!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Sarah in Japan

Abschied nehmen

Ende Juni fangen in Deutschland die Sommerferien an und so endete auch mein Auslandsjahr. Da Juni der letzte Monat war, hatte ich mir vorgenommen, so viel wie möglich mit meinen Freunde in der Schule oder außerhalb zu unternehmen, um zuletzt nochmal viele Erinnerungen zu sammeln. Am Ende hatte ich jedes Wochenende, Samstag und Sonntag, und manchmal sogar am Wochentag nach der Schule, etwas vor.

In Japan gibt es oft Katzen-Cafés, Igel-Cafés und auch Eulen-Cafés. Ich habe diese Cafés mit verschiedenen Freundinnen besucht und es hat sehr viel Spaß gemacht. Im Katzencafé waren Wege an den Dächern und Wänden verbunden und die Katzen konnten da klettern oder auch in Ruhe schlafen. Der Raum war so voll. Es waren mindestens 20 Katzen. Im Igel Café konnte man sich Handschuhe ausleihen und die Igel in der Hand halten.



Auch im Eulen Café konnte man die Eulen auf dem Arm tragen. Ich konnte Igel und Eule zum ersten Mal von sehr nah sehen und berühren. Es war unglaublich!



Auch wenn es auf Okinawa immer mindestens 20 Grad ist, gibt es eine Eisbahn. Da bin ich mit mehreren Klassenkameraden hingegangen und es war wirklich ein komisches Gefühl, an so einem warmen Tag Schlittschuh laufen zu können. An der Eisbahn gab es Automaten mit Instant-Ramen, eine Art japanische Nudeln, um sie sich aufwärmen zu können. Die Leute auf Okinawa gehen gar nicht so oft Schlittschuh laufen. Jedoch hat es mich überrascht, dass fast alle sich an das Eis unter den Füsse sehr schnell gewöhnt haben.

Mehrmals bin ich mit Freunden Mittagessen gegangen. Da Sushi mein Lieblingsgericht in Japan ist, war es oft Sushi. Einmal bin ich aber in ein Café gegangen, wo man japanische Süßigkeiten probieren konnte. Ich habe Matcha-Eis genommen, der traditionelle Tee in Japan. Das Eis wurde mit einer Roten-Bohnen-Brühe, mit weißem Mochi und ein bisschen Schlagsahne serviert, eine unglaublich leckere Mischung.



An meinem letzten Schultag haben wir ein letztes Klassenfoto gemacht und nach der Schule haben wir nochmal alle zusammen hunderte von Fotos gemacht.



Ich musste noch eine improvisierte Rede vor allen Lehrer der Schule halten und danach bin ich mit meiner Freundinnen zum letzten Mal Tapioca trinken gegangen. Tapioca sind kleine Kugeln mit einem leichten süßen Geschmack und der Konsistenz von Gummibärchen. Diese werden in einem gewählten Getränk gemischt. Man trinkt es mit einem größerem Strohhalm. In Japan ist dieses Getränk, das ursprünglich aus Taiwan kommt, sehr berühmt geworden, und es ist auch eines meiner Lieblingsgetränke geworden.

Ich habe kleine Briefe von meinen ganzen Freunden zum Abschied bekommen und sie waren alle super süß. Es war wirklich schwierig, sich Tschüss zu sagen. Mit meiner Gastfamilie haben wir auch am letzten Abend alle zusammen gegessen und ich habe kleine Erinnerungsgeschenke bekommen. Ich habe ein paar Tagen gebraucht um wirklich zu realisieren, dass ich nicht mehr in diese Schule gehen werde oder mit dieser Familie leben werde.

Es waren zehn Monate im Ausland und es ist so schnell vorbeigegangen, dass ich es überhaupt nicht bemerkt habe. Es gab schwierige Momente, wo ich dachte, ich
will endlich wieder nach Hause zurück, aber mit meinen Freunden hat es immer so viel Spaß gemacht, dass ich am Ende dachte, ein bisschen mehr Zeit wäre auch nicht schlecht.
Ich habe mich durch dieses Auslandsjahr verändert und konnte eine andere Sicht auf die Welt erhalten. Ich habe unvergessliche Erinnerungen gesammelt, die mir in der
Zukunft bestimmt helfen und weiterbringen werden. Ich glaube, ich habe Glück, so etwas an meinem Alter erleben zu dürfen.