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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Frauke auf La Réunion

Weihnachten und Silvester auf La Réunion

Dezember ist der wohl ereignisreichste Monat im Leben auf La Réunion. Nicht nur befinden sich drei der wichtigsten Feste unmittelbar nah bei einander am Ende des Monats; das Fest zur Abschaffung der Sklaverei, Weihnachten und Silvester, sondern Dezember ist auch die Zeit der Litschis und der Beginn der großen Hitze. Wir nutzen die Wochenenden um ein oder zwei Ausflüge in die Berge zu machen, der Hitze zu entfliehen und die atemberaubenden Landschaften des Vulkans zu entdecken.

Ungefähr Anfang Dezember sieht man die ersten Litschis bei den Obsthändlern am Straßenrand. Die Preise sind allerdings noch zu hoch, um die Aufmerksamkeit der Réunionesen auf sich zu ziehen. Erst gegen Mitte Dezember, wenn die Preise anfangen zu purzeln, sind plötzlich alle verrückt nach den kleinen, unglaublich süßen Früchten.



Einher mit den Litschis an jeder Straßenecke gehen die Weihnachtsvorbereitungen und exzessiven Weihnachtsdekorationen, die nun überall blinken und glitzern. Man trotzt der Hitze mit aufblasbaren Schneemännern und leuchtenden Eiszapfen an den Palmen im Park. So richtig in Weihnachtsstimmung komme ich dann doch nicht, die Hitze sorgt für einen eher kümmerlichen Tannenbaum, sehr viel geschmolzene Weihnachtsschokolade und ein eher zögerliches Mitsingen von «Let it Snow».

Dennoch genieße ich es sehr, meine Tage vor Weihnachten am Strand zu verbringen, von dem Weihnachtsmarkt zu profitieren, der eher ein Jahrmarkt ist und vor Heiligabend noch ein bisschen in der Sonne zu liegen. Abends, ganz typisch französisch, erwartet mich ein aufwendiges und sehr umfangreiches Weihnachtsessen mit Meeresfrüchten und Passionsfrucht-mousse. Yaëlle, meine Gastschwester, beschreibt Austern als «kleine Felsen, in die man das Meer getan hat». Ziemlich passend, wie ich finde.


Im Laufe der Weihnachtstage trudeln ein paar Weihnachtspakete aus der Bretagne, der Elfenbeinküste und der Schweiz ein und sorgen jedes Mal für aufgeregtes Herumgehüpfe bei den Kindern. Ich habe fast ein ganzes Kilogramm Schweizer Schokolade bekommen, die zwar unterwegs geschmolzen ist, aber dafür nun mit kunstvollen Mustern, statt langweilige Rechteckchen geprägt ist. Für Silvester, das letzte große Fest, holt meine Stadt noch einmal alles raus, was sie hat.

Für das erwartete, riesige Feuerwerk am Strand übernachten Leute schon Tage vorher mit Zelten und Kühlboxen ausgestattet am Strand, um ja den besten Blick auf das Spektakel zu haben. Feiern tu ich zwar mit meiner Familie zuhause, aber für das Feuerwerk lasse ich es mir nicht nehmen, ans Meer zu gehen und den Wahnsinn hautnah mitzuerleben. Ich habe Saint Pierre vorher nie so voll und so laut erlebt. Das war definitiv ein Neujahr, das ich in Erinnerung behalten werde. Ich kann kaum erwarten, was 2019 für mich bereithält.

Frauke verbringt ihren Austausch auf La Réunion und berichtet von ihren Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch auf La Réunion? Dann vereinbare noch heute einen Beratungstermin!

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