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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jette auf La Réunion

Schulferien auf La Réunion

Als ich im März nach dem Leichtathletik-Training nach Hause gelaufen kam fiel mir plötzlich auf, dass man um diese Zeit schon wieder den absolut beeindruckenden Sternenhimmel bewundern konnte. In den Monaten zuvor war es gegen diese Uhrzeit dank des Sommers nämlich noch hell gewesen. Da habe ich schmerzlich zu spüren bekommen, dass mein Auslandsjahr sich bald dem Ende zuneigt, da der Winter für mich ja den Abschied bedeutete.

Der März brachte aber auch weitere Ferien mit sich, für die ich mir super viele Ausflüge vorgenommen hatte.

Direkt am ersten Wochenende war dann auch schon der internationale Frauentag, den ich mit meiner Gastmutter und hunderten von weiteren Frauen zusammen auf einer großen Veranstaltung uns zu Ehren verbrachte.

Es wurden spannende Reden gehalten, zusammen gegessen, Blumen verschenkt, getanzt und man hatte die Möglichkeit gratis von diversen Angeboten zu profitieren.

Meine Mutter hat sich einer Maniküre unterzogen, ihre Haare frisieren und sich massieren lassen, während ich für eine der typischen Flechtfrisuren La Réunions anstand.

Durch meine doch recht europäischen Haare war es natürlich schwierig diese eng an der Kopfhaut entlang zu flechten. Es kamen viele Schaulustige vorbei, um zu gucken, wie sich das deutsche Mädchen ihre Haare flechten und sich somit in eine Réunaisin verwandeln ließ und natürlich, um ihre persönlichen Flechttipps zum Besten zu geben. So war ich am Ende des Tages sehr zufrieden mit meiner neuen kreolischen Haarpracht.

Am selben Tag sind die leiblichen Eltern meines dänischen Gastbruders Jakob angereist, um mit ihm während der Ferien ein wenig die Insel zu erkunden. Natürlich hätte ich mich in deren Pläne einklinken können, was ich auch ein zwei Mal gemacht habe, allerdings wollte ich ihnen ihre Familienzusammenkunft nicht zerstören und habe mich deshalb größtenteils mit meinen Freunden verabredet.

Sowohl mit den anderen Austauschschülern, als auch mit meinen einheimischen Freunden habe ich ein paar schöne Strandtage verbracht. Abends gab es des Öfteren Familienfeste und Essenseinladungen für unsere gewohnte Gruppe und Jakobs Eltern, um ihnen einen schönen Aufenthalt zu gewährleisten.

Einen der schönsten Tage bis zur Verhängung der Ausgangssperre aufgrund des Coronavirus habe ich mit zwei Freunden in einem Nebenort von St. Pierre verbracht.

Morgens sind wir zusammen losgetuckert und haben dann bis zur Mittagspause der Geschäfte geshoppt. Anschließend ließen wir uns einfach treiben. Wir haben uns jeweils ein Pain Américan geholt und sind dann am Meer zum Hafen langspaziert. An diesem Tag schien die Sonne mit all ihrer Kraft und durch den starken Wind an der Küste wurden wir mit vielen Ladungen Salzwasser auch außerhalb des Meeres abgekühlt. Wir haben ein bisschen in der Sonne gebrutzelt und sind dann weiter nach Terre Sainte gelaufen. Ein wunderschöner Ort mit ganz vielen bunten Graffitis und total süßen Eckchen.

Wir trafen auf Gruppen alter Leute, die das gute Wetter und die schöne Aussicht genossen haben um eine Runde Domino zu spielen, auf Surfer und Jugendliche, die den doch etwas einsameren Strand und den besonderen Flair der Vorstadt genießen wollten.

Vorbei an kleinen Gassen und Restaurants mit Meerblick stießen wir noch auf weitere Boutiquen und zufälligerweise entdeckten wir auch eine Kunstaustellung, die uns absolut vom Hocker gerissen hat.

Die Leiterin war auch angetan von unserer Dreiertruppe und hat uns gleich zur Vernissage ihrer neuen Ausstellung für den nächsten Monat eingeladen.

Mit einem Tauchgang im Meer und einer Kugel Eis haben wir unseren Tag dann ausklingen lassen.