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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Ella in Nova Scotia

3 Monate in Liverpool.

Jedes mal, wenn ich meine Eltern in Deutschland anrufe, wird mein Deutsch ein wenig schlechter und eher zu einem Denglisch, mein Englisch wird dafür immer besser. Ich fange an, alles auf Englisch zu denken. Das macht es auch etwas einfacher für die Schule. Wenn ich nach Hause telefoniere, entfallen mir die Wörter und es kommt „Ding“ oder „du weißt schon“ anstatt das Wort, wonach ich suche.

Ich denke, das ist ein gutes Zeichen, ein Zeichen dafür, dass ich auch in der Sprache langsam ankomme und mich nicht gegen die Veränderung wehre.

Anfang November, super schönes, sonniges, klares Wetter. Der perfekte Tag für einen Spaziergang mit einer Freundin zum Wasser.

 

So langsam wird es auch echt wechselhaft mit dem Wetter, ab und zu ist es relativ warm mit 12 Grad Celsius, aber dann manchmal den Tag danach hat es auf einmal nur -2 Grad Celsius. Die dicken Jacken, Schal und Mütze kommen da ab und zu schon zum Einsatz. Erst recht, wenn ich mit Freunden in der Eishalle Hockeyspiele von Klassenkameraden anschaue. Da wird der ein oder andere Schal auch mal als Decke benutzt und alle sitzen ganz eng zusammen, damit es ja nicht zu kalt wird. Es ist mittlerweile fast zur Freitagstradition geworden, dass wir erst alle zusammen Eislaufen gehen und danach das Hockeyspiel anschauen. Bei einem Hockeyspiel diesen Monats war es recht kalt in der Eishalle und ich habe die Mütze von einem der Spieler bekommen, da er die ja während des Spiels nicht braucht. In dem Spiel hat er 3 Tore gemacht. Seither gilt die Mütze als Glücksbringer und begleitet ihn bei den darauffolgenden Spielen. An dem Tag ist auch das Bild entstanden, in dem ich den Hockeyhelm eines Freundes trage. Den Helm habe ich angezogen aus Spaß, da ich die Woche davor auf dem Eis ausgerutscht bin, nach dem Motto „dieses Mal werde ich mich nicht verletzen“.

 

Meine Freunde in Deutschland fragen ab und zu auch mal sehr interessiert, was ich denn so mache oder wie es mir geht. Ich muss sagen, ich hätte gedacht, ich schreibe und telefoniere mehr mit meinen Freunden, aber dazu fehlt mir persönlich die Zeit manchmal und auch meinen Freunden in Deutschland. Jeder geht jetzt eben seinen Weg, ab und zu schreibt man sich dann mal oder das ein oder andere Wochenende wird dann auch für Telefonate genutzt. Es ist von daher etwas schwierig mit Telefonieren, weil die Zeitverschiebung nun mal da ist. Man muss sich dann halt vorher verabreden und auf die Zeit achten, aber es funktioniert. Ich bin so, wie ich es bis jetzt gehandhabt habe, glücklich, eine gute Mischung ist das Geheimnis, um nicht zu viel oder zu wenig Kontakt nach Hause zu halten. Denn ich persönlich würde eindeutig mehr Heimweh bekommen, wenn ich zu oft nach Hause telefonieren würde.

 

Auf dem Weg zum Volleyballspiel von Freunden, die Sonne geht gerade unter und die Wolken stechen raus.