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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jette auf La Réunion

Delfine und Regenzeit

Die Hälfte unseres Aufenthaltes ist mittlerweile erreicht, eines der deutschen Mädchen die nur für fünf Monate hier war ist wehmütig abgereist und die Sommerferien sind leider auch vorbei. Alles nicht so unbedingt freudige Neuigkeiten. Jedoch muss ich zugeben, dass ich nach diesem knappen halben Jahr meine Liebsten in Deutschland doch lagsam zu vermissen anfange. Wiedersprüchlicherweise möchte ich trotzdem nicht, dass dieses Jahr endet. Denn was den Abschied in Deutschland erleichtert hat, war das Wissen alle nach einem Jahr wiederzusehen und das gilt für den hier bevorsteheden Abschied nicht. Wenn meine Zeit auf La Réunion abläuft, dann wird das voraussichtlich für eine ganze Weile das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier alle drücken konnte.

Schluss mit den tristen Gedanken, die Ferien haben es uns nämlich auch ermöglicht ein wenig mehr von der Insel zu erkunden. Ob mit Freunden, Familie oder eben unter uns Austauschschülern. Natürlich sind wir alle hier um möglichst Kontakt zu den Einheimischen aufzubauen, aber meiner Meinung nach ist es dennoch praktisch andere Personen an seiner Seite zu wissen wenn es darum geht touristische Sachen abzuklappern, die die Leute vor Ort vielleicht nicht unbedingt noch ein zehntes Mal sehen wollen. Die Sommerferien haben uns eine super Gelegenheit geboten einen Tagesausflug nach St. Gilles zu machen um dort im Sinne einer einstündigen Bootstour massenhaft Delfine zu bestaunen. Türkisblaues Meer, eine einmalige Aussicht von weit draußen auf dem Ozean auf die Insel, fliegene Fische, strahlend blauer Himmel und ein Motorboot mit um die zehn Personen befüllt, das mit uns an Bord über die Wellen gefegt ist. Ich wäre auch schon absolut happy damit gewesen, wenn wir keine Delfine gesehen hätten, aber an diesem Tag meinte man es wirklich gut mit uns und schon nach einer kurzen Suche sind wir auf eine große Delfintruppe gestoßen. Wir hatten keine Köder, konnten aber trotzdem an die 30 Delfine bestaunen, wie diese völlig furchtlos um uns herumgetobt und sogar unter unserem Boot durchgetaucht sind. Wir waren nur eine Armeslänge von diesen eleganten Meereswesen entfernt und konnten unser Glück kaum fassen. Die Kameras liefen auf Hochturen, es war aber super schwierig ein schönes Bild zu knipsen, weil das Boot durchgehend geschaukelt hat und die Delfine ziemlich schnell ihren Standort geändert haben. Anschließend haben wir den Tag noch am Strand ausklingen lassen und uns überlegt dieses Ereignis am Ende unseres Aufenthaltes noch einmal zu wiederholen um die Chance nicht verstreichen zu lassen auf dieselbe Weise auch ein paar Waale zu Gesicht zu bekommen.

Das mit dem strahlend blauen Himmel hat leider nicht die ganzen Ferien über funktioniert. Im Sommer herrscht auf La Réunion Regenzeit. Empfehlenswert sich bei diesem leider häufig auftretenden stürmischen Wetter draußen aufzuhalten ist es da nicht unbedingt. Wir mussten unsere Ferien gezwungenermaßen also auch öfters mal faul und unproduktiv zuhause verbringen. Meine Gastmutter hatte sich die fixe Idee in den Kopf gesetzt, dass sie mit uns noch ein Wochenende campen gehen will. Sie hat sich extra freigenommen und dann...Unwetter. Der Gedanke ans campen gehen ist auch vorher schon mehrfach wortwörtlich ins Wasser gefallen, weshalb wir uns dieses Mal nicht davon aufhalten haben lassen. Spontan wie immer haben wir den letzten Dienstagabend vor den Ferien entschieden in St.Leu schwimmen zu gehen. Um dem Ganzen noch den Sahnetupfer zu verpassen haben wir zusätzlich alle ein paar Schlafsachen und unser Familienzelt im Auto verstaut um uns dann freudig auf den Weg zu machen unser Campingvorhaben zumindest für eine Nacht umzusetzen. Gegen 22h kamen wir am Strand an und haben im Dunkeln unter Nieselregen unser Zelt aufgebaut. Da war Teamwork gefragt und durch die Schwierigkeit das Zelt im Sand standhaft zu machen haben wir bestimmt 2h gebraucht bis wir fertig waren. Die gute Laune haben wir uns aber trotzdem von Nichts und Niemanden verderben lassen. Gegen 24h hieß es dann raus aus den Klamotten und rein ins Meer. Es war stockfinster und wir hatten ein wenig Respekt vor dem was sich unterwasser vielleicht unentdeckt annähern könnte. Diese Gedanken ließen sich aber ganz leicht beiseite schieben während wir dem Wellenrauschen gelauscht und unser Bad genossen haben. Mein Gastbruder und ich tuckerten noch bis 2h nachts im Meer herum, bis meine Gastmutter uns dann aufgrund des aufziehenden Gewitters ins Zelt bat. Ein unvergessliches Erlebnis sage ich euch. Die Nacht wurde dann für einige von uns noch etwas ungemütlich, weil der pladdernde Regen in den vorderen Bereich des Zeltes eingedrungen war und dort alles unter Wasser gesetzt hatte. Am nächsten Morgen haben wir totmüde in aller Früh unsere Sachen gepackt und sind nach dem Heimweg direkt nochmal in unsere Betten gefallen. 

 

 

Jette berichtet über ihr Austauschjahr auf La Réunion. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt auf der Insel im Indischen Ozean? Wir beraten dich gerne!

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