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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hermine in Schweden

Eingefrorene Füße & Adrenalin

Als mir meine Gastmutti sagte, dass wir Eisbaden gehen, habe ich es für einen schlechten Witz gehalten. Zwar hatten sich meine Gasteltern am Anfang meines Aufenthaltes gefragt, was ich unbedingt hier in Schweden machen möchte und ich habe auch geantwortet, dass ich gerne Eisbaden gehen würde, aber das war nur ein Scherz.  Die Antwort: ,,Ja klar, machen wir.", hatte ich auch als Scherz gedeutet.

Nun denn, es gab dann kein zurück mehr, denn Freunde standen schon vor unserer Tür und dann ging es los. Ca. 6 km von unserem Haus gibt es einen See mit Sauna, diese haben wir gemietet und am Morgen war mein Gastvater schon einmal an dem See gewesen und hatte ein Loch in das Eis gesägt. Dadurch, dass der See sehr flach ist, musste er das Loch ca. 30 Meter vom Ufer entfernt in das Eis sägen, damit es tief genug war.  Der Hinweg zum Loch war noch auszuhalten, schließlich war man ziemlich aufgeheizt von der Sauna, aber der Weg zurück zur Sauna und dann klitschnass war schon hart und super kalt. Meine Fußsohlen taten wirklich ziemlich weh am Abend, denn auf dem Hinweg zum Loch hatte ich zwar Schuhe aber zurück hatte ich keine, ich wollte einfach nur noch in die Sauna.

Meine Gastmutti war die einzige aus der Gruppe die schon einmal Eisbaden war, also hat sie uns erstmal erklärt wie man das genau macht, denn es birgt es schon ein Risiko.

Also...

1. die Mütze auf dem Kopf ist wichtig (man verliert nämlich viel Wärme über den Kopf)

2. wenn man das erste Mal Eisbaden geht oder es nicht mehr gewöhnt ist, sollte man den Kopf NICHT unter Wasser tauchen (es könnte sein, dass der Kreislauf da nicht mit macht oder man in Panik gerät)

Da der See so unfassbar flach ist, stand man so ungefähr bis zur Hüfte im Wasser. Dann ist man einmal untergetaucht (bis zum Hals) und hat dann auch das Gesicht nass gemacht. Wieder raus und zurück in die Sauna gesprintet. An das Gefühl im Wasser kann ich mich aber  überhaupt nicht mehr erinnern, ich glaube mein Körper hatte besseres zu tun als zu denken. Das einzige was ich sagen kann: Es war ein krasses Gefühl, das kälteste was ich in meinem ganzen Leben gespürt habe. Dein ganzer Körper kribbelt und dein Herz schlägt dir bis zum Hals. Abends, als wir dann wieder zu Hause waren, habe ich mich so frisch und gesund gefühlt, das hat mich ziemlich erstaunt. Also falls ihr mal die Möglichkeit habt, einfach rein ins Wasser, nicht denken, einfach tun! 




Hermine berichtet über ihr Auslandsjahr in Schweden. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Schweden? Wir beraten dich gerne!

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