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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Paula in Japan

Mein letzter Monat

Im Juni ist in Okinawa die Regenzeit und es regnet wirklich fast jeden Tag. Das ist schon ein bisschen schade, vor allem da es ja der letzte Monat ist, aber auch nicht soo schlimm, denn die Schule geht sowieso von morgens bis abends… ich gehe aber inzwischen auch richtig gerne hin. Das liegt vor allem daran, dass ich mittlerweile fast alles verstehe und mich fast genauso gut wie in Deutschland mit meinen Freunden unterhalten kann.

Die Schule hat sogar noch mehr Spaß gemacht als sonst, weil das Schulfestival stattgefunden hat. Jedes Jahr gibt es für 2 Tage ein riesiges Festival und alle Klassen machen verschiedene Stände und Spiele. Meine Klasse hat ein Geisterhaus gemacht :) Und das hat echt so viel Spaß gemacht! Auch schon die Vorbereitung! Wir haben einen Horrorfilm gedreht, das ganze Klassenzimmer abgetaped und es komplett verdunkelt und dann haben wir es ganz ausgeräumt und mit Kartons eine Wohnung gebaut, durch die die Leute dann durchgelaufen sind. Ich war ein Geist und habe Leute erschreckt und es war echt cool, weil die Leute sich alle wirklich gegruselt haben.



Am zweiten Tag, an dem auch die Eltern kommen dürfen, sind sogar meine erste und meine jetzige Gastfamilie gekommen und wir sind alle zusammen ins Geisterhaus gegangen! Nachdem alle Eltern gegangen sind haben wir in 2 Stunden alles aufgeräumt und dann kam der BESTE TEIL des ganzen Festivals, nämlich das Nightfestival. Es sind keine Lehrer da, man darf sein Handy benutzen und es treten Schüler auf. Es gab super viele Bands, Hip-Hop-Gruppen, die Mr. und Mrs. Wahlen, Theateraufführungen, Comedy und am Ende eine Fashion Show!! Ich war so krass beeindruckt von meinem Schulleiter… meistens ist es so, dass Japaner eher konservativ sind und zurückhaltender, aber mein Schulleiter, der ungefähr 65 ist, hat sich ein Kleid angezogen und eine Perücke aufgesetzt und die Fashion Show eröffnet!!!




Danach haben alle Fotos mit allen gemacht, sehr japanisch, vor allem, weil man auch mit Leuten, die man gar nicht kennt, Fotos macht. Je näher der Tag kommt, an dem meine Familie nach Japan kommt um mich abzuholen, desto mehr merke ich, dass ich eigentlich nochmal 10 Monate hier verbringen könnte. Es würde wahrscheinlich sogar noch mehr Spaß machen, jetzt wo ich mich wie gesagt problemlos mit meinen Freunden über alles unterhalten kann, was mir so einfällt. Ich kenne mich auf Okinawa fast überall gut aus, weil ich dreimal umgezogen bin, jedesmal in einen anderen Teil von Okinawa.

Ich mich so gut eingewöhnt, dass mein Leben in Deutschland viel, viel weiter weg erscheint, als nur 10 Stunden mit dem Flugzeug. Und klar, ich vermisse meine Freunde und Familie, aber wir schreiben und telefonieren so viel, dass ich mich auch daran gewöhnt habe. Gerade weil ich nach Japan gegangen bin und nicht in ein Englischsprachiges Land und der Anfang hier relativ schwierig war, habe ich das Gefühl, genau an dem Punkt gehen zu müssen, der am schönsten ist. Die letzten 10 Monate werde ich nie vergessen und ich bin so dankbar für diese Erfahrung! Ich hoffe, ich bleibe mit meinen Freunden und mit meinen Gastfamilien in Kontakt und komme nochmal wieder! Bye, bye Okinawa!
⼤大好き!

Liebe Grüße,
Paula