Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Sophie in Norwegen

Novemberbericht – Das Leben und der Alltag in einer Gastfamilie

Ich hatte schon Erfahrungen mit dem Leben in einer Gastfamilie, da ich schon auf einem schulischen Austausch in England und auch in Spanien war. Jedoch hatte ich schon ein bisschen Respekt vor meiner Abreise nach Norwegen, denn ein Jahr ist dann schon eine etwas längere Zeit als nur eine Woche.

Vielleicht fange ich erstmal damit an, wann ich von meiner Gastfamilie erfahren habe. Dies war eine Woche vor meiner Abreise. Ich weiß noch genau, wie Montag die Nachricht von DFSR kam, dass sie eine Familie gefunden haben, es jedoch noch ein paar Tage dauert, bis alles geregelt ist. Trotzdem habe ich mich natürlich riesig gefreut, schließlich war es nicht mehr lange bis zur Abreise. Auch stieg natürlich die Spannung, wo ich denn hinkommen würde und wer in dieser Familie lebt und wie. Freitagabend kam dann die Nachricht, wer meine Gastfamilie ist und ich bin schon ein bisschen ausgeflippt, weil ich mich so gefreut habe. Ich habe noch an diesem Abend eine E-Mail an meine Gastfamilie geschrieben, mich vorgestellt und gleich auch ein paar Fragen gestellt, wie sie denn leben. Meine Gastschwester hat mir ziemlich schnell danach geantwortet an diesem Abend. Wir haben Telefonnummern ausgetauscht und auch die Tage danach viel miteinander geschrieben, uns einfach ein bisschen besser kennengelernt. Was mich sehr gefreut hat, war, dass wir uns auf Anhieb direkt verstanden haben.

Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter Anita (40), meinem Gastvater Ståle (50), meiner Gastschwester Ine (18) und meinem Gastbruder Endre (16), daher bin ich sozusagen für dieses Jahr das Sandwich-Kind zwischen den beiden ;)

Meine Gastschwester hat selber ein Jahr im Ausland, in Arizona, Amerika, verbracht und war auch schon sehr aufgeregt, mich zu treffen, als sie mich am Flughafen mit meiner Gastmutter abgeholt hatte. Meinen Gastbruder sehe ich nicht so oft, da er auf ein Internat geht, welches drei Stunden entfernt ist, er kommt in den Ferien oder an manchen Wochenenden zu Besuch.

Ich lebe hier mit meiner Gastfamilie in einem Haus mit drei Etagen in der Stadt Nærbø, 40 km südlich von Stavanger im Süden von Norwegen. In dem Haus teile ich mir eine Etage mit meiner Gastschwester, wo wir ein gemeinsames Bad haben. Wir beide sind für die Etage verantwortlich, was bedeutet, dass wir uns abwechseln, das Bad zu putzen oder Staub zu saugen.

Dadurch, dass sie mich direkt herzlich empfangen haben, habe ich mich sehr schnell in die Gastfamilie eingelebt und auch direkt wohlgefühlt.

Meine Gastfamilie ist sehr aufmerksam und bemüht sich, dass ich mich bei ihnen wohl- oder besser zu Hause fühle, was bei mir von dem ersten Tag an so war. Da meine Gastschwester 18 ist und sie ihren Führerschein hat, ist es sehr praktisch, weil wir so auch mal etwas alleine machen können, wo wir sonst auf einen Erwachsenen mit Auto angewiesen wären. Auch nimmt sie mich manchmal mit zur Zugstation, wenn sie auf dem Weg dahin dort vorbei kommt oder holt mich auch mal wo ab. Auch gibt es so ein paar kleine Dinge, mit denen mir meine Gastfamilie ab und zu mal eine Freude macht. Zum Beispiel hat meine Gastmutter den einen Abend extra den Schokoladenkuchen von ihrer Mutter geholt, den ich sehr mochte, um mich zu überraschen und mir eine kleine Freude zu machen. Auch meine Gastschwester bietet mir oft an, dass sie mich irgendwo abholen kann, sodass ich nicht im Regen zu Fuß nach Hause gehen muss.

In meiner ersten Woche habe ich mich eher ein bisschen passiver verhalten, was die Alltagsabläufe betrifft. Ich habe viel beobachtet, wie die Abläufe und das Verhalten der Familie sind, um mir ein besseres Bild von deren Leben und dem Alltag hier zu machen. So habe ich dann schon nach kürzester Zeit gelernt, wer fürs Kochen nach der Schule und Arbeit, wer für das Geschirr oder auch die Wäsche zuständig ist. Ich habe natürlich trotzdem immer gefragt, wie ich helfen kann, um nicht einfach nur rumzustehen und nichts zu machen.

Mein Alltag sieht mittlerweile so aus, dass ich alleine frühstücke, da jeder in der Familie zu einer anderen Zeit aufsteht und los muss. Die Schule geht bis nachmittags, so dass ich um 15.30 Uhr zu Hause bin. Meine Gastschwester und ich kümmern uns oft ums Mittagessen, was hier eine Mischung aus Mittagessen und Abendbrot ist. Meine Gasteltern kommen meistens so um 16.00 Uhr nach Hause, dafür waschen sie dann hinterher das Geschirr, während wir dann Hausaufgaben machen. Nach den Hausaufgaben gehen wir dann manchmal zusammen Lebensmittel einkaufen oder andere Dinge besorgen. Auch treffe ich mich ab und zu mal mit Freunden nach der Schule, aber meistens dann eher später oder am Wochenende.

Am Wochenende fahren wir dann öfters zur Hütte der Familie oder unternehmen was anderes, auch müssen wir manchmal noch lernen oder Hausaufgaben machen.

Meine Gastfamilie versucht, mir soviel wie möglich von Norwegen zu zeigen, daher war ich zum Beispiel in den Herbstferien auch schon in Bergen und im November sind wir für ein Wochenende nach Oslo geflogen. Auch haben wir im September einen Roadtrip zum Internat meines Gastbruders gemacht.


Insgesamt bin ich hier sehr glücklich mit meiner Gastfamilie und sehr froh, dass ich diese Menschen kennenlernen und noch ein paar weitere Monate mit ihnen zusammen leben darf.

Sophies Blog findest du hier: https://exchangeyear-in-norwegen.blogspot.com/

Sophie berichtet über ihr Auslandsjahr in Norwegen. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Norwegen? Wir beraten dich gerne!

Beratungstermin vereinbaren