Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Anna in Neufundland

Mein Dezember in Kanada

Hi there!

Ich habe nun auch den Dezember in Kanada hinter mir. Es war ein schöner Monat mit coolen Tagen wie Weihnachten und Silvester. Ich fange aber erst mal ganz chronologisch an. Am 4. Dezember habe ich mit meinen Freunden bei der Christmasparade meiner Stadt mitgemacht. Drei meiner kanadischen Freunde sind in einer Tanzschule und deren Tanzlehrerin hat mich und ein paar andere Austauschschüler eingeladen, beim Paradenumzug mitzutanzen. Wir haben dann bei drei Christmasparade- Proben mitgemacht, und als es gut geklappt hat, waren wir für den Umzug bereit. Die Christmasparade ist ein jährlicher Umzug in meiner Stadt, wo alle Clubs oder Vereine einen Wagen weihnachtlich dekorieren. Damit wird dann eine Route durch die Stadt gefahren und ganz viele Leute stehen am Rand und gucken zu. Und am Schluss kommt dann der Wagen mit „Santa“, auf den alle gewartet haben. 

Während der Christmasparade hat es dann das erste Mal angefangen zu schneien (ich habe vorgestern auf dem Fernseher rumgezappt und bin auf dem town channel gelandet, und gerade in diesem Moment hat man meine Gastfamilie gesehen, wie sie bei der Christmasparade die Straße überquert haben hahaha)! Ich habe mich sooo gefreut, es war irgendwie so weihnachtlich. Und mit dem Schnee hat es dann nicht mehr aufgehört… Die Woche darauf hatte ich einen „Snow day“. Das ist quasi wie hitzefrei, nur umgekehrt: Es hat so viel geschneit, dass die Schule abgesagt wurde. Ich habe mich an diesem Tag mit ein paar Freunden in einem Park getroffen, aber wir haben es nicht lange ausgehalten, weil es wirklich kalt war. Ich hatte am Abend auch noch einen Frisörtermin, der Laden war in meiner Straße, aber es war ECHT kein Spaß, sich durch die Schneehorden und den Wind zu wagen. 

Dann kam auch bald schon Weihnachten, und davor haben ich und meine Freunde noch einen „Weihnachtsabend“ veranstaltet, wo wir in matching Pyjamas amerikanische Weihnachtsfilme geguckt und Snacks gegessen haben. 

Die Tage vor Weihnachten war ich zugegebenermaßen sehr gestresst, weil ich noch ein paar Weihnachtsgeschenke besorgen musste. Weihnachten war an sich dann ziemlich unspektakulär, aber eigentlich ganz schön. Am 25. Dezember ist die Tochter meiner Gastmutter mit ihrem Freund und ihrem Baby gekommen und wir haben zuerst die Geschenke geöffnet ( ich habe unter anderem ein echtes kanadisches Holzfällerhemd und einen Eishockeypulli bekommen :) ), danach haben wir gegessen. Ich muss zugeben, dass ich um Weihnachten herum echt Heimweh hatte und meine Familie und Freunde vermisst habe. Das ist was, was ich erwähnen muss: Es passieren echt viele coole Sachen hier, aber die meisten Tage sind jetzt einfach Alltag, wo ich nicht so viel zu tun habe. 

Die Weihnachtsferien haben übrigens zwei Tage früher angefangen, weil die Coronazahlen hier massiv steigen. Nach den Weihnachtsferien habe ich auch online school auf unbestimmte Zeit, was ich echt schade finde. Eishockey wurde aufgrund der Coronazahlen auch gecancelt, genauso wie die Muscialproben ( Update: ich habe beim „Footloose“- Musical nur die Rolle einer „Townsperson“ bekommen, aber immerhin bin ich dabei haha).

Der letzte Schultag vor dein Weihnachtsferien war allerdings echt cool: Es sind von 500 Schülern irgendwie nur 50 gekommen (die meisten sind wegen Corona zuhause geblieben…), und in den ganzen Klassen war man nur zu fünft oder sogar noch weniger. Wir haben eigentlich gar nichts im Unterricht gemacht: wir haben uns mit den Lehrern unterhalten, Filme geguckt, Kuchen gegessen und -das beste- im Schulhaus Räuber und Gendarm gespielt. 

In den Ferien habe ich allgemein nicht so viel gemacht, ich war einmal mit meinen Freunden auch einem zugefrorenen See Eislaufen, was supercool war, ansonsten habe ich viel Zeit zuhause verbracht. 

Das wars dann auch mit meinem Dezember in Kanada, viele Grüße und bis nächsten Monat!