Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jette auf La Réunion

Meine ersten Monate auf der Insel

Die Zeit hier vergeht ganz anders als ich gedacht hätte. In manchen Momenten hat man das Gefühl, schon immer auf La Réunion gelebt zu haben, und in anderen Momenten wird einem bewusst, dass man erst drei Monate hier verbracht hat und es noch vieles zu erleben und entdecken gibt.

Der Abschied meiner Freunde und Familie in Deutschland ist mir trotz des Wissens, dass ich zurückkommen werde, extrem schwer gefallen. Entgegen meiner Erwartungen habe ich hier aber überhaupt kein Heimweh. Mit meinen Freunden habe ich vergleichsweise wenig Kontakt über Social Media und mit meiner Familie habe ich bisher erst 5 E-Mails geschrieben. Da bilde ich aber eher eine Ausnahme. Die meisten anderen Gastschüler, wie auch mein dänischer Gastbruder, mit dem ich in einer Familie untergebracht wurde, haben sehr viel mehr Kontakt zu ihrem Heimatland und skypen teilweise mehrmals pro Woche mit ihren Angehörigen.
Ansonsten besteht meine Gastfamilie noch aus meiner Gastmutter und einem ihrer Söhne. Trotz dieser eher spärlichen Besetzung ist hier aber immer was los. Meine Gastmutter ist super gastfreundlich und nimmt oft Freunde und Verwandte für einige Zeit bei uns auf. Ich verbringe auch viel Zeit mit den Cousins und Cousinen der Familie, die alle mehr oder weniger in der Nähe wohnen. Dadurch, dass unser créolisches Häuschen offen und einsichtlich ist, kommen auch die Nachbarn oft auf ein Getränk und ein Gespräch vorbei, wenn sie auf dem Heimweg sind. Nicht selten endet dies dann in einer spontanen Party mit einer lebensfrohen Atmosphäre, lauter Musik und tanzenden Menschen.

Meine Schule ist zum Glück nur 5 Minuten zu Fuß entfernt und auch da fühle ich mich total wohl. Meine Mitschüler sind alle herzlich, offen und interessiert, deshalb war es für mich ziemlich einfach, Anschluss zu finden. Jetzt ist es daran, aus diesen Bekanntschaften eine Freundschaft entstehen zu lassen.
Unter der Woche ist es jedoch recht schwierig, sich zu verabreden, da man meist bis 17h Schule hat. Zusätzlich bin ich eine der Unglücklichen, die auch am Samstagvormittag Unterricht haben, wodurch das Wochenende leider ziemlich kurz ausfällt.
Die Schulfächer sind im Großen und Ganzen dieselben, wie man es aus Deutschland gewohnt ist, der Unterricht ist aber deutlich passiver, was es vor allem zu Beginn schwierig gemacht hat, dem Geschehen zu folgen. Zum Glück zeigen sich aber alle meine Lehrer nachsichtig und verständnisvoll, wenn ich die Aufgaben nicht so bearbeiten konnte wie ein Muttersprachler.

In meinen ersten Ferien hier habe ich mich viel mit meinen Freunden verabredet und so selbstständig per Bus ein wenig die Insel erkundet.
Ich habe mich in ihre Natur verliebt! Vom ersten Augenblick an, in dem ich aus dem Flugzeugfenster die Insel von oben gesehen habe, bis jetzt immer wieder aufs Neue. Es ist komplett egal, wo man sich befindet, die Natur ist überall überwältigend schön. Dschungel, Wälder, Meer, Strand, Palmen, Berge, Vulkane, Wasserfälle,... Das absolute Paradies! Dazu kommen noch die ganzen exotischen Früchte, die ich hier zum ersten Mal probieren konnte.

So langsam spürt man, dass der Sommer vor der Tür steht. Es wird immer immer wärmer, am Strand verbrennt man sich die Füße, die Ventilatoren laufen auf Hochtouren, das Eis schmilzt einem aus der Hand weg und am Wochenende flüchten die Familien in die Berge, um im Kühlen zu Picknicken und Boule zu spielen. Ich bin einem Leichtatlehtikverein beigetreten und mir bangt es schon vor den Trainigseinheiten im Hochsommer.
Ein riesengroßer Vorteil ist allerdings, dass man hier im Sommer über einen Monat Weihnachtsferien hat. Da habe ich dann genügend Zeit, um vom Rest der Insel zu profitieren.

 

Jette berichtet über ihr Austauschjahr auf La Réunion. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt auf der Insel im Indischen Ozean? Wir beraten dich gerne!

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