Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Johanna in British Columbia

Kanadische Weihnachtszeit

Happy new year and welcome back!  

Falls ihr das erste Mal hier vorbei schaut: Ich bin Johanna, verbringe dieses Schuljahr in British Columbia, Kanada und berichte auf diesem Blog von meinen Erfahrungen und Erlebnissen                                             

Nun ist die Weihnachtszeit schon wieder vorüber und damit auch das ziemlich verrückte Jahr 2020, sowie mein zweiter Monat hier in Kanada. Ehrlich gesagt vergeht die Adventszeit jedes Jahr viel zu schnell, auf einmal ist Weihnachten schon wieder vorbei … dieses Mal ist die Zeit aber wirklich an mir vorbei gerauscht.

Über das Nikolaus-Wochenende sind wir zum Start in die Weihnachtszeit in ein Haus im nah gelegenen Skigebiet gefahren und haben dort übernachtet. Wir hatten sogar eine eigene Hot Tub direkt am Haus. Es war echt cool, nach dem Skifahren oder auch ganz spät nachts in das heiße Wasser zu springen! Dieses Wochenende war definitiv einer meiner bisherigen Highlights, seitdem möchte ich auch eine Hot Tub bei mir zu Hause haben ;) Am darauffolgenden Freitag konnten wir dank des International-Programms als „Dezember-Event“ mit der gesamten Familie umsonst Bowlen gehen.

Ansonsten konnten wir die Wochenenden das erste Mal damit verbringen, gemeinsam mit unseren internationalen Freunden in einem (Schul-)Bus zum Skifahren zu fahren, wobei wir trotz eisiger Kälte, gefrorener Brillen, Klamotten, Schnee-Haaren und dichtem Nebel viel Spaß hatten. Nachos und heiße Schokolade machen das schlechte Wetter gleich halb so schlimm ;) Anbei ein Tipp an alle zukünftigen Austauschschüler in Kanada: die „Italian Hot Chocolate“ ist nicht die klassische, die wir kennen, sondern ein sehr stark konzentriertes Kakao-Getränk im Espresso-Format (also sehr intensiv), wenn ihr es lieber süß mögt, bestellt am besten die jeweilige Hot Chocolate des Restaurants oder einfach die klassisch kanadische (meist mit Marshmallows on top).

Zu Beginn der Ferien musste ich leider für – zum Glück nur - 5 Tage in Quarantäne, weil einer meiner Mitschüler positiv getestet wurde. Somit hatte ich dann drei Tage eher Schulschluss und genügend Zeit, um passend zu Weihnachten Plätzchen und einen Nusszopf zu backen (ich backe recht viel deutsches Gebäck für meine kanadische FamilieJ ), mit dem Hund spazieren zu gehen und mir zu überlegen, was ich meiner großen Familie hier zu Weihnachten schenken könnte.

Plötzlich standen auch schon die Weihnachtstage vor der Tür und rechtzeitig zum Fest hat es dann auch geschneit, weshalb wir tatsächlich weiße Weihnachten hatten!! Am Christmas Eve (also 24. Dezember) gab es dann klassischerweise ein großes Buffet mit Turkey, ganz vielen Beilagen und typischem Weihnachts-Punsch (so etwas in der Art heiße Apfelschorle mit Gewürzen, zumindest hat es danach geschmeckt). Wir haben zusammen mit zwei Schwestern unserer Gastmutter und jeweils deren Kindern gefeiert und hatten einen echt gemütlichen Abend. Nachts sind wir zum Abschluss noch zu einer Straße gefahren, die besonders schön mit sehr vielen Lichtern und Weihnachts-Dekorationen geschmückt war. Da wir zwei kleine bzw. ungeduldige Jungs im Haus hatten, war es dann nicht lange mit schlafen am nächsten Morgen, denn natürlich haben alle auf die Bescherung gewartet (wir durften am Abend zuvor zumindest schon ein Geschenk öffnen ;))! Nach dem Frühstück sind wir in ein ca. 2 h entferntes Skigebiet gefahren, wo wir Eislaufen gegangen sind.

Ehrlich gesagt wusste ich vorher gar nicht, dass der 26. Dezember hier der „Boxing Day“ und damit gleichzeitig auch der Beginn der „Boxing week“ ist. Jedenfalls ist dieser Tag zum Einlösen von Geschenken und Gutscheinen oder zum Umtauschen von nicht passenden Klamotten, etc. gedacht und (fast) alle Geschäfte werben mit großen Rabatten. Dieser Tag war mit Abstand der vollste, den ich bisher in der Mall erlebt habe, sogar noch voller als Black Friday!

Silvester ist dann immer schon gleich nach Weihnachten und auch dieses Jahr kam der Jahreswechsel schneller, als dass ich realisieren konnte, dass die Ferien damit schon fast vorbei waren… Da es aufgrund von Corona nicht möglich war (ich hoffe, dass wir diesen Satz im Jahr 2021 nicht mehr so oft benutzen müssen), große Silvesterpartys zu veranstalten oder sich mit vielen Leuten zu treffen, haben wir den Abend allein, als Familie, zu Hause verbracht. Tagsüber haben wir uns mit einer befreundeten Familie an einem Pond (so etwas wie ein Teich oder kleiner See) getroffen, um zu skaten, Hockey zu spielen (kurze Info: in Kanada ist mit „Hockey“ automatisch immer Eishockey gemeint J), zusammen zu stehen und sich einfach mal zu unterhalten. Dazu wurde noch ein Buffet mit Snacks, Hot-dogs und heißer Schokolade aufgebaut, um sich zwischendurch zu stärken. Ich habe das erste Mal Hockey ausprobiert und es hat echt viel Spaß gemacht!

Anschließend sind wir dann noch zu einem anderen Ort am Berg, wo wir Schlitten gefahren sind und ein Feuer gemacht haben. An diesem haben wir dann auch etwas verfrüht gemeinsam mit unseren Freunden (die Familie, mit der wir auch Eislaufen waren) auf das neue Jahr angestoßen. Um Mitternacht waren wir wie gesagt alleine und haben versucht die spanische Tradition, beim Countdown mit jedem der 12 Glockenschläge eine Weintrauben (oder in unserem Fall Tomate) zu essen, auszuprobieren. Diese Tradition ist wirklich witzig, aber ich habe keine Ahnung, wie man so schnell 12 Teile in seinen Mund stopfen und essen kann…. Vielleicht ist das ja ein Vorsatz für das neue Jahr ;)

Ich bin gespannt, was ich dieses Jahr noch alles erleben darf und dass dieses Jahr hoffentlich für uns alle besser wird als 2020! Ihr hört dann Anfang Februar wieder von mir J