Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jette auf La Réunion

Ausflug zu einem aktiven Vulkan

Ich lebe jetzt schon über 100 Tage am anderen Ende der Welt und es macht mich unglaublich glücklich, zu sehen, wie ich immer mehr auch ein unersetzlicher Teil des Lebens der Leute werde, mit denen ich hier meine Zeit verbringe.

Meine Gastfamilie ist mir total ans Herz gewachsen und so langsam finde ich auch meinen Platz in den unterschiedlichsten Freundeskreisen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich das Gefühl von Freiheit liebe, wenn mich meine Freunde am Wochenende abholen und wir zusammen irgendetwas unternehmen. Es klingt ganz selbstverständlich und alltäglich, aber zu Beginn des Jahres hat einen eine simple Unterhaltung, die über den Smalltalk hinausging, gefreut und so steigert sich eben mit der Zeit das Niveau.

Vor einigen Wochen war ich mit meiner Familie auf einer Feier und ganz plötzlich kam meiner Gastmutter der Gedanke, wie schön es doch wäre, wenn mein dänischer Gastbruder und ich die Möglichkeit hätten, den Vulkan zu besichtigen, der am selben Abend ausgebrochen war. Ganz spontan entschieden sich dann Freunde von ihr, sofort aufzubrechen, um uns einen der Vulkanausbrüche ihrer Insel aus nächster Nähe zu zeigen. Ein paar Minuten später saßen wir dann wirklich mit ihnen im Auto auf dem Weg nach St.Phillipe.

Umso näher wir dem Vulkan kamen, umso röter wurde der Himmel und nach einem einstündigem Fußmarsch sahen wir dann wirklich und wahrhaftig die Lava aus dem Vulkan sprudeln. Ein absolut unvergessliches Erlebnis, welches mir mal wieder gezeigt hat, wie sehr ich diese Art von Gutherzigkeit und Spontanität der Menschen hier liebe. Ich hoffe inständig, dass sich ein wenig davon auf mich überträgt, bevor ich zurück nach Deutschland muss.

Ich kann nur für mich reden, aber ich bin mehr als zufrieden mit der Partnerorganisation «jev langues» auf La Réunion. Unsere Koordinatorin kümmert sich super lieb um uns und hat es meinem dänische Gastbruder und mir sogar ermöglicht, an einem sensationellen Jugendprojekt teilzunehmen.

Mit unterschiedlichen Mannschaften aus Frankreich, Mauritius, Madagaskar und La Réunion haben wir drei Tage lang, teils zu Fuß und teils per Bus, die komplette Insel umrundet und die Möglichkeit genutzt, Tempel, Kirchen und Moscheen der hier vertretenen Religionen zu besichtigen. Im Sinne diverser Spiele mussten wir tagsüber gegen die anderen Mannschaften antreten, mithilfe kleiner verschlüsselter Hinweise unseren Übernachtungsort finden und uns mit einem Euro pro Person, ein wenig Höflichkeit und Glück Mittagessen kaufen.

Am Ende des Tages trudelten wir alle nach und nach erschöpft an unserem Zielort ein, um dort den Abend zusammen zu verbringen.

Die organisierten Aktivitäten bis spät in die Nacht hinein haben es uns erschwert, sich am nächsten Tag in aller Frühe wieder auf den Weg zu machen. Trotzdessen hatten wir aber viel Spaß zusammen, haben gesungen und getanzt, Filme geschaut, gelacht und uns Einblicke in die Kultur der jeweils anderen gegeben.

Ich habe unglaublich viele nette Menschen kennengelernt, mit denen ich glücklicherweise auch nach dem Projektende noch in Kontakt stehe, und kann euch allen nur empfehlen, jede Möglichkeit zu nutzen, um die Bekanntschaft mit neuen Menschen zu machen.

 

Jette berichtet über ihr Austauschjahr auf La Réunion. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt auf der Insel im Indischen Ozean? Wir beraten dich gerne!

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