verstanden, mittlerweile geht es jedoch schon besser und wenn ich Fragen habe, bemühen sie sich echt immer mir alles verständlich zu machen. Der Unterricht sieht auch anders aus als in Deutschland. Wie mir vor dem Austausch schon oft gesagt wurde, gibt es sehr viel Frontalunterricht. Die Aufgaben, die wir in Deutschland im Unterricht machen würden, gibt es hier als Hausaufgaben und somit sitzt man nachmittags meistens lange am Schreibtisch und lernt. Außerdem schreibt man in jedem Fach nach jedem Thema eine Klausur, sodass man eigentlich jede Woche für etwas lernen muss. Ich habe mich zu Beginn etwas Zeit gebraucht, um mich an diese Anzahl von Hausaufgaben und Tests bzw. Arbeiten zu gewöhnen. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass ich auf Grund der sprachlichen Barriere nicht die besten Leistungen erzielen kann. Die Hausaufgaben versuche ich nach meinen Möglichkeiten zu erledigen. Sollte ich etwas überhaupt nicht verstehen, selbst nach dem ich mich damit beschäftigt habe, frage ich bei meinen Lehrern um Hilfe.   

Seit einigen Tagen besteht hier in unserer Region eine Ausgangssperre, das heißt wir dürfen nicht mehr an den Wochenenden nach Sevilla fahren. An den Dorfgrenzen stehen Polizeiautos, die sichergehen, dass niemand sein Dorf verlässt. Um zur Arbeit nach Sevilla zu fahren braucht man eine spezielle Genehmigung. Außerdem darf man sein Haus zwischen 11 und 6 Uhr morgens nicht verlassen. Ursprünglich sollte das bis zum 09. November gelten, nun wird noch abgewartet, wie sich die Situation verändert. Schlimmstenfalls gibt es bald eine komplette Ausgangssperre, was bedeuten würde, dass wir unser Haus gar nicht mehr verlassen dürften. Ausgenommen davon wären der Weg zum Supermarkt, Tankstellen und zur Schule bzw. Arbeit.

Bevor diese Regelung bestand, habe ich mich an den Wochenenden oft mit anderen Austauschschülern getroffen, um etwas an den Wochenenden zu unternehmen. Es fällt mir etwas leichter Austauschschüler kennenzulernen, da wir uns alle in einer ähnlichen Situation befinden und schneller einen Draht zu einander finden. :D

Unter der Woche bleibt mir wenig Zeit etwas zu unternehmen, da die Schule viel Zeit in Anspruch nimmt. Zweimal in der Woche habe ich abends Ballettunterricht, was mir sehr Spaß macht und wodurch ich auch neue Leute kennengelernt habe. Mit meiner Ballettgruppe war ich auch schon einmal im Kino, um mir eine Oper anzuschauen was echt Spaß gemacht hat.

Ich hoffe, dass sich die aktuelle Situation nicht verschlechtert, sodass wir bald wieder einen normaleren Alltag leben können und alles etwas einfacher wird. Ich habe noch viel zu schreiben, aber das hebe ich mir noch für den nächsten Monat auf, 

Hasta luego, 

Johanna