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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Katharina auf La Réunion

Ohh, wie ich das Essen hier liebe!

Da ich schon immer mal die Erfahrung sammeln wollte, einen Doktor auf La Réunion zu besuchen, beschloss mein Körper sich einen Magen-Darm-Virus einzufangen.
Fazit:
1. Ein Arztbesuch läuft genauso wie in Deutschland ab und der Hygienestandart ist mit europäischen zu vergleichen.
2. Mir wurden noch nie so viele Medikamente auf einmal verschrieben.
3. Zwei Tage in denen man kein Essen runterbekommt, kommen einen auf einmal ziemlich lang vor.

Nun aber zu einer spannenderen Erfahrung: Ich erlebte zum ersten Mal einen Zyklon. Wenn bekannt gegeben wird, dass ein Zyklon kommt, rennen alle in den Supermarkt um sich und seine Familie mit Trinkwasser und Kerzen einzudecken. Wenn er dann kommt, bleiben alle zu Hause (juhuu, Schulfrei!) und beobachten aus dem Fenster wie ein starker Wind mit heftigen Regenmassen vor sich her wütet. Straßen verwandeln sich auf einmal zu Flüssen und das Meer schlägt riesen Wellen. Ich finde, das erinnert einen wieder daran, dass die Natur am Ende doch immer stärker als die Menschheit bleiben wird. Gott sei Dank, hat hier fast jeder ein stabiles Haus, somit beeinflusst der Zyklon auf La Réunion eigentlich nicht weiter die Leben der Bewohner. Eine meiner Freundinnen trägt eine Narbe, da als sie klein war, während eines Zyklons auf Madagaskar ein Teil vom Haus auf sie flog.



Madagaskar ist direkt nebenan, gehört nicht zur EU und die meisten Menschen sind um einiges ärmer. Letztens unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Familie aus Madagaskar kommt und er erzählte mir von seinen Erfahrungen, wenn er während den Ferien dort ist. Das liebe ich so sehr an La Réunion, es ist zwar nur eine kleine Insel im indischen Ozean und doch man lernt die ganze Welt kennen. Ganz unterschiedliche Werte anderer Kulturkreisen und Religionen die jeder so mit sich trägt lernt man zu verstehen.

Oft treffe ich mich auch mit anderen Austauschschülern und wir unternehmen zusammen etwas. Einer kommt aus Luxemburg, die andere aus Österreich und dann noch zwei aus Deutschland. Es tut gut, seine Erfahrungen mit „Gleichgesinnten“ zu teilen. :D Vor zwei Wochen waren wir am Strand und letztes Wochenende in St. Denis, der Hauptstadt. Da umarmte mich auf einmal ein Mann mit einem „Free-Hug-Schild“.



Letzte Woche hielten meine Gastmutter und ich an einem Obsthändler mit dem Schild „Mangos 1 Euro“ an und suchten uns die schönsten Mangos aus. Als wir fertig waren schlug uns der Händler vor doch gleich den ganzen Karton voll zu nehmen, welchen er uns für nur 5 Euro gäbe und wir willigten ein. *yeahh, Schnäppchen* Als wir dann mit Unmengen an Mangos zum Auto liefen, haute es wie aus dem Nichts einen Platzregen runter. Wir waren pitschenass. Zwei Minuten später kamen wir daheim bei strahlendem Sonnenschein an. Meine Gastschwester kam uns lachend entgegen und fragte, wieso wir denn so nass sind und was wir mit den ganzen Mangos machen wollen. Da kam meine Gastoma dazu und schrie „Essen.“ Wir lachten :) Am Nachmittag machte sie dann ganz viel Mangomus. Ohh, wie ich das Essen hier liebe! Auf dem Foto sieht man ein typisch kreolisches Essen: Reis, Linsen, Gemüse, Ei und scharfe Soße.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr auf La Réunion. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt auf der Insel im Indischen Ozean? Wir beraten dich gerne!

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