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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Celine in Schweden

Weihnachtszeit in Schweden

Dieser Monat war für mich ein besonderer Monat, denn ich durfte mein Weihnachten in Schweden verbringen.

Die Weihnachtszeit hier in Schweden ist sehr gemütlich und sehr schön. Für die Schweden ist Weihnachten einer der wichtigsten Zeiten des Jahres. Da es Anfang Dezember nur ein paar Stunden hell hier sind in Mittelschweden, macht man relativ viel drinnen. Man sagt auch, dass die Weihnachtszeit die gemütlichste und schönste Zeit des Jahres ist. Was definitiv stimmt, finde ich. Ich mag die Vor- und Weihnachtszeit sehr, denn in dieser Zeit nimmt man sich viel Zeit für die Familie, Freunde und man macht sehr viele weihnachtliche Sachen. Meine Gastfamilie und ich hatten im Dezember auch sehr viel zusammen gemacht und hatten viel Spaß. Am 1. Advent haben meine Gastfamilie und ich Lussekatter gebacken. Lussekatter ist ein spezielles Gebäck, das aus Saffran gemacht wird und dass man eigentlich an Sankt Lucia Tag isst. Aber man isst Lussekatter eigentlich schon die ganze Weihnachtszeit über.

Ich finde Lussekatter schmecken sehr gut und diese sollte jeder mal ausprobieren. Und wir haben auch am 1. Advent weihnachtlich dekoriert. Manche Schweden dekorieren hier erst am 1. Advent und manche schon eher. Meistens ist es so, dass man Lichterketten, Sterne und die ganze Dekoration die Leuchtet schon vor dem 1. Advent dekoriert. Dies liegt daran, dass es in Schweden im Herbst und Winter sehr bald dunkel ist bzw. kaum hell wird. Die Schweden haben in jedem Fenster auch einen Stern hängen. Papiersterne mit Licht sind wirklich typisch schwedisch. Auch in meinem Fenster hier in Schweden habe ich einen großen Papierstern hängen.

Was auch typisch schwedisch ist, ist ein Julbock. Ein Julbock ist ein Ziegenbock aus Stroh, den es in verschiedenen Größen gibt. Außerdem werden Tomte und Nisse dekoriert. Tomte ist der schwedische Weihnachtsmann und Nisse der Elf. Außerdem haben wir am 1. Advent am Abend Glögg getrunken. Glögg nennt man den schwedischen Glühwein und der schmeckt wirklich anders als der, den man aus Deutschland kennt, finde ich. Der schwedische Glühwein schmeckt sehr stark nach Gewürzen. Aber ich muss sagen, den schwedische Glühwein mag ich viel lieber als die deutsche Variante. Zum Glühwein bzw. Glögg isst man meist Pepparkakor oder Lussekatter. Am 6. Dezember ist eigentlich Nikolaus in Deutschland und in einigen anderen Ländern, aber in Schweden wird dieses Fest eigentlich nicht gefeiert. Das liegt daran, dass die Schweden nicht so gläubig sind und nicht wirklich solche Heiligen Tage feiern. Das Einzige, was sie feiern, ist Sankt Lucia. Meine Gastfamilie wollte auch Traditionen aus Deutschland kennenlernen, deshalb habe ich am Nikolaustag Süßigkeiten für meine Gastfamilie gekauft und die haben wir dann am Abend alle zusammen gegessen und einen Film geschaut. Außerdem haben wir an diesem Tag ein Pepparkakor Karussell gemacht. Das war sehr viel Arbeit, dies zu machen. Am meisten Arbeit war es am Schluss als man die ganzen Teile zusammensetzen musste. Das Lebkuchen Karussell haben wir dann mit Zuckerguss und Süßigkeiten verziert.

Im Dezember habe ich mich auch oft mit meiner besten Freundin Annika getroffen. Wir treffen uns oft in der Stadt, machen Ausflüge, schauen Filme und haben eine schöne Zeit zusammen. Dieser Weihnachtsbaum ist einer der größten Weihnachtsbäume in Schweden. Am 13. Dezember ist Sankt Lucia Tag. An diesem Tag hat die Heilige Lucia Namenstag, deshalb wird dieses Fest am 13. Dezember gefeiert. Sankt Lucia war eine Lichterkönigin, die Licht in die Dunkelheit bringen sollte. Da der Dezember in Schweden der dunkelste Monat ist. Lucia trägt eine Krone mit mehreren Lichtern auf dem Kopf. Lucia führt den Lucia Zug an und Tärnor haben eine Kerze in der Hand und gehen hinter der Heiligen Lucia. Außerdem gibt es auch stjärngossar. Das sind Jungen mit einem Sternenhut und mit einem Stern in der Hand. Gemeinsam singen sie Lieder wie zum Beispiel das bekannteste Lucia Lied und noch viele andere schwedische Weihnachtslieder. Dieser Luciazug findet meist am Morgen statt. Da hier bei mir keine Lucia Züge waren, haben wir im Fernsehen den diesjährigen Lucia Zug von Nordschweden angeschaut und haben Lussekatter, Pepparkakor gegessen und Glögg getrunken. Ich fand das waren wieder mal sehr schöne Momente.

Ich genieße die Zeit sehr mit meiner Gastfamilie und bin so dankbar für jeden Moment, den wir zusammen haben. Im Dezember haben wir auch viele Ausflüge gemacht. Wir waren bei einer Klippe, namens Korpberget. Wir gingen bis nach ganz oben auf die Klippe und von dort aus hatte man einen so schönen Ausblick. Man konnte die Insel sehen, Boote, ein paar Häuser uvm. Und wir machten noch viele andere Ausflüge in die Natur. Wir gehen viel Wandern oder in Nationalparks. Mein Weihnachten in Schweden Am 23. Dezember haben wir unseren Weihnachtsbaum ( auf schwedisch Julgran) aufgestellt und geschmückt. An einem typischen schwedischen Weihnachtsbaum hat man Strohanhänger, Lichterkette, manchmal Kugeln, Weihnachtsfiguren und schwedische Flaggen.

Die Weihnachtsgeschenke genannt Julklappar haben wir am 23. abends unter dem Weihnachtsbaum gelegt, sodass am Morgen, wenn man aufsteht, die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Der 24. Dezember wird in Schweden Julafton genannt. Am Julafton haben wir am Morgen einen langen Spaziergang an der Küste gemacht. Die Schweden gehen am 24. Dezember lange spazieren, das ist eigentlich Tradition kann man sagen. Jedes Jahr am 24. Dezember um Punkt 15 Uhr kommt Kalla Anka im Fernsehen. Das schaut jeder Schwede an und man kann es nur um 15 Uhr sehen und nicht mehr später. Auch ich konnte es zum ersten Mal sehen und habe so lange darauf gewartet, bis ich es in Schweden endlich sehen konnte. Kalla Anka ist eigentlich Donald Duck aber nicht nur das. Sondern auch werden in Kalla Anka verschiedene Ausschnitte von anderen Disney Filmen gezeigt. Zum Teil welche, die schon sehr alt sind und auch ein paar von den etwas neueren Disney Filmen. Und jedes Jahr kommen die gleichen Ausschnitte, manchmal wird etwas erneuert, aber eigentlich kommt jedes Jahr das gleiche. Und ich liebe Kalla Anka, muss ich sagen. Schade, dass ich nur ein Weihnachten in Schweden bin. Und nach Kalla Anka haben wir das Julbord vorbereitet und danach gegessen. Das Weihnachtsessen wird Julbord genannt und das ist ein großer Tisch voll mit Essen. Das Julbord in Schweden ist wirklich sehr wichtig für die Schweden und ist eigentlich mit sehr viel Fleisch. Da meine Gastfamilie vegetarisch ist, haben wir ein vegetarisches Julbord gemacht. Traditionell Schwedisch ist, dass man Sill isst, das ist eingelegter Hering, julskinka (Weihnachtsschinken), Köttbullar, Salate uvm. Wir hatten auch Sill gemacht nur mit Gemüse, Köttbullar mit Gemüse, Rotkohl, Rote Beete Salat, Rosenkohl, Eier, Kartoffel und viele andere Salate. Und als Nachtisch gab es einen Fruchtkuchen. Das Julbord haben wir dann am 24. Dezember am Abend gegessen, man isst ca. 2 Stunden und man lässt sich viel Zeit zum Essen.

Danach durfte jeder ein Geschenk öffnen und die anderen wurden erst am 25. Dezember geöffnet. Am 25. Dezember ist der Juldag (Weihnachtstag). Am Morgen haben wir dann die restlichen Weihnachtsgeschenke geöffnet. Ich habe so viele Geschenke von meiner Gastfamilie bekommen, was ich nie erwartet hätte. Für mich sind nicht die Geschenke wichtig, sondern dass man ein schönes Weihnachten hat, schöne Momente und viel Zeit zusammen verbringt. Über die Weihnachtstage haben wir viele Spiele gespielt, Filme geschaut und waren viel draußen in der Natur. Wir waren auch im Hagapark und dort haben wir einen Schneemann gebaut. Ich hatte wirklich ein unglaublich schönes Weihnachten und das war für mich das schönste Weihnachten was ich je hatte. Für mich hat das so viel bedeutet, dass ich Weihnachten in Schweden feiern durfte. Und ich war sehr traurig, dass ich nächstes Jahr zu Weihnachten nicht mehr in Schweden sein werde. An Weihnachten habe ich meine Familie in Deutschland nicht vermisst. Viele sagen ja, dass man an Weihnachten und in der Weihnachtszeit viel Heimweh hat. Ich hatte aber null Heimweh. Ich bin jetzt 4 Monate hier in Schweden und ich hatte noch kein einziges Mal Heimweh.

Ich fühle mich hier so unglaublich wohl und für mich ist das mein Zuhause und ich denke auch nicht an meine alte Heimat. Ich habe alles was mich glücklich macht. Und ich muss sagen, wo ich hier in Schweden lebe, gefällt es mir besser als in meiner alten Heimat. Jetzt kommt aber diese Zeit wo ich nicht mehr gerne mit Personen sprechen und schreiben will, mit denen ich deutsch sprechen oder schreiben muss. Zum Beispiel mit meinen Freunden und Familie. Für mich ist es unglaublich schwer Deutsch zu sprechen und ich würde am liebsten ständig Schwedisch reden. Da ich schon über 2 Monaten auf Schwedisch Denke und Träume fällt es mir super schwer. Aber ich bin so unglaublich dankbar, dass ich schon so viel in Schweden erleben durfte und eine so tolle Zeit hatte mit meiner Gastfamilie. Zu Silvester und Neujahr fahren wir auch in den Urlaub. Wir fahren nach Tällberg und dort werde ich Silvester und Neujahr verbringen. Aber dazu möchte ich in meinem nächsten Bericht berichten. Ich wünsche euch allen einen guten Start in das neue Jahr 2021.

Auf Schwedisch: Gott nytt år