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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Helene in Montreal

Wintereinbruch in Montreal

Hey,

Es ist mal wieder Zeit für ein Update über mein Auslandsjahr in Montreal, Kanada. 

Halloween ist ja eigentlich nicht unbedingt so ein großes Highlight in Deutschland und ähnliches hatte ich irgendwie auch von Kanada erwartet. Wie sich herausstellte, ist Halloween aber auch hier Tradition und ein lustiges Event. Am Tag zuvor schmückten ein paar Freiwillige die Schule mit Absperrbändern, Lichterketten, Vorhängen, Kürbissen, Fake-Kerzen, Skeletten, Spinnenweben, etc. und verwandelten so die Schulgänge in Gruselkabinette. Am nächsten Morgen tauchten alle Schüler und Lehrer in Kostümen auf. Den ganzen Tag über bekamen wir u.a. kostenlose Süßigkeiten von den Lehrern geschenkt. In der Mittagspause fand dann ein Pumpkin Carving Contest statt, bei dem der Gewinnerjahrgang einen Dress-down Day geschenkt bekam. In meiner High School müssen wir nämlich jeden Tag in Schuluniform kommen, d.h. wir dürfen nur schwarze und weiße Klamotten tragen. Nicht nur in der Schule, sondern auch am Abend, verkleidet man sich hier zum um die Häuser ziehen. Auch wenn ich eigentlich schon zu alt für sowas bin, wollte ich dieses Event erleben. Mit ein paar Freunden entschlossen wir uns, in ein umliegendes Wohnviertel auf „Trick or Treating“ zu gehen. Also verkleideten wir uns erneut, suchten große Tüten und Handschuhe heraus und auf ging's ins Getümmel. Zwischen kleinen Kindern und deren Eltern schmuggelten wir uns durch die Menschenmenge, um möglichst viele Süßigkeiten abzubekommen. Am Ende hatten wir eine ordentliche Ausbeute und außerdem hat es super viel Spaß gemacht, da die Leute hier Halloween so ernst nehmen. Jeder verteilt stapelweise süßes, schmückt den Vorgarten und verkleidet sich!

Seit Mitte November ist es hier jetzt schon bedeutend kälter geworden und -10°C ist ab sofort Standard. Mittlerweile kommt es mir gar nicht mehr so kalt vor, aber das könnte auch an den Snowboots, der dicken Winterjacke, den Handschuhen, etc. liegen, mit denen ich mich hier ausrüsten musste. Was für mich jedoch neu ist, ist der sogenannte Eisregen d.h. es regnet, aber die Tropfen gefrieren sofort, wenn sie auf dem Boden ankommen. Damit wird mein 5-minütiger Schulweg immer zu einer aufregenden Rutschpartie. Da der Winter im Durchschnitt bis April bleibt, werde ich mich daran aber wahrscheinlich noch gewöhnen.

Des Weiteren hatte ich vergangenes Wochenende meine ersten Community hours bzw. Sozialstunden zu absolvieren. In Quebec ist es Pflicht, 73 dieser Stunden abzuleisten, um seine Graduation zu bekommen. Für mich als Austauschschüler sind „nur“ 20 Stunden fällig. Die Schule bietet teilweise Möglichkeiten an, diese Stunden zu machen, und so fuhr ich mit einer Freundin zu einem französischsprachigen Supermarkt in Montreal. Dort wurden wir mit Warnwesten ausgestattet und durften dann Leuten dabei helfen, ihre Einkäufe einzupacken. Die ganze Aktion hatte das Ziel, Spenden für blinde Menschen zu sammeln. Wir nahmen mit dieser Aktion erstaunlich viel ein. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass Kanadier bei sowas wesentlich spendabler sind als die meisten Europäer. Für mich war diese Sache eine coole Erfahrung und außerdem eine super Möglichkeit, mein Französisch ein wenig zu verbessern.

Seit Ende November beginnen schon alle damit, die Weihnachtsdeko auszupacken, und ich bin schon ganz neugierig, herauszufinden, wie Weihnachten in Kanada so abläuft.

Falls ihr mehr über mein Auslandjahr erfahren möchtet oder Fragen an mich habt, schaut einfach auf meinem Blog oder meinem Instagram Account vorbei.

https://maple-year.blogspot.com/ @maple.year_1920