Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Janne in Andalusien

Abschied

Der letzte Monat mit vielen Abschieden und letzten Malen

Nun ist es schon einige Wochen her, dass ich von meinem Auslandsjahr in Spanien zurückgekehrt bin. Ich habe mich schon wieder gut eingelebt und mich auch wieder an meinen deutschen Alltag bzw. Tagesablauf gewöhnt.

Der letzte Monat in Moguer war nochmal so voll gepackt, dass an meinen bevorstehenden Abschied lange Zeit gar nicht zu denken war. Ich wollte die mir noch verbleibende Zeit mit den Menschen verbringen, die ich in den zehn Monaten sehr lieb gewonnen hatte. Das hieß dann ein letztes, schon fast zur Tradition gewordenes, Picknick im Park mit meinen Freunden, ein letzter Ausflug nach Huelva und natürlich das letzte Mal zum nahe gelegenen Strand, bevor ich mich von all dem verabschieden musste. So verlief der Juni wie im Flug und auf einmal musste ich meinen Koffer, den ich doch vor gefühlt erst so kurzer Zeit ausgepackt hatte, wieder einpacken. Das Zimmer in der Wohnung meiner Gastfamilie, welches in dem Jahr wirklich zu meinem persönlichen Zimmer geworden war, musste nun auch wieder leer geräumt werden und ich musste mich von vielen Dingen trennen, die einfach nicht mehr in meinen Koffer gepasst haben.
Dann stand am Morgen meines Rückfluges nach Deutschland der Abschied meiner Gasteltern und meiner Gastschwester an. Auch wenn nicht immer alles glatt gelaufen ist und wir ab und zu einige Differenzen miteinander hatten, ist unsere Beziehung doch zu etwas sehr besonderen herangewachsen.
Ich hatte besonders am Anfang Probleme, mich in der spanischen Kultur einzufinden, die sich, obwohl Spanien auch zu Europa gehört, sehr von der deutschen unterscheidet. Außerdem hat es sich teilweise als schwierig herausgestellt, in Kontakt mit meinen Mitschülern zu kommen. Das lag vielleicht einfach an der „typischen Dorfmentalität“, die bei vielen meiner Klassenkameraden im Bezug auf Fremde vorherrscht. Letztendlich habe ich aber ein paar sehr gute Freunde gefunden, mit denen ich hoffentlich den Kontakt auch in den nächsten Jahren noch aufrechterhalten kann.

Trotz einiger Schwierigkeiten war mein zehnmonatiger Auslandsaufendhalt in Spanien eine durchweg positive Erfahrung, die ich auf jeden Fall wiederholen und an andere weiterempfehlen würde. Ich habe neben der Sprache unzählige Dinge vor allem auch über mich selbst gelernt. Ich fühle mich viel sicherer und kann auch mit Problemen besser umgehen. Außerdem habe ich viele tolle, offene Menschen kennen gelernt und mit ihnen eine wunderbare Zeit verbracht. Trotz all dieser schönen Momente habe ich am Ende allerdings gemerkt, dass es nach zehn Monaten im Ausland für mich ein guter Zeitpunkt war, um wieder nach Hause zurückzukehren, und ich habe Spanien mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen.

Ich hoffe, dass ich Moguer, das für mich im Laufe der Zeit zu einer kleinen zweiten Heimat geworden ist, schon bald wieder besuchen kann.

In diesem Sinne also:

Nos vemos pronto!