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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Luzia in Neuseeland

Abschiedsbrief Shaz

Hey Shazi,

wenn du diese Zeilen nun liest, sitze ich schon im Flugzeug nach Hause und unsere Zeit ist zu Ende. Am Ende verging sie viel zu schnell und ich habe das Gefühl, dass ich sie nicht genutzt habe.

Wahrscheinlich würdest du jetzt sagen "Du hast das Beste draus gemacht" - Ich kann sagen, ja.

In meiner Zeit hier, habe ich unglaubliche Dinge erlebt. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden, eine Schwester "bekommen" und die Möglichkeit gehabt, ein Teil deiner Familie zu werden. Für all diese unfassbaren Erlebnisse bin ich mehr als dankbar. Du hast während meiner Zeit hier eine unfassbar große Rolle für mich gespielt. Außerdem hast du einen ganz großen Teil meines Herzens eingenommen.

Ich erinnere mich sehr gerne an all unsere wundervollen Erlebnisse zurück und hoffe, dass noch ganz viele dazu kommen werden.

Wir haben während der Zeit hier gelernt, dem anderen zu vertrauen und ihn in unserem Leben zu akzeptiert.

Wenn ich jetzt an die Zeit vor meinem Auslandsjahr denke, hätte ich nie gedacht, dass wir eine so gute Beziehung haben werden. Ich muss sagen, dass ich zu der Zeit echt etwas Angst und Bedenken hatte. Was wenn?! Was wenn wir uns nicht verstehen? Was wenn du mich nicht als Familienmitglied akzeptiert? All diese Fragen/Gedanken schwirrten mir im Kopf.

Dann kam der Tag der Tage, an dem ich in Invercargill gelandet bin und mich Debbie abgeholt hat. Ich war aufgeregt und nervös. Debbie meinte zu mir, du wärst arbeiten und könntest mich deswegen nicht mit vom Flughafen abholen.

In meinem neuen zu Hause angekommen erwarteten mich bereits Logan und die Tiere, aber nicht du. Du warst noch bei der Arbeit und die ersten Stunden hier waren für mich unbeschreiblich. Meine Gefühle und Emotionen waren nicht zuzuordnen und ich hätte sie auch nicht beschreiben können.

Gegen 19 Uhr sind wir dann zum FourSquare gefahren, um dich abzuholen und das war das erste Mal, dass ich dich persönlich treffen/sehen konnte. Das einzige was wir in diesem Moment zu einander gesagt haben war „Hey“. Ich kann mich noch ganz genau an die Situation erinnern, wir waren beide sehr schüchtern und wussten beide nicht, wie wir mit der Situation nun umgehen sollten.

Du hast vom ersten Moment an nach mir geschaut und mir in allem geholfen. Egal ob es in der Schule mit den Lehrern oder den Freunden war. Du hast mir geholfen und mich unterstützt, wo du nur konntest und dafür bin ich dir unendlich dankbar.

Ich kann mich glücklich schätzen, durch dich so schnell so tolle Freunde gefunden zu haben, die mich mit offenen Armen empfangen haben.

Ohne, dass ich es erwartet hätte, verging die Zeit wie im Flug, nach einem Highlight kam schon das Nächste. Du hast die meisten Highlights mit mir zusammen erlebt. Ich könnte jetzt Stunden und Seiten von unseren Erlebnissen berichten, aber ich glaub da bräuchte ich zu lange.

All diese Erlebnisse und Erfahrungen haben mich geprägt und bleiben für immer ein Teil von mir, genauso wie du.

Gerade haben wir Donnerstag und ich sitze neben dir und schreibe diesen Brief während du Art machst. Ich werde dieses Gefühl sehr vermissen, mit dir Hausaufgaben zu machen, mit dir über den Tag zu reden und meine Gedanken bei dir auszuschütten.

Als wir gestern vom Familienessen wiedergekommen sind, lagen wir beide in unseren Betten und du hast angefangen zu weinen. Wir beide lagen am Ende weinend in unseren Zimmern neben einander. Einfach weil wir realisiert haben, die Zeit zusammen ist zu Ende. Du glaubst mir nicht, wie sehr es mir schwerfällt, all das hinter mir zu lassen. Es hat mich gestern so berührt, als du gesagt hast: „Ich werde es nicht vermissen mit dir zu skypen oder zu schreiben. Ich werde es vermissen, dass ich dich nicht mehr höre, wie du in dein Zimmer gehst oder neben mir zu Hause sitzt.“

Wenn ich gerade hier sitze und das schreibe, könnte ich sofort wieder anfangen zu weinen. Warum muss dieser Part des Lebens so hart sein? Warum tut Abschied nehmen so weh?

Ich bin nun auf dem Weg zu meinem deutschen Leben, zu meiner Familie und Freunde, aber ich bin nie aus der Welt. Trotz 18.300km bin ich da, egal ob du glücklich bist oder traurig. Ich werde 24/7 für dich erreichbar sein. Klar, es wird nicht sein wie vorher, aber wir werden versuchen das Beste draus zu machen.

Ich werde dir versprechen, ich komme wieder und besuche euch und es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, hier ist immer ein Bett für mich frei. Außerdem seid ihr/bist du in Deutschland immer willkommen. Eines Tages werde ich dich mit meinem Auto abholen und ich zeige dir mein Land, meine Stadt und mein Leben. Genauso wie du es für mich getan hast.

Nun möchte ich einfach danke sagen. Danke, dass du mich in dein Leben gelassen hast und dass ich ein Teil von diesem werden konnte.

Ich hoffe, dass du mich auf dem Laufenden halten wirst, was hier drüben abgeht. Ich werde dich für immer in meinem Herzen tragen und wenn ich doch mal dein Gesicht vor mir brauche und du nicht erreichbar bist, dann schaue ich mir unsere Fotos an oder lese diene Seiten in meinem Buch. Es wird immer einen Weg geben, den anderen zu sehen. Für dich gilt das auch.

Nun denke ich auch, dass es reicht, sonst würde ich noch ewig weiter schreiben. Also Kopf hoch, das Leben geht weiter und ich bin nie aus der Welt nie!!! „Sisters forever“!!

Ich danke dir für alles und habe dich unfassbar lieb,

Deine Luzia




Hey, Shazi,

by the time you read these lines, I'm already on the plane home and our time is up. In the end, it went much too fast and I have the feeling that I didn't use it.

You'd probably say you made the best of it. I can say yes.

In my time here, I've experienced incredible things. I made friends for life, “got" a sister and had the chance to become a part of your family. I am more than grateful for all these unbelievable experiences. You played an incredibly big part for me during my time here. Besides, you've taken a very large part of my heart.

I like to remember all our wonderful experiences and hope that many more will follow.

During this time we have learned to trust the other and to accept him in our lives.

If I now think of the time before my year abroad, I would never have thought that we would have such a good relationship. I have to say I was really a little scared and worried at the time. What if I am?! What if we don't understand each other? What if you don't accept me as a family member? All these questions/thoughts were buzzing in my head.

Then came the day of days when I landed in Invercargill and Debbie picked me up. I was excited and nervous. Debbie told me you were working, so you couldn't pick me up at the airport.

In my new home already Logan and the animals were waiting for me, but not you. You were still at work and the first hours here were indescribable for me. My feelings and emotions could not be assigned and I could not have written them.

Around 7am we drove to the FourSquare to pick you up and that was the first time I could meet you personally. The only thing we said to each other at that moment was “Hey”. I can still remember the situation very well, we were both very shy and both did not know how to deal with the situation now.

You looked after me from the first moment and helped me with everything. Whether it was at school with the teachers or with the friends. You have helped and supported me wherever you could and for that I am infinitely grateful.

I can count myself lucky to have found such great friends so quickly through you, who welcomed me with open arms.

Without me having expected it, the time flew by, after one highlight the next came already. You've seen most of the highlights with me. I could now tell hours and pages about our experiences, but I think it would take me too long.

All these experiences have shaped me and remain a part of me forever, just like you.

It's Thursday and I'm sitting next to you writing this letter while you do Art. I will miss this feeling of doing homework with you, talking to you about the day and pouring out my thoughts to you.

When we came back from the family dinner yesterday, we were both in our beds and you started crying. At the end we both lay crying in our rooms next to each other. Simply because we have realized the time together is over. You can't believe how hard it is for me to put all this behind me. It touched me so much yesterday when you said: “I won't miss Skype or write with you. I'll miss not hearing you go into your room or sit next to me at home anymore”.

If I'm sitting here writing this, I could start crying again right now. Why does this part of life have to be so hard? Why does saying goodbye hurt so much?

I am now on my way to my German life, to my family and friends, but I am never out of the world. Despite 18,300km, I'm there whether you're happy or sad. I'll be available for you 24/7. Sure, it won't be the same, but we'll try to make the best of it.

I'll promise you I'll come back and visit you and it's a great feeling to know here is always a bed free for me. Besides, you are always welcome in Germany. One day, I will pick you up with my car and I will show you my country, my city and my life. Just like you did for me.

Now I just want to say thank you, thank you for letting me into your life and that I could become a part of this. I hope you'll keep me posted on what's going on over here. I will carry you forever in my heart and if I do break your face in front of me and you are not reachable. Then I look at our photos or read the pages in my book. There will always be one way to see the other. That goes for you, too.

Now I also think that it is enough, otherwise I would continue to write forever. Now cheer up, life goes on and I'm never out of the world never!!!! “Sister forever"!!!

I thank you for everything and I love you so much,

Your Luzia