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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Nourian in South Hazelton

Ein neues Semester beginnt

Februar + März 2016
Neues Semester, Skiurlaub in den Rockies, Aufenthalt in Prince George
Der Beginn des neuen Semesters im Februar verlief sehr gut.
Ich konnte mich schnell an meine neuen Fächer und Lehrer gewöhnen und habe nur einen Kurs gewechselt, da ich denselben Stoff vertiefen wollte. Ich habe außerdem viele neue Freunde in den Unterrichtsfächern gefunden.
In diesem Zeitabschnitt hatte ich auch ein paar Unfälle, zum Beispiel hatte ich mir bei den Fußballturnieren in den Mittagspausen den Knöchel verstaucht, weswegen ich eine Woche lang nicht am Sportunterricht teilnehmen konnte.
Nun aber zu meinem bisher größten Trip bei dieser bisherigen Kanada-Erfahrung:
Am 12 März ging es los! Julia, Chris und ich mussten um 13 Uhr in den Greyhound nach Prince George steigen um eine 6-stündige Busfahrt anzutreten. Wir haben uns unterhalten, Musik gehört und geschlafen. Als wir dann endlich ankamen, haben wir nicht schlecht gestaunt, da uns nach einem 6 Monate langem Aufenthalt in Hazelton Prince George gigantisch groß vorkam.
Nach etwa zehn Minuten wurden wir dann alle von den Familien, bei denen wir die Nacht verbringen sollten, abgeholt. Ich ging zu der Gastfamilie meines Freundes Philipp, den ich beim Welcome Camp in New York kennengelernt hatte. Da es schon ziemlich spät war, haben wir nicht mehr allzu viel geredet und ich bin bald in die Federn gesprungen. Am nächsten Morgen wurde ich dann von der Gastmutter Dawn geweckt und zum nächsten Bus Richtung Banff gebracht. Auf dem Weg dorthin besorgte sie mir noch einen Tee und ein Sandwich von dem Tim Hortons, bei dem sie arbeitet. Am Bus setzte ich mich in eine Viererecke mit ein paar deutschen Freunden. Sobald der Bus losfuhr, haben wir alle angefangen, uns zu unterhalten.Während der Fahrt bin ich durch den halben Bus gewandert, um neue Freunde zu finden. Wir haben Musik gehört, gesungen, gelacht und überhaupt das Beste aus der siebenstündigen Busfahrt gemacht.
Auf etwa drei Viertel der Strecke haben wir bei den Icefields Rast gemacht und es war traumhaft dort. Die meisten sind in der Nähe des Busses geblieben, während ich durch den hüfttiefen Schnee gewatet bin um ein nicht ganz so fernes Eisfeld zu erreichen, wo ein paar Mädchen lustige Bilder von mir machten. Dann ging es auch schon weiter nach Banff, der schönsten Stadt, die ich bisher in Kanada gesehen habe. Der Bus drehte erst eine kleine Runde durch die Stadt und ist danach zum Hotel gefahren, wo wir unsere Zimmer zugeteilt bekamen.
Ich kam in ein Zimmer mit einem Deutschen und einem Australier, mit denen ich mich sofort super verstand. Danach sind wir zum Skiverleih gefahren und haben die Ausrüstung anprobiert. Danach gingen wir in ein Bar-Restaurant essen. Wie die meisten anderen bestellte ich einen saftigen Burger, den wir uns schmecken ließen. Am Abend bin ich mit ein paar anderen in den Whirlpool gesprungen, wo ich die Idee hatte, dass wir ein paar Kennenlern-Spiele machen, damit wir wissen, mit wem wir es bei diesem Trip unterwegs sind, und um so schnell neue Freundschaften schließen zu können. Am nächsten Morgen ging es dann hinauf zum ersten Skigebiet Sunshine Village. Wir haben unser Skiequipment im Konferenzsaal des Hotels abgeholt und dann im Bus angezogen. Ich bin mit einer Gruppe aus 3-4 Leuten losgezogen und wir haben die Pisten unter die Skiier genommen. Nach einer Weile entdeckte ich den Funpark mit traumhaften Schanzen und verbrachte dort den Großteil des Tages, um durch die Luft zu fliegen. Als es dann immer später wurde, sind wir alle die lange Talabfahrt heruntergefahren, um den Bus nicht zu verpassen.
Nach der Rückkehr zum Hotel und nachdem wir uns umgezogen hatten, ging es auch schon weiter zum weltberühmten "Banff Springs Hotel", einer riesigen schlossartigen Hotelanlage, welche für kanadische Verhältnisse ziemlich alt ist, man könnte fast sagen, es ist das "kanadische Neuschwanstein".
Als wir mit dem Erkunden der Anlage fertig waren, hat uns der Bus zu den Banff Hot Springs gefahren, wo wir ein warmes Bad genommen haben und jede Menge Spaß hatten.
Am nächsten Tag ging es dann weiter zum wahrscheinlich berühmtesten Skigebiet, nämlich "Lake Louise". Dort habe ich mir, wie das Schicksal so will, schon bei der ersten Abfahrt den Arm ausgekugelt. Er ist zum Glück direkt wieder zurück ins Gelenk gesprungen, weshalb ich mir deswegen nicht den Tag habe versauen lassen. Er ist zwar im Laufe des Tages immer wieder aus dem Gelenk gesprungen, aber solange ich meine Schulter nicht bewegte war es einigermaßen erträglich.
Nach dem Skifahren sind wir dann noch in die Stadt gefahren, wo wir 3 Stunden Freizeit hatten und selbstständig essen gegangen sind. Ich bin mit meinem Freund Chris und einem mexikanischem Mädchen namens Briana losgezogen und wir haben in der Mall etwas gegessen. Zurück im Hotel haben wir eine kleine Party in der Apartment-Suite, welche von sechs Mädchen aus der Gruppe bewohnt wurde, gefeiert. Wir hörten Musik, unterhielten uns und hatten einen unvergesslichen Abend.
Am nächsten Morgen ging es dann weiter zum Skigebiet "Norquay". Es war sehr eisig dort, weshalb wir diesen Skitag nicht ganz so sehr wie die anderen beiden vorherigen mochten.
Allerdings konnte man unglaubliche Geschwindigkeiten erreichen, was mir persönlich eine Menge Spaß bereitete, da ich wegen meines Arm nein zu den Funparks sagen musste.
Am nächsten und trauriger weise letzten Tag sind wir zum Wandern gegangen, in einer wunderschönen Schlucht mit einem türkisfarbenen Bach und Eiswasserfällen an jeder Ecke.
Auf halber Strecke wurde ich jedoch zurückgeschickt, da ich erneut auf meinen Arm gefallen bin und die Reiseführerin nicht wollte, dass ich mich noch mehr verletze.
Zurück im Hotel verschwendeten wir nicht viel Zeit und gingen gleich weiter zu den "Cave and Basin Hotsprings", einer natürliche Warmwasserquelle, die unglaublich nach Schwefel stinkt. Sie wurde in 19. Jahrhundert von Pionieren entdeckt.
Danach ging es zum Snowtuben, das ist wie Schlittenfahren, nur mit aufblasbaren Reifen, vorgegeben Spuren und hohen Geschwindigkeiten. Ich hatte eine Menge Spaß beim Herunterbrettern und wir bildeten Reifenketten mit bis zu 7 Personen.
Am Abend schlenderten wir dann noch ein letztes Mal für 3 Stunden durch die Stadt und entspannten uns nach diesen ereignisreichen Tagen im Whirlpool des Hotels.
Am 18. März fuhren wir zurück nach Prince George, wo ich für den Rest der Ferien blieb. Wir hatten erneut eine amüsante Busfahrt bis wir uns schließlich alle noch einmal herzlich voneinander verabschiedet haben und dann von unseren dortigen Gastfamilien abgeholt wurden.
Am ersten Wochenende in Prince George haben Philipp und ich ein deutsches
Dinner vorbereitet, welches am Sonntag bei meiner Gastfamilie stattfand. Am Samstag bin ich zum Krankenhaus gefahren, um meinen Arm untersuchen zu lassen und fand heraus, dass er gebrochen ist.
Ab Montag fingen Philipp und ich dann an, richtig viel in Prince George zu unternehmen!
Wir fuhren zunächst zur "Pine Center Mall“, um Shoppen zu gehen. Ich habe mir einen Pulli und eine Jogginghose von der Kanadischen Marke Roots gekauft.
Am nächsten Tag sind wir dann wieder mit dem Bus zur Mall gefahren, um uns mit anderen Austauschschülern zu treffen. Wir schlenderten für ein paar Stunden gemeinsam durch die Mall.
Am nächsten Tag gingen Philipp, Briana und ich zum Bowlen, was ich selbstverständlich verlor, da ich nur meinen tollpatschigen linken Arm zur Verfügung hatte. Nach zwei Runden Bowlen entschieden wir uns, Minigolfen spielen zu gehen, wobei ich wenigstens zweiter wurde.
Am nächsten Morgen gingen Philipp und ich zum Schwimmbad, wo wir etwa zweieinhalb Stunden blieben und liefen von dort eine Stunde bis zum Kino,
wo wir Briana trafen und in einem chinesischen Buffetrestaurant aßen, um dann den neuen "Batman vs. Superman" Film anzusehen.
Am nächsten Tag haben wir es etwas lockerer angehen lassen und sind erst am Abend zum Haus eines anderen deutschen Austauschschülers gelangt, der um die Ecke von Philipp wohnte, wo wir bis in die Nacht hinein X-Box gespielt haben. Heute war dann mein letzter Tag in Prince George. Briana kam mich und Philipp besuchen, wir haben einen Spaziergang gemacht, etwas gegessen und während ich das hier schreibe, sitze ich auch schon im Greyhound-Bus zurück nach Hazelton.

April 2016
Bergtour zum Stekyooden
Im Monat April war eher wenig los hier in Hazelton. Das wichtigste Ereignis war unsere große Bergtour mit vielen Freunden am 3. April.
Der Tag begann früh am Morgen. Ich packte vor dem Aufbruch meine Sachen: Ein Vesper, Schneekleidung, extra Socken, Stiefel, Handschuhe, etc. Um neun Uhr wurde ich dann von einem Freund abgeholt, mit dem ich zum Fuß des Berges "Stekyooden", dem höchsten Berg in der Gegend um Hazelton, fuhr.
Während der ersten halbe Stunde der Wanderung gab es kaum Steigungen doch bald fing es an, steil bergauf zu gehen. Nach etwa 2 Stunden sind wir an einem zugefrorenen Bach vorbeigekommen, den wir überqueren mussten. Dies war sehr einschüchternd, da das Bachbett sehr rutschig war und auf der anderen Seite steil den Berg hinunter führte.
Unsere erste Pause machten wir dann bei den Überresten einer alten Hütte, nicht weit von dem Bach entfernt.
Nach etwa einer weiteren Stunde stießen wir dann auf den nächsten Bach. Auf dieser Höhe lag allerdings noch immer Schnee, was es erleichterte, ihn zu überqueren. Wir mussten über Baumstämme laufen, mein Bein ist zwischen zwei Stämmen durchgerutscht und ich wäre fast ins Wasser gefallen.
Wir haben uns dann nicht weit von dem Bach hingesetzt, um uns umzuziehen und etwas zu essen. Danach ging es noch ein bisschen bergab, bis wir auf ein Felsplateau gelangten. Dort lag hüfttiefer Schnee, was es sehr anstrengend und zeitraubend machte, weiter hinauf zu kommen.
Drei besonders anstrengende Stunden lang sind wir dann von kleinen Waldstücken mit tiefem Schnee zu verschneiten Felsen gewandert, bis wir endlich unser Ziel, den Gipfel des Berges, erreichten. Oben angekommen haben wir erst mal gegessen. Danach schossen wir viele Bilder. Als alle ihre Fotos gemacht hatten, setzten wir uns auf unser Hinterteil und rutschten den verschneiten Teil des Bergs herunter. Dies kostete uns nur ungefähr 5% der Zeit, die es gebraucht hatte, heraufzulaufen.
Nach etwa drei Stunden schnellen und unspektakulärem Bergablaufens hatten wir es dann endlich zurück geschafft und ein erlebnisreicher und schöner Tag ging zu Ende. 

N5 

Mai 2016
"Grease"

Seit einem Monat dominierte die Vorbereitung und Durchführung unseres großen Musical-Ereignisses „Grease“. Fast täglich probten wir bis in den Abend hinein, weswegen ich erst jetzt dazu kam, diesen Bericht zu schreiben.
Die Proben bestanden aus Übungen zum Aufwärmen wie Zungenbrechern oder physikalischen Übungen, scenework (Schauspielern), Gesangsübungen, Choreographie, etc. Bei diesen langen Proben wurde natürlich für das leibliche Wohl gesorgt. Ich hatte sehr viel Spaß mit meinen Freunden, sodass ich es jederzeit wieder machen würde, obwohl es insgesamt sehr anstrengend war. An einem Wochenende mussten meine Partnerin und ich durch die Straßen meines Dorfes laufen, welches sich über 3 Kilometer erstreckt und versuchen Tickets an die Anwohner zu verkaufen. Nach etwa 4 Stunden haben wir fast bei jedem Haus im Dorf geklingelt, konnten allerdings kein einziges Ticket verkaufen, was für uns ganz schön enttäuschend war.
Nach einem langen Tag voller Proben ging ich an einem Abend mit ein paar Freunden zum „Karneval“, welcher, anders ist als in Deutschland, weniger einer Parade, sondern eher einem Rummelplatz ähnelt. Ich habe versucht, so viele Fahrgeschäfte wie möglich auszuprobieren und dann das klassische kanadische Karnevalessen gegessen: Ribbon Fries und Mini Donuts.
Am zwölften Mai war es dann endlich soweit: Die erste Vorführung von „Grease“ stand auf dem Plan. Ich war sehr gespannt und mit jeder Minute stieg die Nervosität. Auch beim Make-up konnte ich mich nicht entspannen. Doch sobald ich auf der Bühne stand, war meine Nervosität so gut wie weg und ich konnte recht sicher vorführen und sogar solo singen. Im Übrigen verlief besonders mein Sologesang sehr gut. Schwierigkeiten im Takt zu bleiben hatte ich allerdings bei unserem Duett - was wir allerdings dann bei der zweiten Nacht in den Griff bekamen.
Am zweiten Abend gab es jede Menge Backstage-Drama. Die Gitarre meines Gastvaters, die ich für mein Solo mitgenommen hatte, wurde von einem Backstage-Mädchen fallengelassen und beschädigt, was einige Szenen etwas chaotisch hat wirken lassen. Der dritte und vierte Bühnenabend verliefen wie geschmiert, da wir alle an das Publikum gewohnt waren und aus unseren vorherigen Fehlern gelernt hatten.
Die Erleichterung war groß, als wir endlich fertig waren. Diesen Freitag schmeißt der Regisseur eine kleine Party, um unseren großen Erfolg zu feiern. Es war eine der besten Erfahrungen, die ich bisher gesammelt und genossen habe. Und ich denke, dass ich in Deutschland dieses Hobby weiterführen werde.
 

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Nourian berichtet über seinen Austausch in Kanada. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Kanada? Wir beraten dich gerne!


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