Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Florentine in British Columbia

Mein Start ins Abenteuer Auslandsjahr

Hi, ich bin Florentine und seit zwei Monaten in Kanada. Vorher war ich aber noch für drei Tage in New York im Orientation-Camp, um mich erst einmal an die englische Sprache zu gewöhnen. Diese drei Tage waren unbeschreiblich toll und ich habe viele neue Menschen kennengelernt aus verschiedenen Ländern. Natürlich musste ich zuerst von Deutschland nach New York kommen, das hieß also: Um fünf Uhr morgens aufstehen. Ich war noch ganz müde, weil ich erst um zwei Uhr ins Bett konnte. Vorher habe ich nämlich meinen Koffer gepackt, immer hat noch etwas gefehlt und dann war der Koffer auch noch zu schwer und eine ganze Menge musste wieder raus. Falls ich nochmal so eine große Reise machen sollte, merke ich mir schon mal vor, dass ich besser frühzeitig mit packen anfange und nicht meinen ganzen Kleiderschrank ausleere. Es ist aber auch wirklich schwer, die richtigen Sachen für zehn Monate Kanada zu finden, und meine Eltern mussten mir sogar ein paar Pullover nachschicken, weil der Platz im Koffer einfach nicht gereicht hat. Tja, und dann stand ich am Flughafen Hamburg und habe mich von meiner Familie und einer meiner besten Freundinnen verabschiedet. Da ist dann auch die eine oder andere Träne geflossen. Danach ging es durch die Sicherheitskontrolle und keine zwanzig Minuten später saß ich im Flieger nach Frankfurt. Dort habe ich dann auch endlich die anderen Austauschschüler aus ganz Deutschland getroffen, die am gleichen Tag mit mir nach New York fliegen würden, und außerdem habe ich eine Freundin wiedergesehen, die ich auf meinem Vorbereitungstreffen in Bremen kennengelernt habe. Und dann ging die lange Wartezeit los, denn unser Flieger hatte Verspätung. Schließlich war aber auch das geschafft und wir durften ins Flugzeug für unsere lange Reise, ich glaube es waren acht Stunden.

In New York angekommen wurden wir, nach dem ganzen Papierkram, von den Mitarbeitern unserer Partnerorganisation empfangen und wir durften endlich ins Hotel, um zu schlafen, denn es war schon Nacht. Ich habe mir mein Zimmer mit einer Tschechin geteilt und wir haben uns richtig gut verstanden. Am nächsten Tag hatten wir eine kleine Unterrichtseinheit über das Leben in einem anderen Land und danach hat das Sightseeing endlich angefangen. Ich war richtig aufgeregt, wie oft siehst du auch Manhattan und Brooklyn? Auch am nächsten Tag gab es eine kleine Unterrichtseinheit. In beiden Tagen habe ich eine ganze Menge gesehen: Central Park, Rockefeller Center, Empire State Building, Times Square, Grand Central Station, Little Italy, China Town, Brooklyn Bridge, den Ort von 9/11 und eine ganze Menge anderer Sachen. Am dritten Tag hatten wir dann Freizeit und durften uns in einer Mall austoben.




 

Nach drei Tagen Hitze und Spaß hieß es dann wieder Abschied nehmen, auch von neuen Freunden, und auf nach Kanada. Nach einem sechsstündigen Flug musste ich noch zwei Stunden warten bis ich offiziell in Kanada einreisen durfte. Und dann kam der große Moment: Ich traf zum ersten Mal meine Gastfamilie. Meine Gastmutter und meine japanische Gastschwester haben mich gleich sehr freundlich begrüßt und mir einen Donut von Tim Hortons mitgebracht, einer sehr bekannten Fast-Food-Kette in Kanada. Wir sind dann vom Flughafen Vancouver zu meinem Zuhause für zehn Monate gefahren und dort habe ich dann auch meinen Gastvater kennengelernt und zum ersten Mal meine Zimmer in Augenschein genommen. Und dann wollte ich einfach nur noch schlafen.

Am nächsten Tag habe ich auch noch meine andere Gastschwester kennengelernt. Sie geht in die achte Klasse und hat mir den ersten Tag hier sehr einfach gemacht, weil sie sofort aufgeschlossen war und mir eine Menge Dinge zeigen wollte. Die Kanadier sind wirklich sehr freundlich.

An meinem zweiten Tag war ein Veranstaltungstag von meinem Schuldistrikt. Alle Austauschschüler, aus Brasilien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Mexiko, Japan und vielen anderen Ländern, haben sich früh morgens getroffen und wieder musste Papierkram erledigt werden. Danach sind wir mit den berühmten gelben Schulbussen zu einem See gefahren, sind Kanu gefahren und haben Mittag gegessen. Die Aussicht dort war einfach nur unglaublich und da wusste ich: Du bist jetzt wirklich in Kanada, das ist kein Traum.

An meinem dritten Tag habe ich zum ersten Mal meine Schule gesehen. Meine beiden Gastschwestern gehen beide auf die gleiche Schule wie ich und das hat mich sehr beruhigt, weil ich dachte, dass ich in den ersten Tagen sehr einsam sein würde. Alle Austauschschüler der Schule haben ihre Stundenpläne bekommen, Infos und einen Rundgang durch die Schule. Meine Fächer waren Französisch, Englisch, Geschichte, Erdkunde, Mathe, Biologie, Sport und Kochen. Als wir fertig waren, habe ich nur gehofft, mich am nächsten Tag, meinem ersten offiziellen Schultag, nicht zu verlaufen.

Das war es jetzt erst einmal von mir, denn ich habe noch einen ganzen Berg an Hausaufgaben zu erledigen. Beim nächsten Mal erzähle ich dann von meinen ersten Schulwochen, meinen ersten zwei Monaten und Thanksgiving.