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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mona in British Columbia

Goodbye Canada

Hey ihr Lieben,

Es freut mich sehr, dass ihr auch bei meinem letzten Bericht wieder dabei seid. Jetzt gerade (4am deutsche Ortszeit) liege ich, zwei Tage nach meinem Rückflug, in meinem deutschen Bett und kann kein Auge zumachen. 

Nach der ganzen Unruhe der letzten paar Wochen, ist es wahrscheinlich der erste richtige Moment, in dem ein bisschen Ruhe einkehrt. 

Gerade der letzte Monat in Kanada war noch mal sehr aufregend und vollgepackt mit ganz vielen neuen Erlebnissen und schönen Momenten.

Ungefähr vor 2 Monaten habe ich mir nochmal eine Liste geschrieben, mit Dingen, die ich unbedingt in meiner verbleibenden Zeit noch sehen wollte. Gerade meine kanadischen Freunde waren Feuer und Flamme, all meine Punkte systematisch abzuarbeiten. Auf meiner Liste waren Dinge, wie das letzte Mal den Fisherman Harbour zu besichtigen, ein letztes Mal Poutin zu essen oder ein letztes Mal den Sonnenaufgang über dem Meer anzuschauen. Schon ein bisschen traurig, aber auch wunderschöne Erinnerungen, die ich nicht so schnell vergessen werde. 

In der letzten Woche vor meinem Abflug hatten wir zum Glück keine Schule mehr, weshalb ich jede Minute mit meinen Freunden verbringen konnte. Jeder Abschied war komplett anders. Natürlich sind da auch ein paar Tränchen geflossen, jedoch bin ich mir bei den meisten sicher, dass ich sie oder sie mich bald besuchen werden. Außerdem ist es heutzutage auch nicht ganz so schwer, übers Internet Kontakt zu halten. Das Lustige an der ganzen Sachen war dann sogar noch, dass ich die meisten über die nächsten paar Tage durch Zufall nochmal wieder gesehen habe.

Beim Abschiednehmen ist es mir besonders aufgefallen, wer mir stark ans Herz gewachsen ist. Ich verspreche euch - die, die immer einen auf cool tun sind die, die überraschenderweise am meisten weinen.


Den letzten Tag habe ich dann noch mit meinem besten Freund verbracht, indem wir ein letztes Mal die kanadische Natur beim Wandern genossen haben. Abends bin ich kurz noch zum gemeinsamen Abendessen mit meiner Gastfamilie nach Hause gekommen und danach ging es dann wieder mit ein paar Freunden zu einer guten Freundin nach Hause, um dort entspannt Karten zu spielen. Der ganze Abend wurde noch mit einem mitternächtlichen Zwischenstopp bei Tim Hortons (typischer kanadischer Kaffeeladen) abgerundet.


Wenn ich an die ganzen zehn Monate zurückdenke, bin ich immer noch überwältigt, wie viel ich erlebt habe. Natürlich bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich alles ohne fremde Hilfe eigenständig hinbekommen habe. 

Mein erster Schultag an einer komplett fremden Schule fühlt sich wie vor 3 Jahren an.

Es ist einfach unglaublich, wie man in nur wenigen Monaten ein komplett neues Leben mit neuen Freunden, einer neuen Familie und einem neuen Alltag, aufgebaut hat und dann auf einmal in sein altes Leben zurückkehrt, nur um zu sehen, dass sich nichts groß verändert hat, außer, dass du selbst einfach ein bisschen erwachsener geworden bist. 

An dieser Stelle möchte ich nochmal Danke an alle sagen, die mich bei meiner Entscheidung, ins Ausland zu gehen, unterstützt haben. Jap Mami und Papi, ich weiß, dass meine Rechtschreibung in diesem Bericht wahrscheinlich wieder komplett versagt hat, trotzdem geht dieses Dankeschön ganz besonders an euch. Ich hatte unvergessliche 10 Monate in Kanada, mit vielen neuen Freundschaften, lehrreichen Erfahrungen und wunderschönen Erlebnissen, von denen ich sogar noch meinen Enkelkindern erzählen werde. :)