Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hermine in Schweden

Es ist normal geworden, hier zu leben

Ich bin nun schon 2 Monate hier in Schweden und inzwischen ist es ganz normal geworden hier in meiner Gastfamilie zu leben und zu wohnen. Es ist generell total normal geworden, in Schweden zu wohnen.

Die ersten Wochen waren ziemlich seltsam, schließlich hatte ich vor meiner Abreise nur einmal mit meiner Gastmutti telefoniert und ansonsten haben wir nur mal E-Mails geschrieben. Als ich dann aber erstmal da war, habe ich mich sehr willkommen gefühlt. Alle waren glücklich, dass ich nun endlich da war. Ich meine, eine Familie, welche Gastfamilie wird, entscheidet sich ganz bewusst dafür, also muss man sich keine Sorgen machen, nicht willkommen zu sein. Außerdem ist die Familie mindestens so nervös wie man selbst.

Die ersten Tage waren ziemlich komisch - mein Koffer war noch nicht ausgepackt, ich kannte mich in dem Haus noch nicht aus und auch meine Gastfamilie und ich waren noch Fremde. Das hat sich aber alles nach ein, zwei Wochen gelegt, wir haben viel geredet und uns an einander gewöhnt. Ich wurde sofort in das Familienleben eingebunden. Zum Beispiel wurde ich gleich zum Ski-Training mitgenommen. Dadurch hatte ich generell einen leichten Einstieg in das Leben hier.

Nun, nach zwei Monaten, sind wir schon mehr als Familie zusammen gewachsen. Wir kennen uns inzwischen besser und der gemeinsame Alltag hat sich eingependelt. Ich fühle mich wohl und ebenso meine Gastfamilie. Für meine Gasteltern war es am Anfang auch etwas seltsam, dass ich hier war. Das ist mir nun im Nachhinein aufgefallen, denn sie sind noch sehr jung und haben bisher noch keinen Jugendlichen bei sich zu Hause gehabt. Meine Gastgeschwister sind auch noch sehr klein. Sie wussten also noch nicht so ganz, was sie von mir erwarten durften oder wie genau sie jetzt mit mir umgehen sollten. Da hat es ihnen sehr geholfen, dass ich einfach meine Hilfe angeboten habe oder dass ich erzählt habe, wo ich Zuhause mithelfe. Inzwischen haben sie ein gutes Gefühl dafür, wie ich ticke und auch ich habe mich an meine kleinen Geschwister gewöhnt. Das war ich nämlich überhaupt nicht gewohnt von Zuhause, mit so kleinen Kindern zusammen zu wohnen. Ich muss aber sagen, dass es sehr witzig ist, auch wenn es manchmal etwas anstrengend wird.

Am Anfang hatte ich noch viel Kontakt nach Hause. Das war für mich so eine kleine Komfort Zone, die gewohnten Stimmen zu hören, aber inzwischen ist der Kontakt von ganz allein weniger geworden, denn ich habe nun einen richtigen Alltag hier und auch meine Familie hat sich an einen Tagesablauf ohne mich gewöhnt. Wir telefonieren dennoch regelmäßig und wir schreiben eigentlich täglich ein paar Nachrichten.

Nun fühle ich mich wirklich wohl und habe mich auch dran gewöhnt, so weit von Zuhause weg zu sein. Auch wenn ich nicht der Mensch für Heimweh bin, war es doch ziemlich schwer, meine Familie zu „verlassen“. Die Zeit vergeht aber so schnell, dass ich überhaupt keine Zeit habe, mein Zuhause zu vermissen. Es fühlt sich an, als wäre ich erst seit ein paar Wochen hier. Außerdem war es ein Abschied auf Zeit und 10 Monate hören sich viel länger an als sie wirklich sind (zumindest bis jetzt).

Hermine berichtet über ihr Auslandsjahr in Schweden. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Schweden? Wir beraten dich gerne!

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