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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Sophie in Norwegen

Schwedentrip mit Explorius

Ich weiß noch genau wie ich im Oktober erfahren habe, dass meine norwegische Organisation einen Trip zum nördlichen Polarkreis anbietet. Ich war sofort Feuer und Flamme, da ich ja ziemlich südlich in Norwegen lebe und daher keine Möglichkeit habe, die Polarlichter zu sehen. Als ich dann die Flüge nach Stockholm gebucht habe, das war dann im November, war ich auch schon ein bisschen aufgeregt. Es war noch circa 2 Monate hin bis es losging, aber ich habe mich da schon so gefreut.

Am 2. Januar ging es dann los. Morgens um sechs bin ich mit meiner amerikanischen Freundin, die auch hier in meiner Stadt wohnt, zum Flughafen in Stavanger gefahren. Dort haben wir eine andere Freundin aus Australien getroffen, die mit uns den gleichen Flug genommen hat. Wir sind über Bergen nach Stockholm geflogen. In Stockholm am Flughafen haben wir noch andere Leute getroffen, die wir vorher schon in Kopenhagen im Soft Landing Camp kennengelernt haben, aber auch einige, die in Kopenhagen nicht mit dabei waren. Vom Flughafen ging es dann zum Hauptbahnhof in Stockholm City. Dort hat eine Staff von Explorius gewartet, um uns in Empfang zu nehmen. Bei ihr konnten wir das Gepäck lassen und uns dann noch ein bisschen die Stadt angucken, bummeln gehen oder einfach etwas essen, denn wir hatten noch etwa drei Stunden Zeit, bis unser Nachtzug ging. Auch am Bahnhof kamen immer mehr Leute, die mit Zügen angereist sind und so konnten wir uns alle erstmal kennenlernen oder mit denen, die wir schon kannten uns über die letzten fünf Monate unterhalten. Dann ging es endlich los. Wir haben unsere Sitz/Schlafplätze bekommen und uns mit denen zusammen gefunden, die mit uns in einer Kabine saßen. Ich durfte mir die Kabine mit Margaret, Nina, Astra, Claire, und Olivia teilen. Allein in dieser einen Nacht im Zug wurden wir zu so dicken Freundinnen, dass wir auch die restlichen Tage sehr viel zusammen gemacht haben. Als wir Freitagvormittag nach 17 Stunden Fahrt in Abisko, ganz im Norden Schwedens, angekommen waren, hat es erstmal schön angefangen zu schneien, sodass wir nach nicht mal fünf Minuten komplett weiß waren. Wir haben uns mit unserem Gepäck auf den Weg zu unserem Hostel gemacht, welches direkt am Bahnhof war. Wir hatten dann bis nachmittags Freizeit, in der ich mich erstmal lange mit Maike unterhalten habe, da sie erst später in der Nacht in den Zug dazu gestiegen ist. Nachmittags, oder besser gefühlt spät in der Nacht, schließlich war es um zwei schon so gut wie stockdunkel, hatten wir dann eine Tour zu einem Sami Camp. Samis sind die Ureinwohner Skandinaviens. Dort angekommen haben wir uns in einer Hütte niedergelassen und dort Tee getrunken, Feuer angemacht und getrocknetes Rentierfleisch gegessen. Danach sind wir noch ein bisschen durch die dunkle Schneelandschaft gelaufen. Nach dem Abendessen haben wir Mädels uns dann dazu beschlossen, noch einmal runter zum Strand zu gehen. Dort haben wir uns dann in den Schnee gelegt und die Sterne angeguckt. Es war sehr schön. Wir haben ganz viele Sternschnuppen gesehen. Und dann als wir schon eine ganze Weile dort lagen, haben wir endlich Polarlichter gesehen, sie waren zwar etwas schwach, aber man konnte sie dennoch sehen. Wir waren alle total aus dem Häuschen und konnten es nicht so ganz glauben.

Am nächsten Morgen wurden wir in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Aktivitäten eingeteilt. Morgens konnte man Langlaufen gehen und nachmittags Schneeschuhwandern. Da ich und meine Freunde sich für Schneeschuhwandern entschieden hatten, hatten wir den morgen Freizeit. Dort haben wir die hosteleigene Sauna ausprobiert. Nachmittags ging es dann los. Wir sind nur mit Licht von Stirnlampen durch die wunderschöne verschneite schwedische Natur gewandert. Es war einfach nur mega cool. Zum Abendessen gab es dann Rentiereintopf, was sehr lecker geschmeckt hat.

Nachts sind wir dann noch mal los und diesmal waren die Polarlichter sehr stark und sehr lange zu sehen, was einfach nur atemberaubend war. Man konnte richtig sehen, wie sie am Himmel entlanggetanzt sind. Nebenbei waren wir noch Rodeln, bevor wir ziemlich müde ins Bett gefallen sind.

Sonntagmorgen hieß es dann schon wieder Sachen packen und auschecken, dennoch hatten wir noch den ganzen Tag, bis unser Zug kam. Morgens nach dem Frühstück durften wir erstmal noch ein

Elchpärchen sehen, welches ganz entspannt auf dem Parkplatz stand und sich von nichts aus der Ruhe hat bringen lassen. Danach haben wir noch einen Spaziergang durch den Nationalpark gemacht, um noch ein paar Fotos zu machen und einfach noch ein bisschen Zeit zusammen zu verbringen. Wir sind auch noch einkaufen gegangen, um noch ein bisschen Vorrat für die Rückreise zu besorgen. Alle, die über das Jahr in Norwegen oder Dänemark leben, haben sich wie im Himmel gefühlt, schließlich war es einfach nur mega günstig und wir alle können jetzt nachvollziehen, warum die Norweger alle nach Schweden zum Einkaufen fahren. Die Zugfahrt haben wir alle zusammen noch mal genossen und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, was man wie auch damals in Kopenhagen, ein, vielleicht sieht man sich irgendwann wieder oder vielleicht auch gar nicht mehr, nennen kann.

Nachdem der Rückflug dann doch noch mal etwas stressiger wurde, war ich dann doch froh wieder zuhause zu sein.

Doch ich würde diesen Trip immer wieder machen, auch wenn er sehr teuer ist, es hat sich sehr gelohnt. Auch wenn wir vielleicht keine Polarlichter gesehen hätten, wäre ich nochmal mit auf diesen Trip gekommen, denn allein die Freundschaften, die ich dort geschlossen habe, waren es mir wert. Leider hat meine Kamera nicht so gut funktioniert, jedoch haben meine Freunde mir alle ihre Bilder zur Verfügung gestellt.

 

Sophies Blog findest du hier: https://exchangeyear-in-norwegen.blogspot.com/

Sophie berichtet über ihr Auslandsjahr in Norwegen. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Norwegen? Wir beraten dich gerne!

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