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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Frauke auf La Réunion

Mein November auf La Réunion

Der Monat November ist sowieso schon ein etwas seltsamer Monat, genau zwischen Halloween und Weihnachten und mit der größer werdenden Dunkelheit und Kälte. Dieses Jahr allerdings war es weder kalt noch dunkel. Stattdessen gab es diesen Monat andere Dinge, die sich etwas verschoben haben. Den ersten Teil des Monats habe ich bei Francoise, meiner Koordinatorin verbracht und musste mich ein Weilchen an die sehr kreolische Lebensweise und das schnell gesprochene Kreolisch gewöhnen. Allerdings mag ich die Familie und das Kreolische total gerne und somit war das für mich kein Problem. Ich war an mehreren Picknicks mit Schulfreundinnen und Familie, an schwarzen Sandstränden und türkisen Lagunen.

Dann allerdings, nach drei Wochen Schule, und wenige Tage vor meiner Rückkehr, kündigt sich etwas größeres an: die «Gilets Jaunes», die Leute, die während der letzten Hälfte im November in ganz Frankreich streiken, Strassen blockieren und somit Aufmerksamkeit auf Probleme in Frankreich machen, wie zum Beispiel die Sprit- oder Mietpreise.

La Réunion trifft es besonders hart: weil die Insel so klein, und die Unzufriedenheit anscheinend so groß ist, versetzt es La Réunion in einen Ausnahmezustand. Keine Schule, keine offenen Läden, kein Sprit, keine Flüge und so weiter und so weiter. Ich sitze also zuhause fest, mein Rückkehrdatum zu meiner Gastfamilie verschiebt sich zwangsweise immer weiter nach hinten und ich höre in den Nachrichten von gewaltvollen Auseinandersetzungen und Brandstiftungen nachts.

Trotzdem fühle mich sicher, ich bin ja nicht allein und nicht in Gefahr, und schon nach ein paar Tagen beruhigt sich die Situation mit den «Casseurs» und ich kann endlich zu meiner Gastfamilie zurück. Ab hier heißt es: Situation ausnutzen, an den Strand gehen, lesen, schreiben, ein oder zwei Filme schauen. Alle Läden bleiben meistens geschlossen und Busse fahren auch nicht, aber den Strand kann man nun mal nicht schließen und so ist er jeden Tag proppenvoll.

Von zuhause bekomme ich teilweise besorgte Nachrichten (von den Eltern) oder neidische Antworten auf die Strandbilder (von Schulfreunden). Die kurze Ausnahme wird zu anderthalbwöchigen Ferien und auch wenn man es genießt, macht man sich sorgen um den vielen verloren gegangenen Schulstoff und vielleicht, ganz vielleicht, lernt man die Schule etwas mehr zu schätzen. Auf jeden Fall die Freunde, die man dank ihr jeden Tag sehen darf. Ja, ich genieße diese kleinen Ferien und meinen paradiesischen Schlafrhythmus. Aber es fühlt sich jetzt doch wie ein seltsamer Monat an. November halt.

Frauke verbringt ihren Austausch auf La Réunion und berichtet von ihren Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch auf La Réunion? Dann vereinbare noch heute einen Beratungstermin!

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