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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Johanna in Spanien

Weihnachten und Silvester

Holaa!

Inzwischen hat sich einiges bezüglich der Corona Situation verändert. Am 10.12., nach dem Brückentag des „Dia de la Inmaculada“, welcher in Sevilla eigentlich immer mit Musik, Tanz und Umzügen gefeiert wird, was dieses Jahr leider ausfallen musste, wurden die Grenzen nach Sevilla wieder geöffnet und jeder konnte sich die Weihnachtsbeleuchtung ansehen und anfangen, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die Zahlen sind nach den Einschränkungen aus Oktober und November so stark zurückgegangen, dass man nun für die Weihnachtszeit einige Ausnahmen machen kann.

Ich habe inzwischen mein letztes Examen geschrieben und bereits Ferien. Das Schuljahr ist hier in Trimester eingeteilt, sodass man vor den Weihnachts-, Oster-, und Sommerferien jeweils Zeugnisse bekommt, die dieses Jahr jedoch nur online ausgestellt werden.

Hier ist es sehr üblich an dem Wochenende des Brückentages das Haus zu dekorieren, außerdem haben hier viele Haushalte riesige Krippen, die im Wohnzimmer aufgestellt werden. Da hier die Geschenke von den heiligen drei Königen gebracht werde, feiert man diese Tradition meistens am 6. Januar, nichtgläubige Personen aber auch am 24. Dezember. Normalerweise trifft man sich dann, um sehr spät abends zu essen, Lieder zu singen und Zeit mit der Familie zu verbringen. Einige gehen auch in den Gottesdienst bzw. Messe, da die meisten Leute im Gegensatz zu Deutschland katholisch sind.

Weihnachten haben wir nur mit einem kleinen Teil der Familie verbracht, da sich nur 10 Personen treffen durften. Es wurden Lieder gesungen, einige Geschenke ausgepackt (obwohl das ja traditionell am 06.01. stattfindet) und jeder hat Essen mitgebracht. Meine Gastschwester und ich haben beide etwas typisches aus unserem Land gemacht, ich Maultaschen und sie einen finnischen Salat.

Am 25. Waren wir dann mit der gesamten Familie Grillen und sind dafür in einen Pinienwald gefahren. Selbst dorthin haben wir Instrumente mitgenommen, um dann abends am Feuer zu singen, die spanischen Weihnachtslieder sind generell etwas rhythmischer und fröhlicher als die deutschen und haben immer einen Hauch von Flamenco.

Die folgenden Tage sind sehr schnell vergangen und dann kam auch schon Silvester (Nochevieja). Wie auch an Heiligabend hat jeder ein typisches Essen gemacht und später haben wir uns dann nach draußen gesetzt, um zu essen. Viele Häuser haben hier keinen Garten, sondern einen gefliesten Bereich vor der Haustür, den man wischen kann. Da in Spanien, besonders im Süden ja sehr hohe Temperaturen herrschen, haben die Leute in Andalusien oft keine richtige Heizung. Das heißt, man hat einige kleine Heizkörper im Haus, die man in das Zimmer mitnimmt, in dem man sich gerade aufhält. Ansonsten zieht man einfach eine Jacke an. An Silvester hatte meine Gastmutter so viele Heizungen gleichzeitig angeschlossen, dass der Strom ausgefallen ist. Wir saßen dann im Kalten, hatten jedoch unsere Jacken und viele Kerzen, sodass es doch noch ganz schön war. Pünktlich vor Mitternacht hatten wir dann jedoch wieder Strom und konnten den Fernseher anmachen, um den Turm in Madrid zu sehen. Bei den zwölf Glockenschlägen musste dann eine Weintraube gegessen werden – dies soll Glück fürs nächste Jahr bringen. Durch Corona durften die Gäste jedoch nur bis um halb zwei bleiben, sodass das Fest in diesem Jahr etwas spärlich ausgefallen war. Trotzdem war es toll alles mitzuerleben und ich freue mich schon auf die kommende Zeit,

Johanna