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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Sophie in Methven

Den Sprung ins kalte Wasser wagen

Ein Auslandsjahr ist wie eine schnelle Fahrt durch das Unbekannte. Zuerst kann es dir leicht Angst machen, aber wenn du es kennenlernst, wirst du merken, wie schön alles Neue ist.
Ich bin nun schon ganze zwei Monate in Neuseeland. Zwei Monate in denen sich alles auf den Kopf gestellt hat. Du tauchst in eine völlig neue Kultur ein. Da sind nicht deine Freunde, die du kennst und deine Familie in Deutschland kannst du dort auch nicht vorfinden. Auch die Sprache ist anders und das nicht nur von den Wörtern aus, sondern auch von der Art und Weise wie man etwas sagt. Als ich beschlossen habe mein Auslandsjahr anzutreten, schien alles unrealistisch, nur wie ein Traum in meinem Kopf, aber wenn man sich nun in diesem Traum einfindet, merkt man wie sich die Wirklichkeit anfühlt.

Genauer beschrieben befinde ich mich auf der Südinsel Neuseeland in einem kleinen Ort Namens Methven. Dieser Ort lebt im Winter, weil viele Touristen heranfahren und Ski oder
Snowboarden gehen, auf dem Mount Hutt. Es gibt hier viele Supermärkte, Cafés und einige Pubs. Das neuseeländische Schulsystem ist in vier Schulhalbjahre eingeteilt und in dem
dritten, das nun zu Ende ist, hat sich so ziemlich alles um Schneesport gedreht. Am Anfang wollte ich mich auf die Dinge spezialisieren, die ich unbedingt machen wollte, das was ich
mir vorgenommen habe. Doch nicht alles hat geklappt und vor allem das ist eine Sache, der man sich gegenüber stellen muss. Trotz wenn das Vorgenommene nicht gleich so geschieht, wie man sich es vorgestellt hat, muss man trotzdem nach vorne schauen und vielleicht auch einfach Neues ausprobieren. Auch ich bin ein Wochenende mit einer Freundin auf den Berg gefahren und wir sind alleine Snowboard gefahren. Am Ende habe ich festgestellt, dass es sogar sehr viel Spaß macht! Ein Auslandsjahr ist einfach da, um Neues auszuprobieren, dass man nicht gerade kennt und an den unbekannten Ereignissen wächst. Selbst wenn man sich vor einer bestimmten Sache fürchtet, sollte man einfach einen Sprung in das kalte Wasser wagen.

Es gibt in den Schulen in Neuseeland auch viele andere Schulfächer Angebote, wie zum Beispiel, “Outdoor Education”. In diesem Fach, wird jedes Jahr ein Thema festgelegt und am Ende des Terms ein Ausflug unternommen. Dieses Jahr war es der “SnowCaving Trip”. Um ehrlich zu sein konnte ich mir am Anfang noch nicht genau vorstellen, was auf mich
zukommen würde, aber wenn ich jetzt zurückblicke ist es ein Erlebnis, dass ich nicht mehr vergessen werde. Wir haben ganze sechs Stunden gebraucht, um drei Snow Caves zu bilden. Vorerst sind wir aber ein kleines Stück den Berg hochgeklettert und sind dann einen Teil mit unserem Körper wieder herunter geschlittert. Als wir dies geschafft hatten, gab es eine kleine Pause und danach ging es direkt weiter mit der nächsten Mission. Wichtig wenn man einen Cave baut, ist das man nichts an seiner Rüstung vergisst und wir hatten einen
riesengroßen Rucksack, in dem wir alles einpacken sollten. Am Ende stellte sich heraus, dass wir viel zu viel mithatten und das was wir brauchten, zu wenig. Aber auch dies hat uns
geholfen weiter an uns selbst zu wachsen und nun wissen wir genau was man für solch einen Trip genau mitnehmen muss.


 

Zuerst haben wir eine große Menge Schnee in die Mitte geschaufelt und danach haben wir einen Tunnel im Schnee gegraben. Den Snow Cave zu bauen war allerdings tausendmal
leichter, als den Berg hochzuklettern, da es wirklich einfach war auszurutschen und in den Schnee zu fallen. Natürlich hatten wir hierfür aber auch eine bestimmte Rüstung, die uns
stützte, nicht den ganzen Berg hinunter zu fallen. Als die Sonne dann unterging, haben sich jeweils die Gruppen zusammengefunden, um ein Gericht zuzubereiten. Ich war zusammen
in einer Gruppe mit zwei weiteren Mädchen, da wir die einzigen weiblichen Personen waren von insgesamt Elf Personen. Während die anderen schon längst fertig mit allem waren,
waren wir immer noch dabei. Da unser hergestelltes heißes Wasser aus Schnee beim Ersten Versuch umgekippt war und es eine Weile dauerte, bis wir neues geschmolzen hatten. Danach war es schon dunkel und wir sind in unseren Cave gegangen. Drinnen haben wir noch viel gelacht und über unseren Tag gesprochen und ich muss sagen, dass ein Snow Cave wirklich eine gute Möglichkeit ist, um einer Person näher zukommen.

Am nächsten Morgen war ich vollkommen fertig, denn viel Schlaf bekommen hatte ich nicht. Das erstaunliche war, dass es nicht an der Kälte lag, sondern an der Härte und derUnbequemlichkeit. Ich war ungefähr 27 Mal aufgewacht und hatte am nächsten Tag einen dicken Schädel und nur noch nasse Sachen an und in meinem Koffer. Dennoch würde ich sagen, dass ich immer wieder einen Snow Cave bauen würde, da es wirklich Spaß gemacht hat, aber ich mir zweimal überlegen würde, ob ich wieder in einem übernachten würde. Ich habe tolle Freunde gefunden und es war ein unvergessliches Erlebnis.

 

Sophie berichtet über ihr Auslandsjahr in Neuseeland. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland? Wir beraten dich gerne!

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