Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Louisa in Kanada

Meine Einreise trotz Corona

Ich bin Louisa ,16 Jahre alt, und lebe im Moment in einer kleineren Stadt etwa 20 Minuten entfernt von Vancouver, British Columbia in Kanada. 

Ich werde heute über meine Anreise nach Kanada und die darauffolgende Quarantäne schreiben.

Durch Covid läuft dieses Jahr alles etwas anders, so auch die Anreise zum Beginn in mein neues Leben in Kanada. Ursprünglich sollte es Ende August losgehen, doch die Einreise war seit März gestoppt. Im Oktober kam dann unerwartet nach vielen Enttäuschungen in den vorherigen Monaten die Nachricht, dass Austauschschüler, welche ein Visum bekommen einreisen dürfen. Von da an hieß es hoffen und Anfang November war es dann soweit, ich bekam nach ein paar Komplikationen endlich mein Visum.

Direkt am gleichen Tag haben wir dann zusammen mit DFSR meinen Flug gebucht und alles in die Wege geleitet, denn es gab noch einiges an Papierkram zu tun, der Koffer musste gepackt werden und auch ein Attest vom Arzt, dass ich symptomfrei bin, war nötig.  Am Abend vor meiner Abreise haben meine Freunde mich mit einer kleinen ‚Abschiedsfeier’ überrascht, da ich wegen des Infektionsrisikos nicht mehr zur Schule gegangen bin und mich somit nicht richtig verabschieden konnte. Ich wusste nichts davon und so war sehr emotional und wirklich der schönste Abschied, den ich mir hätte vorstellen können.

Am nächsten Morgen ging es dann recht früh nach Frankfurt zum Flughafen, da wir wussten, dass es Komplikationen beim Check in geben könnte, da eben keine Touristen nach Kanada einreisen durten. Dadurch, dass ich ein bisschen später als alle anderen los gereist bin, gab es keine Probleme, da die Mitarbeiter von Lufthansa sich auskannten und so hatte ich auch schnell mein Ticket und schneller als ich mich versehen konnte, saß ich auch schon im Flugzeug. Als ich meine Familie verabschiedet und noch ein letztes Foto mit allen zusammen gemacht habe, wurde mir auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle bewusst, dass ich jetzt in mein großes Abenteuer starte. Bevor wir allerdings ins Flugzeug durften, wurden noch Kontrollen durchgeführt, also es wurde wirklich geschaut, dass man auch einreisen darf und noch mal Fieber gemessen als letzter Check. Es war sehr leer und so hatte ich zwei Plätze am Fenster für mich alleine.

Nach circa 11 Stunden bin ich dann in Vancouver gelandet und bin dort durch den Zoll gegangen und habe mein wirkliches Study Permit abgeholt. Wirklich realisiert, hat man das alles nicht, aber mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen, dass alles glatt gelaufen ist. Das Erste, was mir aufgefallen ist, war, wie unheimlich nett die Kanadier sind, jeder wollte einem helfen und überall fiel der Satz: Hey, how are ya? Als ich dann mein Gepäck vom Gepäckband geholt habe, habe ich mit meiner Gastmutter geschrieben, wo sie mich abholt, da keine anderen Leute im Flughafen erlaubt sind.

Wir sind dann nach Hause gefahren und sie hat mir kurz das Haus gezeigt, bevor ich dann in meine Wohnung gegangen bin, wo ich eine zweiwöchige Quarantäne verbracht habe. Die Quarantäne war eine harte Zeit, aber meine Gasteltern und Freunde zu Hause haben versucht das Beste daraus zu machen und nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich es dann auch geschafft.

So hat alles begonnen, und ich bin gespannt, was ich noch alles erleben werde.