!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Johanna in Kanada

Mein Osterwochenende

Willkommen zurück, ich hoffe ihr hattet schöne Osterferien und Feiertage mit ganz vielen Schokoladeneiern und allem, was dazu gehört! Heute wollte ich berichten, wie ich meine Ostertage verbracht habe und wie das Fest hier gefeiert wird.

Da wir Ende März Frühlingsferien hatten, haben wir „nur“ den Karfreitag und Ostermontag frei bekommen, also im Prinzip ein verlängertes Wochenende. In Deutschland feiert man bekanntlich den Karfreitag und damit gleichzeitig das Ende der Fastenzeit mit einem Fischgericht zum Abendessen. Hier in Kanada ist das keine Tradition (alleine schon, weil hier gar nicht gefastet wird), witziger Weise gab es am Freitag aber Fisch bei uns :). Zudem ist es in der Region aus der ich komme Tradition, „Struwen“ zu backen. Die bestehen aus einem Rosinen-Hefeteig und werden in der Pfanne gebacken. Also habe ich versucht sie für meine kanadische Familie zu machen. Glücklicherweise kam diese Variante der geliebten Pancakes super an und so waren ruck, zuck alle verdrückt, obwohl die kleinen Leckereien ganz schön sättigen!

Am Samstag hatten wir dann einiges vorzubereiten. Nicht nur für die kommenden Ostertage, sondern vor allem für ein bevorstehendes Sleepover. Meine spanische Gastschwester, zwei unserer Freundinnen und ich wollten eine Übernachtungsparty im Campingwagen machen. Aber dafür musste der nach dem Winter erst einmal auf Vordermann gebracht werden. Somit hieß es Ärmel hoch Krempel, den Camper in den Vorgarten schaffen und dann alle Decken und Kissen raus, waschen und den Wagen sauber machen. Anschließend haben wir ihn mit Hilfe der frisch gewaschen Bettwäsche und etlichen (Tee)Lichtern und Lichterketten gemütlich eingerichtet. Und die Arbeit hat sich definitiv gelohnt! Für die perfekte Nacht fehlten dann nur noch – Snacks natürlich. Während zwei zur Mall gefahren sind um ein paar Süßigkeiten zu besorgen haben eine Freundin und ich (gesunde) Cookies und Brownies gebacken. Später haben wir dann noch gemeinsam Pizza gemacht und alles war startklar für eine lange Nacht :)

Wir haben Clue gespielt, geredet und definitiv zu viele Pizzaschnecken (die eine Freundin mitgebracht hat) und Brownies verdrückt und gegen Mitternacht sind wir nochmals kurzerhand nach draußen gegangen, trotz der Kälte, die nachts immer noch herrscht. Die hat uns dann leider auch im Laufe der Nacht etwas zu schaffen gemacht. Unabsichtlich muss wohl jemand im Haus den Strom für den Wagen abgeschaltet haben, zumindest hat der Wärmer und auch das Licht nicht mehr funktioniert. Da wir aber reichlich Decken zur Verfügung hatten, ist uns keiner erfroren ;).

Der Sonntag war dann der erste wirkliche „Feiertag“. Wir sind mit einem großen Familien-Frühstück in den Morgen gestartet. Da die wirkliche Feier, Eiersuche und so weiter für Montag geplant war, sind wir am Nachmittag in einem Canyon spazieren gegangen. Genauer gesagt haben wir die meiste Zeit an einem kleinen Ufer verbracht, von dem man über Baumstämme auf die andere Seite balancieren konnte. Als wir uns irgendwann von der Stelle los reißen konnten, sind wir noch ein wenig weiter gewandert und haben uns mehrere Male im Sprinten gemessen, bis wir alle schließlich erschöpft ins Auto gestiegen und zurück nach Hause gefahren sind. Dort angekommen haben wir dann beschlossen, die Filme der „Hunger Games“ gemeinsam weiter zu schauen. Also haben wir während dem Abendessen den zweiten Teil geguckt.

Endlich war es so weit: Ostermontag! Auch für diesen Tag hatte ich mir vorgenommen etwas deutsche (Back)Tradition einfließen zu lassen. Daher bin ich morgens früh aufgestanden um einen Hefezopf vorzubereiten. Wir wurden an diesem Tag zudem passend mit reichlich Sonne beschenkt, deshalb haben wir unser Osterfrühstück draußen auf der Terrasse verbracht. Gegen Mittag sind dann noch eine Schwester unserer Gastmutter mit Sohn und Freund dazu gekommen (man darf sich ja mit bis zu 10 Personen treffen) und wir haben alle gemeinsam Ostereier dekoriert.

 Zwischendurch gab es meinen Hefezopf zur Stärkung, bevor es an die große Ostereier-Suche ging. Es wurden verschiedene kleine Eier und zwei besondere, goldene Ostereier versteckt. Interessanter Fakt nebenbei: Viele Familien hier packen die einzelnen kleine Schoko-Eier, die meist eine süße weiße und gelbe Füllung haben und daher eher an „echte“ Eier erinnern sollen, in Plastikeier (damit sie größer sind). Auf jeden Fall waren in dem einen goldenen Ei 10$ und in dem anderen besonders viele Süßigkeiten. Dementsprechend waren natürlich alle auf diese aus! Leider habe ich keins der beiden erwischt, dafür habe ich zumindest die meisten kleinen Eier gefunden :). Zudem habe ich die Familie mit reichlich deutschen Oster-Süßigkeiten beschenkt, weshalb wir definitiv genug Schokolade für alle hatten.

Typischerweise (ebenfalls zu Thanksgiving und Weihnachten) gibt es bei meiner Gastfamilie zu Ostern ein großes Buffet mit Truthahn. Wie es sich gehört, hatten wir also reichlich Essen zu Ostern und am Abend sind wir alle glücklich und mit vollen (Schokoladen)Bäuchen ins Bett gefallen, da es am nächsten Tag ja wieder zur Schule ging…

Alles in allem würde ich sagen, dass ich ein wirklich schönes Osterwochenende (im kleineren Kreis als üblich) hatte. Sicherlich wäre das Fest ohne Corona deutlich größer ausgefallen, aber die etwas „persönlichere“ Variante hat uns echt gut gefallen. Nun bin ich gespannt auf alles, dass mich im April noch so erwartet und werde dann natürlich auch davon berichten. Bis dahin, Stay safe everyone! 

Du möchtest auch ein Auslandsjahr in Kanada machen? Dann vereinbare jetzt einen kostenlosen Beratungstermin mit uns.

Beratungstermin vereinbaren