Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Janne in Omokoroa

Die Zeit hier wird viel zu schnell vorbeigehen!

Jetzt sind schon mehr als zwei Monate meiner Zeit im Ausland vergangen und ich fange an zu realisieren, dass die Zeit viel zu schnell vorbeigehen wird. Diesen Monat habe ich mich weiterhin in das neuseeländische Leben eingelebt und weitere Freundschaften geschlossen. In der Schule bin ich mittlerweile ganz gut angekommen. Ich habe auch erfolgreich die Benchmark Exams geschrieben, welche wie eine Art Übung für die Final Exams sind. Die Final Exams werde ich nicht mitschreiben, da ich das erste Halbjahr des Schuljahres verpasst habe. In der Schule hatten wir ein Event namens Mardi Gras, was wie eine Art Karneval ist. Ich fand sehr interessant zu sehen, wie andere Länder ihre Feste zelebrieren. Am Tag des Mardi Gras wurden auf dem Schulhof jede Menge verschiedene Stände aufgebaut, die entweder Essen oder Spiele angeboten haben.

Generell war der September ziemlich verregnet, aber wenn die Sonne rauskommt kann es schon echt warm und sommerlich werden. Trotzdem habe ich diesen Monat neue Orte gesehen und war ziemlich beschäftigt. Zum Beispiel hat meine Gastfamilie mich über ein Wochenende nach Waihi Beach mitgenommen, was ein wunderschöner weisser Sandstrand mit jede Menge Surfern ist. Ich habe auf jeden Fall vor, im Sommer selber Surfstunden zu nehmen.

An einem weiteren Wochenende war ich mit meiner Familie in Rotorua. Rotorua hat mehrere Seiten, einerseits hat es viele Freizeitaktivitäten anzubieten, da es sehr touristisch ist, und andererseits kann man viel über die Kultur der Maori lernen und ihre faszinierenden Häuser rund um Rotorua betrachten. Rotorua ist außerdem von einem seltsam fauligen Geruch umgeben, welcher Schwefel-Ausdünstungen und anderen dampfenden Aktivitäten zu verdanken ist. Wir sind während unseres Aufenthaltes Luges gefahren, was man sich wie eine Art Sommerrodelbahn vorstellen kann. Außerdem haben wir dampfende Teiche und blubbernde Mud Pools bewundert. Am selben Tag sind wir ein bisschen weiter ins Unbewohnte gefahren, um mir eine Vorstellung zu geben, wie Neuseeland vor den ersten Siedlern ausgesehen hat.


In der Schule hatte ich das Glück als International Student zusammen mit anderen Austauschschülerinnen auf einen Ausflug zu gehen. Zuerst haben wir ein Naturreservat besucht, in dem sehr seltene und zum Teil gefährdete Tier-und Pflanzenarten in einem eingezäunten Gebiet leben. So habe ich viele, sehr seltene Vogelarten gesehen und konnte ein Stück Silver Fern als Erinnerung mitnehmen. Weiter ging es dann nach Hobbiton. Man muss dazu sagen, dass wir an dem Tag des Ausfluges wunderbares Wetter hatten und die Filmkulisse dadurch einfach original wie in den Filmen aussah. Selbst für die Austauschschüler, die Herr der Ringe nicht gesehen haben, war Hobbiton ein tolles Erlebnis. Die Landschaft erfüllt einfach perfekt das Klischee wie man sich Neuseeland vorstellt: kleine Hügel, friedlich aussehende, grüne Wiesen und, wenn man wie wir zur richtigen Zeit kommt, jede Menge kleine Lämmer. Und um das typische Bild von Neuseeland noch zu bestärken: Ginger Beer zum Abschied.

Diesen Monat sind mir eigentlich nicht viele neue Unterschiede zwischen Neuseeland und Deutschland aufgefallen. Abgesehen davon, dass alles irgendwie anders ist; die Landschaft und die Sprache und solche offensichtlichen Gegebenheiten. Das einzige, was mir aufgefallen ist, ist dass Kiwis ziemlich nachtragend sind. Es ist hier nicht so üblich, Probleme einfach direkt anzusprechen, kurz drüber zu reden und  danach zu vergessen.

Vor allem zu der Zeit, als die Ferien angefangen haben, habe ich die Öffentlichen Verkehrsmittel echt vermisst. Um den einzigen Bus in die Stadt zu nehmen, der auch leider nur einmal am Tag fährt, muss ich mitten in den Ferien, um kurz nach 6 Uhr aufstehen. Dennoch geniesse ich den Freiraum, alleine in die Stadt fahren zu können, und den Tag mit meinen Freunden in der Stadt zu verbringen. Seitdem ich mir eine Bus Card gekauft habe, kann ich auch ziemlich einfach von Ort zu Ort innerhalb der größeren Städte wechseln.

Neben Schule, mit Freunden in der Stadt abhängen und neue Orte erkunden, habe ich diesen Monat sehr viel Training gehabt und als Endergebnis letzte Woche dafür meinen grünen Gurt im Taekwondo bekommen. Ein Verein ist echt eine gute Möglichkeit, unter Leute zu kommen und ins alltägliche Leben der Kiwis einzusteigen.

Sonst kann ich berichten, dass ich immer noch weitgehend zufrieden mit meiner Gastfamilie bin. Vor allem mit meinem Gastvater verstehe ich mich ziemlich gut und er nimmt mich oft mit auf Radtouren, wo wir echt schöne Landschaften sehen. Auch mit dem Englisch komme ich sehr gut klar und es faellt mir sogar schon ein bisschen schwer, den Bericht auf Deutsch zu schreiben.


Janne berichtet über ihr Auslandsjahr in Neseeland. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland? Wir beraten dich gerne!

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