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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Sarah in Japan

Ein neuer Anfang

Nach zwei Wochen Märzferien, die bis Anfang April dauern, fängt das neue Schuljahr in Japan an! Vorher war ich in der internationalen Klasse, einer sehr kleine Klasse aus fünfzehn japanischen Schülern, die im Ausland studieren möchten und deswegen ganz viel Unterricht auf Englisch hatten. Für das neue Schuljahr habe ich jedoch die Klasse gewechselt und bin in eine normale Klasse gekommen. In meiner neuen Klasse sind wir insgesamt 41 Schüler, sodass die Stimmung total anders ist. Es gibt sogar Kurse, in den wir bis zu 60 Schüler sind.

Die Lehrer sind auch nicht an Austauschschüler gewöhnt und behandeln mich wie jeder andere Schüler, manchmal ohne zu berücksichtigen, dass ich immer noch nicht in der Lage bin, alles zu verstehen und am Unterricht teilzunehmen. Das macht die Situation sehr schwierig. Zum Glück bin ich in derselben Klasse wie eine Freundin, die ich aus dem Tee-Zeremonie Club kenne. Sie ist immer bereit mir zu helfen und es war schön, nicht komplett alleine zu sein. Persönlich finde ich, dass es ziemlich schwierig ist, mit Japanern Kontakt zu knüpfen, da viele sehr reserviert sind und lieber auf Distanz bleiben. Deswegen hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust, die Klasse zu wechseln und wieder alles von vorne anfangen zu müssen.

Um eine Klassengemeinschaft zu entwickeln, gibt es am Anfang des Schuljahres einen Wandertag. Wir hatten für diesen Tag Klassen-T-Shirts bestellt. Mein Klassenlehrer heißt „Kouchi“, was sich im Japanischen wie die Marke „COACH“ anhört. Deswegen haben wir auf unserem Klassen T-Shirt das COACH Logo gedruckt. Alle zehn Klassen meiner Stufe sind in einen großen Park gefahren und wir haben alle zusammen eine Rallye gemacht. Danach hatten wir Freizeit und konnten im Park kleine Spiele spielen. Wir haben dann zu Mittag gegessen und bevor wir Schluss gemacht haben, mussten alle den ganzen Park sauber machen und den ganzen Müll aufsammeln.


Für das neue Schuljahr musste ich auch die Gastfamilie wechseln. Meine Gastmutter sollte wieder anfangen zu arbeiten und wäre sehr beschäftigt gewesen, deswegen bat sie meinen Koordinator, mir eine neue Familie zu suchen.

An meinem letzten Tag in meiner ersten Gastfamilie ging wir alle zusammen Sushi essen. Danach hilf mir meine Gastmutter, fertig zu packen. Wir haben auch noch zusammen gebacken und geredet. Ich hatte noch nie so lange mit meiner Gastmutter geredet, da sie immer so beschäftigt war. Ich war so froh, dass sie sich für meinen letzten Tag Zeit genommen hat. Ich bekam auch noch eine Karte mit kleinen Briefen meiner Gastfamilie. Ich hatte das Gefühl, mein letzter Tag war der beste Tag, den ich hier verbracht hatte, was den Abschied sehr schwierig machte.

Es waren nur noch drei Monate, bis mein Auslandsjahr zu Ende ging, und ich fragte mich, was es jetzt bringt, noch die Gastfamilie zu wechseln. Ich dachte, ich würde wieder super lange brauchen, um mich einzugewöhnen. Jedoch fühlte ich mich unglaublich schnell wie zuhause. Mit einer total anderen Stimmung war es sehr leicht, mich anzupassen. Ich habe vielleicht kein eigenes Zimmer, meine Gastmutter kocht nicht so gut und hat nicht so eine starke mütterliche Seite, wie bei meiner ersten Gastmutter, jedoch ist sie eher wie eine Freundin. Sie haben viel mehr Humor, es wird mehr geredet oder kleine Ausflüge gemacht. Manchmal erinnert mich sogar meine neue Gastfamilie an meine eigene Familie in Deutschland. Ich glaube, ich habe echt Glück gehabt, in diese Familie gekommen zu sein.

Es haben sich leider ein paar Sachen durch den Umzug verändert, jedoch haben sich auch sehr viele Sachen verbessert. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, etwas neues kennenzulernen, einen neuen Lebensstil, neue Leute, Traditionen, und vieles mehr.