!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Elternbericht

Ab in die Ferne... möglichst ans andere Ende der Welt!


Begrüßung durch die Gastfamilie am Flughafen in Kerikeri, Samstag, den 26.01.2019. (Karen, zweite von links)

Für uns Eltern war es toll, dass wir nach der Ankunft von DFSR eine Information mit Foto erhielten, dass die Gastfamilie Karen in Empfang genommen hatte. Auch ein Feedback der Gastmutter, dass sich alle gut verstehen, und dass sie an ihrem ersten Wochenende viel Spaß hatten, freute uns sehr.

DFSR hatte uns im Vorfeld empfohlen, dass wir mit der Gastfamilie auch schon vor der Anreise Kontakt aufnehmen sollten. Wir hatten dies per Mail und dann über den Messenger von Facebook gemacht. Dadurch hatten wir bereits ein paar Fotos von Karen Zuhause in Neuseeland erhalten und konnten uns ein Bild machen, wo Karen leben würde.

In ihrer ersten Woche konnte sich Karen weiter akklimatisieren und ihr neues Zuhause besser kennenlernen, da die Schule erst eine Woche später los ging. Ihr Gastvater zeigte ihr die Farm, die sehr groß ist. Die Rundfahrt dauerte nach Karens Aussage über 2 Stunden. Es gibt viele Tiere, mehrere Badeseen und sogar einen kleinen Fluss auf dem Gelände der Farm.

 

Dann wurde von der Kerikeri High School am Freitag vor Schulstart ein Barbeque für die Internationals und die Gastfamilien veranstaltet. Davon berichtete Karen per Whatsapp total begeistert. Sie hatte direkt viele Internationals kennengelernt und Freundschaften geschlossen.

Die Woche darauf fand dann ein quasi Onboardingprogramm für alle neuen Internationals statt. Sie erhielten alle erforderlichen Informationen über die Schule, den täglichen Ablauf und konnten ihre Fächer wählen. Auch einen ersten Ausflug mit den Internationals haben Sie unternommen, welcher auf der Instagramseite der Schule gepostet wurde.

 

Ich kann nur sagen, dass die modernen Medien wie Whatsapp und Instagram (wir folgen neben Karens Account auch DFSR und der Kerikeri High School) sehr gut sind, um in gewisser Weise den Auslandsaufenthalt mitzuerleben. Wir hatten über die letzten Monate sehr regelmäßigen Kontakt und haben auch über Whatsapp telefoniert. Bei einer Zeitumstellung von zu Beginn 12 Stunden ganz einfach. Wir morgens und sie abends, oder umgekehrt. Anfangs fragte ich Karen, ob es für Sie ok sei, wenn ich per Whatsapp anrufe. Ich wollte vermeiden, dass Sie Heimweh bekommt. Aber Sie fühlte sich wohl und meinte nur, dass sie überhaupt kein Heimweh habe, ich solle darüber nicht traurig sein. Sie sei viel zu beschäftigt und absolut happy.

Ihr Tagesablauf war vollgepackt und ließ ihr wohl wirklich kaum Zeit für Heimweh. Sicher auch wegen ihrer tollen Gastfamilie und netten Freunden, die sie sehr schnell gefunden hatte. Morgens früh raus, Frühstück mit der Familie. Dann die gemeinsame Fahrt mit Gastmutter und Gastschwester in die Stadt. Von 8.30 Uhr bis 15:00 Uhr Schule. Anschließend gemeinsame Unternehmungen mit ihren Internationals. An den Wasserfällen schwimmen gehen war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, dafür standen wohl drei zur Auswahl. Alternativ an den Strand gehen oder in einem Café etwas trinken und essen. Auch zu ihren Freunden nach Hause sind sie öfter und haben den Nachmittag gemeinsam dort verbracht. Um 17 Uhr Treffen mit der Gastmutter für die gemeinsame Rückfahrt. Anschließend gemeinsames Kochen und Abendessen mit der Familie. Dann hat sie sich oft in ihr Zimmer zurück gezogen, um etwas Zeit für sich zu haben. Alles in Allem war sie total happy. Auch das viel besagte Tief, mit Heimweh, nach den ersten Wochen blieb völlig aus. Daher blieb uns kein Grund, um uns zu Sorgen zu machen und auch uns Eltern ging es gut mit ihrer Abwesenheit, da sie glücklich war.

Die Schule lief auch völlig problemfrei. Sie hatte neben Mathe und Englisch, welches Pflichtfächer sind, noch Physik, PE (Sport), Outdoor Education und Hospitality (Kochen) gewählt. Außer in Englisch, welches als ESOL (English as a Second Language) in meist reinen Internationals-Klassen unterrichtet wird, hat sie in allen anderen Fächern den ganz normalen Unterricht mit den Kiwis besucht. In Deutschland war Karen noch in der 10´ten Klasse, dort besuchte Sie Jahrgang 11, 12 und teilweise sogar 13. Sie kam trotzdem überall sehr gut mit und berichtet völlig begeistert von einem doch weniger strengen Schulsystem und dass die Lehrer sich ganz anders gegenüber den Schülern verhalten. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern sei viel mehr von Vertrauen geprägt.

Als Akademie hatte Karen im Term 1 Surfen gewählt. Somit hatte sie freitags keine Schule, sondern fuhr mit der Surftruppe jeden morgen zum Surfen. 

 

Dann kamen die Osterferien, Term 1 war damit zu Ende. Karen hatte sich entschieden, mit zwei befreundeten Internationals einen Südinseltrip als Ferienreise zu buchen. Es war eine Reise der Partnerorganisation der brasilianischen Austauschschüler mit fast ausschließlich brasilianischen Internationals. Die Reise ging über Auckland nach Christchurch und von dort mit dem Bus über mehrere Etappen weiter in den Süden nach Queenstown. Von dort über Auckland zurück nach Kerikeri.

Auf dieser Reise konnte sie sehr viele schöne Gegenden der Südinsel kennenlernen und hat viel erlebt. 

                                             
Lake Wanaka                                              


Milford Sound

Doch trotz toller Reise hatte Karen in dieser Zeit nun doch zum ersten Mal Heimweh. Zwar nicht nach Deutschland, aber nach Kerikeri. Warum? Es zeigte sich, dass die mitfahrenden brasilianischen Internationals häufig nur portugiesisch miteinander sprachen. Da Karen diese Sprache nicht verstand, kam doch ein manches Mal das Gefühl auf, etwas ausgegrenzt zu sein. Die mitgefahrenen brasilianischen Internationals, die Karen gut kannte, nahmen hier auch wenig Rücksicht. Das war sicher keine wirklich schöne Erfahrung, aber zeigte, dass man auch in einer solchen Situation neue Freunde findet und trotzdem eine schöne Zeit haben kann. Für uns als Eltern aus der Ferne nicht einfach, da man eben nicht wirklich helfen kann. 

Außerdem erkannte sie, dass die Vorgabe der High School, dass auch Internationals aus dem gleichen Land, sprich Deutsche oder Brasilianer untereinander, immer Englisch miteinander sprechen sollen, da alles andere unhöflich sei, extrem wichtig ist. Karen hatte sich entschieden, sich daran zu halten und sprach mit allen Internationals Englisch, auch mit den anderen Deutschen. In jedem Fall muss Karen heute, wo sich das Ende des Austauschs nähert, eher manchmal überlegen wie Manches in Deutsch heißt, bzw. schreibt uns versehentlich englische Whatsapp. Das Ziel, was ja dieser Auslandsaufenthalt auch erreichen soll, dass sie fließend Englisch spricht, ist damit auf jeden Fall erfüllt. Und das trotz eine Großteils deutscher Internationals an der Kerikeri High School.

Zu Beginn des Term 2 stellte Karen fest, dass ihr die Musik und vor allem ihr Klavier doch sehr fehlten. Außerdem machte ihr PE nicht so viel Spaß und die Inhalte überschnitten sich im Wesentlichen mit ihrem Fach Outdoor Education. Sie überlegte das Fach zu wechseln, war sich jedoch nicht sicher, da es aufgrund der anstehenden Examen nur noch wenige Schulwochen waren. Wir rieten ihr, es einfach zu versuchen und im International-Office nachzufragen. Ergebnis war, dass Sie trotzdem wechseln durfte und darüber hat sie sich sehr gefreut. Für sie war es ein Gewinn, da ihr das Fach sehr viel Spaß machte und sie dadurch wieder ab und zu Klavier spielen konnte.

In den letzten Wochen verging die Zeit rasend schnell. Von der Schule aus wurden regelmäßig Ausflüge mit den Internationals unternommen. So waren sie noch im Puketi Forest und am Cape Reinga. 

 

Mit ihrer Gastfamilie war sie außerdem ein langes Wochenende in Hamilton, eine ihrer Gastschwestern besuchen. Dann fanden die Examenswochen statt. Karen hat alle Examen mitgeschrieben, auch in Musik, obwohl sie erste kurze Zeit am Unterricht teilgenommen hatte. 

Einer der Momente, der für mich schwer war, war ihr 16´ter Geburtstag, den sie in Neuseeland ohne uns feierte. Aber auch hier zeigte sich, dass sie dort tolle Freunde und eine wirklich liebenswerte Gastfamilie hat. Da es ein Sonntag war, konnte sie morgens mit ihren Freunden in Kerikeri frühstücken gehen und mit ihnen einen schönen Tag verbringen. Am Abend fand dann das Family Dinner zu ihrem Geburtstag im Kreis der Familie statt, mit Großeltern und weiterer Familie, wie es in ihrer Gastfamilie üblich ist. Von der Oma bekam sie sogar einen Geburtstagskuchen. Sie freute sich besonders über das Geschenk ihrer Gastmutter, da es sich um ein traditionelles Geschenk handelte und natürlich über ihr Überraschungspäckchen aus Deutschland von uns. 

Die Zeit vergeht wie im Flug. Alles in Allem war dieses halbe Jahr auch für uns eine spannende Zeit. Nächste Woche ist die Zeit jetzt vorüber und Karen kommt nach Hause. Wir freuen uns alle schon sehr darauf!